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Kirche

Frauenbund Eggmühl löst sich auf

Für den Zweigverein wurde kein Vorstandsteam gefunden.
Marianne Schmid

Pfarrer Joseph Vattathara (l.) und die stellvertretende Diözesanvorsitzende Monika Schmidpeter (4. v. l.) dankten dem zuletzt aktiven Vorstandsteam für die geleistete Arbeit. Foto: Marianne Schmid
Pfarrer Joseph Vattathara (l.) und die stellvertretende Diözesanvorsitzende Monika Schmidpeter (4. v. l.) dankten dem zuletzt aktiven Vorstandsteam für die geleistete Arbeit. Foto: Marianne Schmid

Schierling.Der Frauenbund Eggmühl war eine Institution – aber alles hat seine Zeit. Der Zweigverein wird zum Jahresende aufgelöst. Schon bei der Jahresversammlung im Januar wurde kein Vorstandsteam gefunden. Sowohl die stellvertretende Diözesanvorsitzende Monika Schmidpeter als auch die Bezirksleiterin Eva Biller bedauerten das. Bei der zuletzt durchgeführten außerordentlichen Mitgliederversammlung waren zwölf Frauen anwesend, zehn davon stimmten für die Auflösung.

Der Nachwuchsmangel war schon mehrmals besprochen worden. Es mache keinen Sinn, die Auflösung zu verhindern, der Altersdurchschnitt werde immer höher und die Bereitschaft sowie Fähigkeit für die Übernahme von Posten weniger, hieß es bei der Versammlung. Dies gelte auch für jüngere Frauen, die voll im Arbeitsleben stehen oder anderweitig gefordert sind.

Sang- und klanglos wollte man dann doch nicht auseinandergehen. Deshalb wurde in der St. Martinskirche Oberdeggenbach ein Dankgottesdienst abgehalten, anschließend fand eine kleine Adventsfeier mit Verabschiedung der Vorstandschaft statt. Für ihn als geistlichen Beirat sei dies eine sehr traurige Angelegenheit, sagte Pfarrer Vattathara beim Gottesdienst. Zum 50-Jährigen im Jahr 2017 hatte er den Frauenbund noch als die „goldene Ehrennadel der Pfarrei“ bezeichnet. Auch er habe sich seit Jahren Gedanken darüber gemacht, wie es weitergehen könnte.

Magdalene Krause, die zuletzt den Vorsitz innehatte, bedankte sich bei Rosa Danzer, Petra Bollmann und in Abwesenheit bei Eva Piendl von der Vorstandschaft sowie bei allen anderen Frauen, die sie in all den Jahren unterstützt hatten. Schmidpeter sagte, „wenn sich kein Vorstand mehr findet, ist es bei allem Bedauern auch gestattet, aufzuhören“. (les)

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