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Verkehr

Frankenberg fordert ÖPNV-Anbindung

Der Ort liegt zwar direkt an der Staatsstraße, aber einen ÖPNV gibt es nicht. Das „stinkt“ nicht nur den Senioren.

Jung und Alt wünscht sich eine ÖPNV-Anbindung für Frankenberg.  Foto: Beiderbeck
Jung und Alt wünscht sich eine ÖPNV-Anbindung für Frankenberg. Foto: Beiderbeck

Frankenberg.Monatlich treffen sich die Senioren im Gerätehaus zum gemütlichen Beisammensein. Was sie dabei immer wieder beklagen: Frankenberg liegt zwar direkt an der Staatsstraße, aber einen ÖPNV gibt es nicht. Das „stinkt“ nicht nur den Senioren. Deshalb haben jetzt 116 Bürger die Forderung unterschrieben, endlich für eine ÖPNV-Anbindung von Frankenberg, Hamberg und Stadl zu sorgen. Adressaten sind die Gesellschaft zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (GFN) und Landrätin Tanja Schweiger. Die 116 Unterzeichner beklagen, dass die Nutzung des ÖPNV für sie nur vom zwei Kilometer entfernten Ort Brennberg aus möglich sei. „Das kann ja wohl nicht sein und das muss sich dringend ändern“, findet Anton Hirschberger.

Ohne Auto geht gar nichts

Den 41 Frankenberger Haushalten und den Bewohnern weiterer Ortsteile geht es wie ihm: „Ohne Auto geht gar nichts“. Dabei besitzen etliche Menschen weder Führerschein noch Auto und sind daher auf Hilfe von Nachbarn oder Verwandten angewiesen. Jugendliche, die zu ihrem Arbeitsplatz müssen, oder Rentner, die einen Arzttermin haben, können ihr Ziel nur erreichen, wenn sie jemand im privaten Pkw hinfährt. Der Aufwand ist gewaltig und kompliziert. Trotz wiederholter Forderungen ist Frankenberg noch immer ein weißer Fleck im RVV-Fahrplan. „Wer eine weiterführende Schule in Neutraubling oder Regensburg besucht, kann den Bus dorthin genauso wenig ohne fremde Hilfe erreichen wie ein Senior, dessen Mobilität eingeschränkt ist“, moniert die Dorfgemeinschaft. Die allgemeine Teilnahme am Leben sei dadurch sehr eingeschränkt.

Nostand betrifft Jung und Alt

Das sei im Jahr 2020 einfach nicht mehr tragbar, ganz zu schweigen von den vielfach propagierten, aber nie erreichten gleichwertigen Lebensbedingungen für den ländlichen Raum, sagen sie: „Der Notstand betrifft Jung und Alt gleichermaßen“. Die Bevölkerung wünscht sich eine Zubringerlinie Wiesent-Brennberg-Frankenberg-Falkenstein, von der auch andere Bewohner dieser Region profitieren würden. Die Mobilität würde in beide Richtungen erheblich verbessert, denn tatsächlich gibt es derzeit auch keine adäquate Anbindung von Brennberg nach Wiesent und Wörth. „Die vorgeschlagene Zubringerlinie würde eine Voraussetzung für die Mobilitätswende schaffen, den verkehrsbedingten CO2-Ausstoß verringern, das Verkehrs- und Parkplatzproblem in den Zentren reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so schreiben die Frankenberger.

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