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Feuer

Großbrand in Eggmühl zerstört Dachstuhl

In der Nacht zum Sonntag bricht in der Lagerhalle eines Maschinenherstellers Feuer aus. Der Schaden liegt bei 300 000 Euro.
Von Norbert Lösch und Stefan Gruber, MZ

  • In Eggmühl ist in der Nacht zum Sonntag eine Lagerhalle abgebrannt. Foto: Gruber
  • Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus dem südlichen Landkreis war im Einsatz. Foto: Gruber
  • Wertvolle Maschinenteile lagerten vor der Halle. Foto: Gruber
  • Auch Nebengebäude wurde in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Gruber
  • Rund 180 Feuerwehrleute kämpften gegen das Feuer. Foto: Gruber
  • Mit zahlreichen Scheinwerfern wurde der Brandort ausgeleuchtet. Foto: Gruber
  • Der Dachstuhl der Halle war nicht mehr zu retten. Foto: Gruber
  • Atemschutztrupps machten sich auf die Suche nach letzten Glutnestern. Foto: Gruber

Eggmühl.Am Tag nach einem Großbrand in Eggmühl gibt es noch keine Hinweise auf die Ursache. Am späten Samstagabend war der Brand der höchsten Alarmierungsstufe B4 in einer Halle ausgebrochen, in der die Firma Holmer, mittlerweile unter französischer Flagge segelnder Spezialhersteller von Erntemaschinen, Ersatzteile und Paletten gelagert hatte. Das Dach der Halle wurde weitgehend ein Raub der Flammen, 180 Feuerwehrmänner aus dem Großraum Schierling verhinderten Schlimmeres.

Gegen 22.30 Uhr hatte der Sohn des Eigentümers der Lagerhalle das Feuer entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Die örtlichen Einsatzkräfte forderten angesichts des Ausmaßes des Brands sofort Verstärkung an, die nach und nach aus Schierling, Rogging, Hagelstadt, Mallersdorf, Langquaid und weiteren umliegenden Orten eintraf. „Die Feuerwehren waren mit 180 Mann vor Ort“, sagte der für den südlichen Landkreis zuständige Kreisbrandmeister Wilfried Hausler am Sonntag unserer Zeitung.

„Betondecke hat hergehalten“

Da die Halle normalerweise von großen Lastwagen angefahren wird, sei die Erreichbarkeit des Brandobjekts auch für Drehleiter-Fahrzeuge der Wehren völlig unproblematisch gewesen. Der Dachstuhl war trotzdem nicht mehr zu retten. „Ob ein Totalschaden der Scheune vorliegt, kann ich nicht sagen, das müssen Sachverständige klären“, sagte Hausler. Zwischen dem Dach und dem unteren Teil der Halle habe eine massive Betondecke verhindert, dass die eingelagerten Maschinenteile noch ärger in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Die hat hergehalten“, so der Kreisbrandmeister, der selbst erst um vier Uhr in der Früh wieder zu Hause war. Und was noch viel wichtiger war: „Es war von Anfang an klar, das weder Menschen noch Tiere in Gefahr sind.“

Noch in der Nacht nahmen Ermittler der Kripo die Suche nach der Brandursache auf. Ein Sprecher des Regensburger Polizeipräsidiums konnte am Sonntag dazu noch keine Angaben machen. Die Höhe des bei dem Großbrand entstandenen Schadens werde aktuell auf 300 000 Euro geschätzt.

Der Umzug war schon angepeilt

Die etwa 45 mal 20 Meter große Lagerhalle wird von der Firma Holmer nur noch vorübergehend genutzt. In absehbarer Zeit will das Maschinenbauunternehmen, das mittlerweile der französischen Eigentümerfamilie Ballu gehört, auch mit dem Ersatzteillager in das neue Gewerbegebiet Am Birlbaum an der B 15 neu umziehen.

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