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Freie Wähler und Grüne bilden Koalition

Die beiden Fraktionen wollen im Lappersdorfer Marktrat weiter zusammenarbeiten. Sie verfügen über eine stabile Mehrheit.

Sitzung im Aurelium.  Foto: Dummer
Sitzung im Aurelium. Foto: Dummer

LAPPERSDORF.In einer Pressemitteilung haben die Freien Wähler (FW) und die Grünen im Markt Lappersdorf mitgeteilt, die Zusammenarbeit im Marktrat aus der letzten Legislaturperiode fortsetzen zu wollen, diesmal ohne SPD und auch ohne die nicht mehr angetretene Bürgerliste.

„Die vorhandene Vertrauensbasis erleichtert trotz oft auch kontroverser Sichtweisen das Schließen einer Koalition“, so der neue Sprecher der Freien Wähler, Robert Wachtveitl, und Christa Wunderer von den Grünen. Beide betonen, dass es aber keinen Koalitionszwang gebe und grundsätzlich Themen auch unterschiedlich abgestimmt werden könnten.

Die Koalition verfügt zusammen mit Bürgermeister Christian Hauner über eine stabile Mehrheit von 15 Stimmen im Marktrat. Angestrebt werde aber eine konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit allen Fraktionen. Gerade zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Coronakrise sei ein Zusammenrücken über die Parteigrenzen hinweg im Sinne aller und werde auch von den Bürgern so erwartet.

Schwerpunktthemen im Koalitionspapier sind Bau, Wohnen, Mobilität und Artenschutz. Als ein erster konkreter Schritt soll eine ökologische Bauleitplanung erarbeitet werden, die sich in einer integrierten Vorgehensweise neben architektonischen und straßenbaulichen Aspekten verstärkt den energetischen und klimarelevanten Gesichtspunkten widmet.

Der bereits seit Jahren erfolgreich arbeitende Klimabeirat, in dem neben Mitgliedern aller Fraktionen auch engagierte und fachkundige Bürger mitarbeiten, soll als Gremium weitergeführt und noch stärker vom Marktrat gehört werden.

Neben dem verstärkten Fokus auf den Klima- und Umweltschutz werde die Arbeit an laufenden und geplanten Projekten zielstrebig weitergeführt, und große Investitionen und Baumaßnahmen seien bereits im Finanzplan einkalkuliert.

Moderate Ausweisung von Bauland und das Schaffen von geeigneten Seniorenwohnungen, eine Entlastung der Lappersdorfer Ortsdurchfahrt, die Ansiedlung von „ruhigem“ Gewerbe sind einige Beispiele für die Themen, die auf der Agenda der Koalition stehen. Die Kinder- und Jugendbetreuung, ein Aushängeschild des Marktes, soll weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Wichtig sei der Koalition vor allem auch, die Finanzlage und die anstehenden Projekte in einen zukunftsfähigen Einklang zu bringen.

Am Dienstag trifft sich der neu konstituierte Marktrat Lappersdorf zu seiner ersten Sitzung um 19 Uhr wieder im Aurelium. Die Tagesordnung umfasst unter anderem den Neuerlass der Satzung zum örtlichen Gemeindeverfassungsrecht und einer Geschäftsordnung für den Marktrat, die Bestellung von Beauftragten des Marktrats und die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Finanzen des Marktes. (ldk)

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