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Kirche

Gott zu den Menschen gebracht

Direktor Joseph König wurde als Seelsorger in der Pfarrei Pielenhofen verabschiedet. Der Pfarrer geht, die Eigenständigkeit der Pfarrgemeinde bleibt erhalten.
Von Martina Neu, MZ

  • Direktor Joseph König feierte mit Pfarrer Alexander Huber seinen letzten Gottesdienst in der Klosterkirche.
  • Zur Erinnerung überreichte Bürgermeister Reinhold Ferstl den Ehrenring an den scheidenden Seelsorger.
  • Zeit blieb natürlich auch für ein paar persönliche Abschiedsworte. Fotos: Neu
  • Ein Prosit auf einen ruhigen Ruhestand.
  • Direktor Joseph König zog in seiner letzten Predigt ein Resümee.

PIELENHOFEN. Ein voll besetztes Gotteshaus bei seinem letzten Gottesdienst, der Feier des Dankes in einer Pfarrgemeinde, was kann sich ein Priester mehr wünschen. Die Pfarrgemeinde Pielenhofen enttäuschte ihren Priester nicht, der von nun an im Kloster Mallersdorf neue Aufgaben übernimmt.

Umrahmt wurde der Abschlussgottesdienst von Wolfgang Sigler an der Orgel und einem speziell für diesen Tag zusammengestellten Soloquartett. Alexander Huber, ein gebürtiger Pielenhofener, jetzt Pfarrer von Lappersdorf, feierte den Gottesdienst in Konzelebration mit seinem Ziehvater.

Mitarbeit ist gefordert

Direktor König dankte bei seinem Abschied nicht nur der Pfarrgemeinde für die tolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, sondern auch Gott für seine Güte, wenn er ihm auch in letzter Zeit kleine Steine in den Weg gelegt habe. Den Pfarrangehörigen gab er mit auf den Weg, dass sie auch künftig zusammenhalten sollten, denn je weniger man von einem Priester betreut werde, desto mehr ist der Einzelne aufgefordert mitzuarbeiten.

Alexander Huber oblag die ehrenvolle Aufgabe, Direktor König von geistlicher Seite zu verabschieden. Huber gratulierte zuerst zum Geburtstag. Joseph König feierte bei seiner Verabschiedung seinen 69. Und wer König kennt, der weiß, dass er kein großes Aufhebens um seine Person macht. „Aber das musst Du heute mal ertragen“, merkte Huber schmunzelnd an. Er beschrieb König als einen Priester, der mit den Fröhlichen gelacht und mit den Trauernden geweint habe. Viele Jahre habe er versucht, Gott zu den Menschen zu bringen.

„Sie dürfen Pielenhofen mit Zuversicht verlassen.“

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Küffner sagte: „Vieles von dem, was in den über zwei Jahrzehnten hier entstanden ist, wird bleiben. Mit Ihrem Weggang wird diese Pfarrei nicht aufgelöst, sondern weitergeführt und bleibt in ihrer Eigenständigkeit erhalten, auch wenn es zu einer Pfarreigemeinschaft, zunächst mit Pettendorf und dann mit Wolfsegg, kommt. Sie dürfen Pielenhofen mit Zuversicht verlassen.“

Bürgermeister Reinhold Ferstl dankte dem scheidenden Seelsorger, mit all seinen Ecken und Kanten, aber auch mit Witz, Charme und Charisma, für seine hervorragenden und bewegenden Predigten, der auch schon einmal das Damoklesschwert auspacken konnte, wenn der Gottesdienstbesuch nicht seinen Vorstellungen entsprach, so Ferstl. Er stellte aber auch fest, wenn jemand in seinem Beruf aufgeht, spricht man von Berufung, und dies sei bei Direktor König der Fall. „Denn Pfarrer werden und auch bleiben nur Menschen, die überzeugt sind, auf dem richtigen Weg zu sein“, so Ferstl. Damit ihm seine langjährige Wirkungsstätte in guter Erinnerung bleibt, überreichte er an König den Ehrenring der Gemeinde.

Abschied in gemütlicher Runde

Joseph König war von den vielen Glückwünschen sehr angetan und lud seine Pfarrgemeinde ein, ihn in Mallersdorf zu besuchen. Musikalisch umrahmt wurde die weltliche Feier im Klosterhof von der Gruppe „Trotzdem“ und der Kapelle Schießl. In gemütlicher Runde konnten sich die Pfarrangehörigen von ihrem Seelsorger verabschieden.

Königs Wirken in Pielenhofen

Direktor Joseph König verlässt die Pfarrei Pielenhofen nach 22 Jahren und übernimmt neue Aufgaben im Kloster Mallersdorf.

König war für die Grundschule der Regensburger Domspatzen zuständig. Zugleich betreute er die Pfarrangehörigen seelsorgerisch.

Während seiner Zeit als Direktor der Domspatzen-Grundschule wurde diese vierzügig. Bereits ab der Einschulung konnten Schüler aufgenommen werden.

Die Pfarrei Pielenhofen gehört künftig zur Pfarreiengemeinschaft Pettendorf.

Als Anerkennung für sein Wirken wurde König der Ehrenring der Gemeinde Pielenhofen überreicht.

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