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Energieversorgung

Gebelkofener Umspannwerk ist am Netz

Drei Jahre Bauzeit gehen damit zu Ende. Das Umspannwerk versorgt unter anderem Alteglofsheim, Hagelstadt und Köfering.
Von Petra Schmid

Vor der offiziellen Inbetriebnahme konnten die Ehrengäste das Umspannwerk besichtigen.  Foto: Petra Schmid
Vor der offiziellen Inbetriebnahme konnten die Ehrengäste das Umspannwerk besichtigen. Foto: Petra Schmid

Gebelkofen.Mit den technischen Details eines Umspannwerks können wohl nur die wenigsten Menschen etwas anfangen.

Wichtig für den Normalverbraucher ist, dass das Licht angeht, sobald man den Schalter drückt und das Elektrogerät funktioniert, sobald der Stecker in der Steckdose ist. Dazu hat die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) zwölf Millionen Euro in die Hand genommen, um das Stromnetz des Landkreises Regensburg rund um Gebelkofen grundlegend zu erneuern und für die Herausforderungen der Energiezukunft zu rüsten. Das neue Umspannwerk Gebelkofen transportiert die nötige Energie in den Landkreis Regensburg und die ausgebaute Netzinfrastruktur schafft Kapazität für die Einspeisung aus erneuerbarer Energie.

Ehrengäste drückten den Startknopf

Nach dreijähriger Bauzeit wurde nun das neue Umspannwerk offiziell in Betrieb genommen. Bei Kaiserwetter drückten der stellvertretende Landrat Willi Hogger und Dr. Egon Westphal, Technischer Vorstand des Bayernwerks, den Startknopf. Für einen Erinnerungsschnappschuss kamen auch die weiteren Ehrengäste in den Genuss: Dabei waren der Bürgermeister der Gemeinde Obertraubling Rudolf Graß, Helmut Haase (Gemeinde Thalmassing), Armin Dirschl (Gemeinde Köfering), Herbert Heidingsfelder (VG Alteglofsheim) und Angelika Ritt-Frank (Gemeinde Mintraching).

Die Ehrengäste drückten den Startknopf um das Umspannwerk in Betrieb zu setzen Foto: Petra Schmid
Die Ehrengäste drückten den Startknopf um das Umspannwerk in Betrieb zu setzen Foto: Petra Schmid

In seiner Ansprache betonte Dr. Egon Westphal, dass das Stromnetz der Region ein neues Herzstück habe. Das neue Umspannwerk sei Bindeglied zwischen dem Hoch- und Mittelspannungsnetz. Es werde über das Umspannwerk die nötige Energie in den Landkreis transportiert, erklärte er. Er verglich dies mit dem Autoverkehr. An das neue Umspannungsgebiet seien Einspeiseanlagen mit einer Leistung von 35 Megawatt angeschlossen, hob er hervor.

Auf einer Länge von 55 Kilometern habe das Bayernwerk Mittelspannungskabel verlegt, gab Westphal an. Versorgt vom Umspannwerk Gebelkofen würden die Gemeindegebiete Alteglofsheim, Hagelstadt, Köfering, Mintraching und Thalmassing, sowie Ortsteile in Barbing und Obertraubling.

Hoher Einspeiseanteil ist Herausforderung für Netzbetrieb

Der hohe Einspeiseanteil von nahezu 300 000 Energieanlagen sei laut Westphal eine große Herausforderung für den Netzbetrieb. Insbesondere der hohe Anteil von Photovoltaikanlagen im regionalen Verteilernetz des Bayernwerks führe bei starkem Sonnenschein, wie derzeit, dazu, dass die eingespeisten Strommengen den örtlichen Bedarf deutlich übersteigen würden.

Um den überschüssigen Strom in die höheren Netzebenen abzugeben, brauche man die Umspannwerke, machte der Experte deutlich. Dr. Westphal dankte abschließend den Bürgern für die Geduld mit den Beeinträchtigungen während der Bauphase. Auch den Partnerunternehmen, die bei der Ausführung tätig waren, und den Behörden und beteiligten Kommunen sprach der Vertreter der Bayernwerke Dank und Anerkennung aus für die hervorragende Zusammenarbeit.

Stellvertretender Landrat: Technik ist beeindruckend

Anschließend hob der stellvertretende Landrat hervor, wie beeindruckend die Technik und die dahinter stehende Leistung des neu errichteten Umspannwerks sei, um die Bürger mit Strom zu versorgen. Bedauerlicherweise sei unsere Gesellschaft derzeit so, dass man generell gegen etwas sei, ohne sich genau zu informieren.

Er sei dankbar, dass das Bayernwerk hier investiert habe und dies auch weiter in die Zukunft gerichtet tun werde. Er persönlich sei froh, dass die Energieversorgung regional erfolge, betonte er. Die viel diskutierte Stromtrasse sei ja umstritten und er hoffe, dass es den Bürgern klar sei, dass mit dem Ausstieg aus dem Atomstrom die Stromsicherheit nicht mehr automatisch gewährleistet sei, machte er deutlich. Für das Umspannwerk wünschte Hogger einen stets guten Betrieb und immer viele Erfolg bei weiteren Projekten des Bayernwerks.

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