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Feierstunde

Gewerbepark ist Erfolgsgeschichte

Am 14. Januar 2010 wurde der Vertrag zwischen Wörth und Wiesent unterzeichnet. Seit zehn Jahren läuft es wie am Schnürchen.
Von Walter Schiessl

Spatenstiche vor Betriebsansiedelungen gab es immer wieder im Gewerbepark. Foto: lbi
Spatenstiche vor Betriebsansiedelungen gab es immer wieder im Gewerbepark. Foto: lbi

Wörth.Vor genau zehn Jahren wurde der Zweckverband Wörth-Wiesent ins Leben gerufen, um das interkommunale Ziel der beiden Gemeinden zu verwirklichen. Geschaffen wurde nahe der Autobahnauffahrt Wörth-Ost zunächst ein Gewerbegebiet auf einer Fläche von 16 Hektar, das 2018 restlos verkauft war, im vergangenen Jahr wurde das Gebiet noch einmal fast verdoppelt, der Verkauf dieses Terrains läuft im Augenblick. Die Verantwortlichen feiern diesen Erfolg am Donnerstag um 19 Uhr im Wörther Bürgerhaus mit einer Festveranstaltung, bei der Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Festansprache hält.

Stattliche Gebäude wurden aus dem Boden gestampft, meist für produzierende Betriebe. Foto: Peter Luft
Stattliche Gebäude wurden aus dem Boden gestampft, meist für produzierende Betriebe. Foto: Peter Luft

Am 14. Januar 2010 war es offiziell geworden, als die beiden Bürgermeister Anton Rothfischer und Hans Rösch einen Vertrag unterschreiben, nachdem die längere Zeit dauernden Vorarbeiten von den beiden Gemeinden geleistet worden waren. „Die interkommunale Zusammenarbeit haben wir damit schriftlich besiegelt“, freuten sich die beiden Amtsinhaber nach getaner Arbeit. Beschlossen wurde damals, dass die Planung und Verwaltung des Gewerbegebiets vom Wiesenter Verwaltungsleiter Klaus Eschbach geleitet wird und Wörth dafür an Wiesent eine Summe zu bezahlen hat. Der Vorsitz des Zweckverbands sollte in einem Turnus von drei Jahren wechseln. Zunächst musste das Areal, das zur Stadt Wörth gehörte, aber mit dem Autobahnanschluss an der Abfahrt Wörth-Ost eine ideale Zufahrt hatte, erschossen werden.

Kooperation ausgezeichnet

Die Zusammenarbeit der beiden Gemeinden wurde auch nach dem Rücktritt von Hans Rösch und der Neuwahl von Elisabeth Kerscher ungetrübt fortgesetzt. Erste Werbemaßnahmen fruchteten 2012, als sich erste Interessenten im Gewerbepark einkauften. Der damalige Wirtschaftsminister Martin Zeil nahm die Kooperation der zwei Gemeinden zum Anlass, sie mit einem Sonderpreis für die Schaffung von freundlichen Rahmenbedingungen für Wirtschaftsbetriebe auszuzeichnen.

Seit Ende 2010 lenken Elisabeth Kerscher und Anton Rothfischer den Zweckeverband. Foto: lat
Seit Ende 2010 lenken Elisabeth Kerscher und Anton Rothfischer den Zweckeverband. Foto: lat

Die Nachfrage nach Teilen des Geländes wuchs ständig. Unter anderem entstanden Ansiedelungen einer Aral-Tankstelle, einer McDonald’s-Filiale, des Autohändlers Hünn, der Anhänger-Firma Stedele, einer Computer-Firma Apsis, aber auch kleinere Betriebe wie ein Kaminkehrer-Betrieb, ein Autotuner, der Baumaschinen-Verkäufer Knur fanden eine Heimat. Angesiedelt hat sich auch ein Regensburger Maschinenbauer. Mit dem Unternehmen des Bauunternehmers, der seinen Firmensitz von Brennberg nach Wörth-Wiesent verlagerte, kam ein weiteres Schwergewicht hinzu. Die Flächen waren schließlich 2018 allesamt veräußert, so dass sich der Zweckverband Gedanken über eine Erweiterung des Geländes zu machen hatte.

Vorteile: Direkter Autobahnanschluss und günstige Preise

Wo jetzt schon viele Betriebe produzieren, war 2010 noch eine fast leere Fläche. Das änderte sich schnell. Foto: Schießl
Wo jetzt schon viele Betriebe produzieren, war 2010 noch eine fast leere Fläche. Das änderte sich schnell. Foto: Schießl

„Alle Beschlüsse waren einstimmig“, sagen die Verantwortlichen heute. Und im August 2018 wurde der Weg für die Erweiterung des 2. Teils des Gewerbeparks geebnet. Um gut 100 000 Quadratmeter wurde die Fläche erweitert, erschlossen wurde dieser Bereich bis zum Jahresende. Und auch von diesem Areal ist wiederum schon fast die Hälfte weg. „Es läuft wirklich gut“, sagt Klaus Eschbach, der Geschäftsführer des Gewerbeparks Wörth-Wiesent. Er begründet dies mit einer Top-Lage zwischen den Städten Regensburg und Straubing, einem Autobahnanschluss unmittelbar an der Haustüre und den günstigen Preisen. Die ersten Ansiedler hatten 53 Euro für den Quadratmeter zu zahlen, heute müssen die Käufer 80 Euro auf den Tisch blättern, zuzüglich der Kosten für Notar und Grunderwerbssteuer. Hinzu kommt auch noch ein Betrag für die Wörther Kläranlage.

Eine gelungene Mischung

Jetzt wird die Ansiedlung eines Teils des Produktionsbetriebs Schiegl aus Brennberg vermeldet und weitere Aspiranten stehen in der Warteschleife. „Aber wir nehmen nicht jeden“, sagt Klaus Eschbach, der darauf schaut, „dass die Unternehmen auch gut zu uns passen.“ Der Gewerbepark sei jetzt schon ein gelungenes Werk, sind sich alle Verantwortlichen einig, denn die gesunde Mischung mache den erfolg aus.

Am Donnerstag gibt es eine Feierstunde, bei der der Zweckverband an seine Gründung vor zehn Jahren erinnern will. Das wird die stellvertretende Zweckverbandsvorsitzende Elisabeth Kerscher machen, bevor dann Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Festansprache halten und Landrätin Tanja Schweiger und der Wörther Bürgermeister Anton Rothfischer Grußworte sprechen werden. Danach werden alte Erinnerungen ausgetauscht.

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