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Wirtschaft

Gewerbepark wird Erfolgsgeschichte

Von den 160 000 Quadratmetern ist nur noch ein knappes Drittel zu haben. Die interkommunale Zusammenarbeit von Wörth und Wiesent trägt Früchte.
von walter schiessl, mz

Von den 160 000 Quadratmetern des Gewerbeparks ist nur noch knapp ein Drittel zu haben. Foto: Schießl

wörth/Wiesent.Der Bau des Gewerbeparks Wörth-Wiesent hat sich längst zur Erfolgsgeschichte entwickelt. „Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Klaus Eschbach, der die Planungs- und Organisationsarbeiten für den Zweckverband koordiniert und auch verrichtet. Nur noch ein Drittel der 160 000 Quadratmeter großen Fläche nahe der Autobahnauffahrt Wörth-Wiesent sei noch zu haben.

Die Firmen beweisen Interesse

Geht es mit dem Verkauf so flott weiter wie bisher, müssten sich die Kosten für die Erschließung des Areals in vier Jahren amortisiert haben, sagt Eschbach und bricht eine Lanze für das Gewerbegebiet, das man zusammen mit der Stadt Wörth auf deren Areal, das aber nahe in Wiesent liegt, erschlossen habe. „Dafür bekamen wir sogar den Bayerischen Qualitätspreis 2013 als Sonderpreis für besonders wirtschaftsfreundliche und innovative Kooperationsprojekte mehrerer Kommunen mit Modellcharakter“, sagt er. Das habe nicht nur die beiden Bürgermeister Anton Rothfischer und Elisabeth Kerscher riesig gefreut, auch in den beiden Gemeinderäten nahm man die hohe Auszeichnung mit großer Genugtuung zur Kenntnis.

Die Vorbereitungen für das gemeinsame Projekt liefen 2010 an. Der Zweckverband wurde sogar schon 2009 gegründet. Damals war in Wiesent noch Hans Rösch am Ruder,der zusammen mit Anton Rothfischer den Vertrag der beiden Gemeinden für den neuen Gewerbepark unterzeichnete. Die Kosten für die Erschließung der 160 000 Quadratmeter großen Fläche wurden mit zwei Millionen Euro veranschlagt.

Finanziert wurde das Vorhaben von der Firma Bayerngrund. Abgewickelt werden sollte das Projekt über den Verkauf der Grundstücke. Sollte eine Restsumme übrig bleiben, wird diese im Verhältnis 60:40 von Wörth und Wiesent umgelegt. Weiter wurde damals beschlossen, dass der Zweckverband der Gemeinde Wiesent im Monat 1000 Euro für die Verwaltungsarbeiten überweist. Als erste Werbemaßnahmen ließ man ein großes Schild an der Autobahn platzieren und legte zahlreiche Flyer aus. „Neben dem nahen Autobahnanschluss haben wir mit 53 Euro einen niedrigen Quadratmeterpreis“, konstatierte Eschbach, der im Spätherbst 2011 mit dem Autohändler Hünn einen ersten Ansiedler vermelden konnte. Der Unternehmer hat inzwischen weitere 6000 Quadratmeter erworben. Neben den reinen Erschließungskosten haben die Ansiedler noch Kosten für eine Regenwasserzisterne, den Beitrag für die Kläranlage, Vermessungskosten, Notargebühren und die Grunderwerbssteuer zu tragen.

Nach Auto Hünn siedelten der Tankkonzern Aral, McDonald‘s und der Anhängerbauer Stedele an. Bald kamen der Wiesenter Elektrounternehmer Ehehalt, der Schornsteinfeger Günther Lex hinzu und schließlich kaufte auch der Wörther Computerbetrieb „Apis“ eine größere Fläche. Der Brennberger Multi-Unternehmer Ernst Aumer vermeldete erst unlängst sein Vorhaben, seine Firmen auf einem fast 19 000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbepark anzusiedeln.

Stärkung der Region

Als nächstes will Ettl Motorsport eine Werkstatt mit Büro und Einliegerwohnung im Gewerbepark errichten. Über das Thema berät der Zweckverband bei seiner nächsten Sitzung am Mittwoch. „Wir gehen davon aus, dass der Betrieb die Erlaubnis zum Ansiedeln erhält“, macht Klaus Eschbach klar.

„Die Stärkung der regionalen Wirtschaft ist ein wichtiger Faktor, um den ländlichen raum zukunftsfähig zu machen“, sagte Klaus Eschbach immer wieder. Für die Gemeinden Wörth und Wiesent beginnt die Zeit, in der die interkommunale Zusammenarbeit Früchte trägt. „Es ist schön, dass man sieht, die Auszeichnung wurde nicht umsonst an uns vergeben, sondern man kann deren Sinn jetzt schon am Gewerbepark erkennen“, sagt Klaus Eschbach.

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