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Tiere

Gemeinde warnt vor Giftködern

In Thalmassing häufen sich Vorfälle mit vergifteten Hundeködern. Die Gemeinde sucht Zeugen und gibt Hundehaltern Tipps.

In Thalmassing legten Unbekannte in der Vergangenheit mehrfach Giftköder aus. Symbolfoto: Florian Schuh/dpa
In Thalmassing legten Unbekannte in der Vergangenheit mehrfach Giftköder aus. Symbolfoto: Florian Schuh/dpa

Thalmassing.Seit einigen Monaten häufen sich im Bereich Thalmassing Mitteilungen über ausgelegte, möglicherweise vergiftete Hundeköder. Wer derzeit mit seinem Hund im Gemeindegebiet Thalmassing unterwegs ist, sollte laut einer Pressemitteilung der Gemeinde gut auf seinen Schützling aufpassen.

Es sei nicht auszuschließen, dass Unbekannte womöglich wieder Giftköder auslegen, ein Hund sei bereits gestorben. Ausgelegte Hundeköder wurden sichergestellt. Ergebnisse darüber, ob es sich tatsächlich um vergiftete Köder handelt, stehen bislang noch aus. Personen die Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich umgehend mit der Gemeindeverwaltung Thalmassing unter Tel. (09453) 9 93 40 oder per E-Mail an gemeinde.thalmassing@thalmassing.de in Verbindung zu setzten. Die Tierschutzorganisation Peta hat laut einer Pressemitteilung eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Vorfälle führen.

Hund vorbeugend trainieren

Die Gemeinde rät Hundebesitzern, den Hund so zu erziehen, dass er grundsätzlich nichts von Wegen, Straßen oder dem eigenen Garten aufnimmt. Es empfiehlt sich, dies in einer Hundeschule zu trainieren. Die mit Gift oder Rasierklingen sowie Glasscherben gespickten Wurststückchen oder Leckerlis werden meist an beliebten Gassistrecken ausgelegt.

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Falls der Verdacht besteht, der Hund könnte einen Giftköder geschluckt haben appelliert die Gemeinde daran, keine Zeit zu verschwenden und sofort zum Tierarzt zu gehen. Selbstmedikation ist nicht zu empfehlen. Erste auffällige Anzeichen sind unter anderem häufiges Erbrechen, (blutiger) Durchfall, Blut aus dem Maul, niedrige Körpertemperatur, übermäßiges Hecheln, Speichelfluss, blasse Schleimhäute, Torkeln, veränderte Pupillen und Teilnahmslosigkeit. Je nach Giftart können die Symptome auch Tage später auftreten.

Hundehassern droht Freiheitsstrafe

Laut Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Verstöße werden mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet. Tierhalter sollten zeitnah Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten und sich auf Paragraph 17 und 18 des Tierschutzgesetzes beziehen.

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