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Bauarbeiten

Früheres Dorfwirtshaus wird abgerissen

Anstelle der „Pfatta Morgana“ entsteht in Kürze ein Senioren-Service-Haus. Die Gemeinde vergibt Aufträge für 250 000 Euro.
von Hans Biederer

In wenigen Wochen erfolgt der Abriss der Pfatta Morgana. Auf dem Areal wird ein ein Senioren-Service-Haus errichtet. Foto: Biederer
In wenigen Wochen erfolgt der Abriss der Pfatta Morgana. Auf dem Areal wird ein ein Senioren-Service-Haus errichtet. Foto: Biederer

Pfatter.Das letzte Stündlein für das frühere Dorfwirtshaus und die spätere legendäre Kulturgaststätte „Pfatta Morgana“ hat endgültig geschlagen. Schon bald wird die Abrissbirne ihr Übriges tun und das Gebäude samt Anbau abbrechen. Was in anderen Orten schmerzt, wenn alte Gebäude aus der Dorfmitte verschwinden, ist in Pfatter mit einem sehr positiven Aspekt verbunden. Anstelle der Gaststätte entsteht in Kürze ein Senioren-Service-Haus. Dieses umfasst neben einer Tagespflegestation eine ambulant betreute Wohngruppe, ein betreutes Wohnen sowie einen ambulanten Pflegedienst. Bereits im Jahr 2020 wird nach 14-monatiger Bauzeit mit der Fertigstellung gerechnet. Wie Bürgermeister Jürgen Koch informierte, haben von fünf angeschriebenen Abbruchfirmen drei ein Angebot abgegeben. Das wirtschaftlichste stammt mit einer Auftragssumme in Höhe von 73 000 Euro von der Firma Bauschuttrecycling Frey aus Zinzendorf und wurde einstimmig vom Gemeinderat angenommen. Brigitte Böhm fragte, ob es Bürgern erlaubt sei, das Pflaster des Hofs entnehmen zu dürfen. Auch Michael Martinitz wollte wissen, ob sich etwa die Schankanlage oder Einrichtungsgegenstände noch im Gebäude befinden.

Neue Kfz- und Gerätehalle

„Interessierte können sich selbstverständlich in der Gemeindeverwaltung melden, wenn sie die H-Pflastersteine holen wollen. Genau so verhält es sich, wenn sie noch etwas aus dem Gebäude verwenden möchten. Bis auf wenige Teile ist das Gebäude jedoch zum Großteil schon ausgeräumt“, stellte das Gemeindeoberhaupt klar. In diesem Zusammenhang informierte Jürgen Koch, dass ungefähr 250 Kubikmeter geschreddertes Abbruchmaterial auf dem Gelände des Bauhofs zwischengelagert werden. Dieses soll für die Errichtung der neuen Kfz- und Gerätehalle als Unterbau dienen.

Gastronomie

Kürns Wirtshaus kämpft ums Überleben

Kerstin und Reiner Platzer betreiben die 300 Jahre alte Dorfgaststätte. Die beiden brauchen einen langen Atem.

Nach diesem Hinweis erfolgte ebenso einstimmig der Beschluss, auf dem Bauhofgelände am östlichen Ortsrand eine neue Kraftfahrzeug- und Gerätehalle zu errichten. Der Neubau wird die Ausmaße 24 auf zwölf Meter haben. Außerdem wird ein neues Schüttgutlager mit fünf Einzellagerflächen der Größen 3,80 mal 3,20 Meter angebaut. Sowohl das Gebäude als auch das Materiallager werden gepflastert. „Vorgespräche haben diesbezüglich bereits mit dem Landratsamt stattgefunden“, so der Bürgermeister. Mario Schaffer bekräftigte den Entschluss des Gemeinderates. „Die Gerätschaften, die derzeit Wind und Wetter ausgesetzt sind, werden dabei nicht besser“, meinte Schaffer. Harmonie herrschte ebenso bei den drei Vergabebeschlüssen zur Rathaussanierung. So erhält die Firma Prölls Stahltechnik aus Straubing den Auftrag zum Einbau der neuen Treppe sowie des Geländers der Loggia im Dachgeschoss. Das Auftragsvolumen liegt hier bei 44 619 Euro. 58 710 Euro muss für die Beleuchtungseinrichtung ausgegeben werden.

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16 800 Euro Förderung für LED

Das Rathausgebäude wird komplett auf LED-Technik umgestellt. „Wir erhalten dafür eine Fördersumme im Höhe von 16 800 Euro“, vermeldete der Rathaus-Chef.

Aus dem Gemeinderat

  • Rechnungsprüfung:

    Brigitte Böhm verlas das Ergebnis der Prüfung der Jahresrechnung 2017. Nach der Genehmigung wurde die Verwaltung einstimmig entlastet.

  • Aus dem Bauausschuss:

    Genehmigt wurde ein Bauantrag von Diana Fauser und Dieter Pischl zur Errichtung eines Einfamilienhauses E+D in Geisling.

Anfang November traf sich der Gemeinderat zur Ortsbesichtigung. Unter anderem führte der Weg zur beschädigten Linde vor das Anwesen von Josef Scheibenpflug in der Regensburger Straße. Vor Ort stellte man fest, dass die Baumrinde ringsum aufgeplatzt ist und der Baum an beiden Seiten Beschädigungen aufwies. „Durch den Neubau des Einfamilienhauses hat sich die Zufahrt verschoben. Der Baum steht nun im Weg“, sagte Jürgen Koch und war dafür, den Baum zu entfernen. Gleichzeitig schlug er eine Neu- bzw. Ersatzpflanzung vor, sobald einer der alten Lindenbäume in der „Pfatterer Zeiln“ gefällt werden muss. Mit einer Gegenstimme wurde diesem Antrag stattgegeben.

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