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Sinzing/Viehhausen

FW in Sinzing

Mit Thomas Schwindl als Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Sinzing erhält der Amtierende, Patrick Grossmann von der CSU, im Vorfeld der Kommunalwahlen 2020 politischen Gegenwind.

FW-Kreisgeschäftsführer Hans-Peter Landsmann (l.) und Kreisvorsitzender Harald Stadler beglückwünschen Thomas Schwindl (Mitte) zur Bürgermeisterkandidatur. Foto: Pilz
FW-Kreisgeschäftsführer Hans-Peter Landsmann (l.) und Kreisvorsitzender Harald Stadler beglückwünschen Thomas Schwindl (Mitte) zur Bürgermeisterkandidatur. Foto: Pilz

Sinzing.Mit einer Gegenstimme der 17 Wahlberechtigten wurde der 53-jährige Berufsschullehrer nominiert.

Schwindl sagte, er möchte den Gemeindebürgern mit seiner Kandidatur ein personelles Alternativangebot zum Amtsinhaber machen. Als gebürtiger Viehhausener sei er tief verwurzelt in der Gemeinde und der Region. Traditions-, Heimat- und Naturverbundenheit präge ihn. Kraft seiner zusätzlichen Tätigkeit als „Waldbauer im Nebenerwerb“ sehe er sich in Sachen Nachhaltigkeit den kommenden Generationen verpflichtet, so Schwindl.

Er, der sich seit 2014 als Gemeinderat für die Freien Wähler engagiert, vermisse ein längerfristiges Konzept zur Weiterentwicklung der Gemeinde. Bisher passiere dies lediglich scheibchenweise; häufig müsse bedarfsbezogen nachjustiert werden, so Schwindl. Die rasante Einwohnerentwicklung der letzten sechs Jahre zwang die Gemeinde ständig zum Aufholen in Sachen Infrastruktur, beispielsweise bei Kinderbetreuung und Schule. Die hier anfallenden ungeplanten hohen Kosten führten letztendlich zu Streichungen bei anderen geplanten Investitionen. Ein Negativbeispiel sei die Sanierung des Turms in Niederviehhausen.

Bei Projekten wie dem Kinderhaus oder der Schulerweiterung sah man sich mit unverhältnismäßig hohen Mehrkosten konfrontiert, monierte Schwindl. Hinsichtlich dieser Investitionen von derzeit errechneten rund 25 Millionen mit steigender Tendenz bis zum Ende der Bauphase in sechs bis sieben Jahren, fehle immer noch ein Kostenkonzept und ein Konzept, wie Schule und Hort längerfristig mit Schülern gefüllt werden sollen, damit nicht in einigen Jahren die Räumlichkeiten leer stehen. Ihn als Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses beunruhige dies, weil dadurch der Gemeindehaushalt nicht mehr transparent und planbar ist. Er stehe für solide Finanzen.

Auch müsse in Sachen Bautätigkeit auf mehr Familienfreundlichkeit gesetzt werden, sagt der Vater von vier erwachsenen Kindern. Horrende Preise für Wohneigentum, wie bei der Jakobsiedlung, seien für eine Durchschnittsfamilie nicht leistbar. Profit dürfe nicht vor Familienfreundlichkeit stehen, so Schwindl. Die Konzeptlosigkeit in der Gemeindeentwicklung habe beispielsweise eine katastrophale Verkehrssituation im Ort Sinzing bewirkt. Insgesamt, so Schwindl, sprechen diese Tatsachen für einen Entwicklungsplan, der Einwohneranstieg und Infrastruktur vereine. Das ständige Nachbessern führe zu unübersichtlichen Risiken hinsichtlich der Gemeindeverschuldung.

Ein großes Anliegen sei ihm auch die Verbesserung der Anbindung des westlichen Landkreises an die Stadt Regensburg. Hier müssten alle Möglichkeiten eines Donauübergangs nicht nur für Zweiradfahrzeuge, sondern auch für Autos und die Verbesserung des ÖPNV umgehend angepackt und umgesetzt werden. (lpe)

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