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Kunst

Frankreich im Klosterstadel

Die Partnerausstellung von Pielenhofen und Crécy-la-Chapelle ist ein Erfolg. Die Gruppe Kunst steuerte ein Kunst-Projekt bei.
Von Andrea Leopold

„Faszination blühende Naab“ – ein Landart-Projekt der Kunstgruppe – soll die Diversität und den Frieden unter den Menschen zeigen. Foto: Andrea Leopold
„Faszination blühende Naab“ – ein Landart-Projekt der Kunstgruppe – soll die Diversität und den Frieden unter den Menschen zeigen. Foto: Andrea Leopold

Pielenhofen.Eine gelungene Ausstellung im Klosterstadel mit Künstlern aus der Partnergemeinde Crécy-la-Chapelle organisierte der Kulturkellerverein Pielenhofen. Etwa 60 Gäste folgten der Einladung des Vereins zum ersten Teil der Vernissage auf der Naabinsel. Vorsitzender Rupert Schmid begrüßte die Bürgermeister, den Gemeinderat und Gäste mitten unter der Blumeninstallation „Faszination blühende Naab“.

Die fast einen Meter hohen, prächtigen bunten Blumen, nach einer Idee von Manuela Görgen, sollen die Diversität und den Frieden unter den Menschen zeigen. Die Besucher spazierten hindurch, um anschließend zum zweiten Teil der Ausstellung im Klosterstadel zu flanieren.

Die Künstler der Partnergemeinde Crécy-la-Chapelle waren von der Idee begeistert, in Pielenhofen auszustellen. Die Möglichkeit, in der Partnergemeinde auszustellen, hatte so viele Aktive des Kunstkreises „Entre Marne Et Grand Morin“ angelockt, dass es Marc Robert und Bernard Prigent schwer hatten, die Auswahl der Werke zu treffen und zu begrenzen.

Namhafte Künstler stellen aus

Jean-Claude Naip, geboren 1948 in Paris, besticht durch die wiedererkennbare Art seiner Acrylwerke. Auf seinen Bildern umgibt er seine Objekte mit präzisen Linien. Wie er dabei mit Lichteffekten und Schatten spielt, ist wunderschön anzusehen. Toshio Matsuda, geboren 1949 im japanischen Kyoto, glänzt unter anderem mit seiner Vielfalt an Materialien, die er einsetzt und perfekt beherrscht. Seine Figuren und Szenen sind voller Ausdruck und spiegeln eindrucksvoll die Situation wieder. Naip und Toshio Matsuda haben sich bereits auf vielen Ausstellungen weltweit einen Namen gemacht bzw. Preise erhalten.

Die weite Anreise im Gemeindebus nach Pielenhofen musste der 76-jährige Marc Robert mit 48 Werken von 13 Künstlern alleine antreten, da ihn sein Freund, der Maler Bernard Prigent, wegen einer Fußverletzung nicht begleiten konnte. Die ortsansässige Künstlerin Isolde von Reusner platzierte die Bilder und Skulpturen und rückte sie für die Besucher bestens ins Licht. Unter den Ausstellenden waren so bekannte Künstler wie Claude Grollimund, Brigitte Adam, Racula Vulvan, Jaques Pavier, Lise Zambelli, Bernard Prigent und Alan Guillotin.

Die Partnergemeinde Crécy-la-Chapelle kann eine große und lange Historie in Sachen Kunst (beispielsweise im Bereich der Malerei, der Skulpturen und der Fotografie) aufweisen. Crécy ist ein Ort geprägt von Künstlern, schönen alten Gärten und Gebäuden und viel unberührter Natur.

Bewunderung für Marc Robert

Reinhold Riederer, Schriftführer des Kulturkellervereins, sagte: „Es war wirklich bemerkenswert, wie der nimmermüde 76-jährige Marc Robert die 800 Kilometer alleine bei gesperrten Autobahnen und ca. 16 Stunden Fahrzeit bewältigt hat ... und bei seiner Ankunft am Dorfplatz kurz vor Mitternacht noch pumperlmunter war.“ Am Sonntag habe Robert die Heimreise angetreten, sei wieder gegen Mitternacht angekommen, habe am nächsten Morgen bereits um 8 Uhr seinen Bus abgeliefert und am Telefon mit der Frage gescherzt: „Hast du denn schon alle Werke verkauft?“ Er würde dann den Bus wieder befüllen und Nachschub bringen, erzählte Riederer schmunzelnd.

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