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Engagement

Große Bescherung für die Tafel

Die Stadt Neutraubling und weitere Spender ließen der Hilfseinrichtung kurz vor dem Fest Spenden zukommen.
Von Petra Schmid

Bürgermeister Heinz Kiechle brachte bei seinem Besuch der Neutraublinger Tafel unter anderem hundert Päckchen Kaffee mit.  Foto: Zimmer
Bürgermeister Heinz Kiechle brachte bei seinem Besuch der Neutraublinger Tafel unter anderem hundert Päckchen Kaffee mit. Foto: Zimmer

Neutraubling.Für die Festtage werden häufig besondere Leckerbissen oder besondere Lebensmittel eingekauft. Meist steht an den Weihnachtstagen eine Ente, Gans oder ein edler Fisch auf dem Speisenplan. Vor den Feiertagen greift man normalerweise zur Geldbörse und geht einkaufen – Biomarkt, Gemüsehändler oder Discounter, je nach Gusto. Für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und deren Monatsbudget knapp ist, ist dies nicht so einfach.

In Neutraubling gibt es eine Einrichtung, die hier unter die Arme greift, die „Neutraublinger Tafel“. Donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr werden im Pfarrheim St. Gunther Lebensmittel für Bedürftige ausgegeben. Gerda Stärk, die die Neutraublinger Tafel leitet, und ihre Mitarbeiter bieten diesen sozialen Service schon seit mehr als zehn Jahren.

Emotionale Augenblicke

Die Tafel ist eine günstige Lebensmittel-Anlaufstelle für finanziell benachteiligte Bürger. Dank der Spendenbereitschaft zahlreicher Firmen und Geschäfte aus Neutraubling und der näheren Umgebung ist es möglich, frische und haltbare Lebensmittel für einen symbolischen Preis an die Kunden verteilen. Neben den Geschäften gibt es auch Privatpersonen aus dem Landkreis, die die Tafel mit Sach- und Geldspenden unterstützen, erzählte Stärk. Kurz vor dem Weihnachtsfest habe sie einige sehr emotionale Augenblicke erlebt und sich zusammen mit ihrem Team über etliche Spenden gefreut.

Zum einen stattete Bürgermeister Heinz Kiechle der Neutraublinger Tafel zur Weihnachtsbescherung einen Besuch ab. Er kommt traditionell am letzten Ausgabetag vor Weihnachten beim Team vorbei. Und der Rathauschef kommt nicht mit leeren Händen, sondern bringt für die „Kunden“ der Einrichtung auch etwas mit. Heuer hatte er wieder hundert Päckchen Kaffee dabei.

Aktion

Ein Festessen für Regensburgs Bedürftige

Strohhalm, Tafel und das Kolpinghaus haben mehr als 300 Bedürftige bewirtet. Stadträte und die Bürgermeisterin bedienten.

Gerade solche Lebensmittel seien etwas Besonderes und vor den Festtagen ein tolles Geschenk. Heuer habe sie den Kunden wirklich ein Festtagspaket bieten können, freute sich Stärk, denn ein großzügiger Bürger habe hundert Stangen Salami spendiert. „Wenn jeder eine Kleinigkeit bringt, ist uns viel mehr als nur geholfen.“

Weihnachtsessen gestiftet

Dass es sogar einen Festtagsbraten bei Familien gibt, die ihn sich sonst nicht hätten leisten könnten, sei Arsim Gajraku, dem Inhaber der Vereinsgaststätte des TSV Neutraubling zu verdanken, erzählt Stärk stolz. Denn heuer habe er bereits zum zweiten Mal für jeden Kunden der Tafel ein herzhaftes Weihnachtsessen gestiftet. Der Gastronom stellte dafür Knödelteig, Blaukraut und eine Tiefkühlente zur Verfügung. Auch die Nachbargemeinden Barbing, Obertraubling, Mintraching und Pfatter würden die Neutraublinger Tafel unterstützen, erklärte die Leiterin.

Bürgermeister Kiechle dankte Stärk und allen Helfern für ihr Engagement, das nicht selbstverständlich sei. Die Helfer jedes Alters würden wöchentlich anpacken und seien mit viel Herzblut bei der Sache, hob er hervor.

Viele Unterstützer

  • Sozialfonds:

    Die Stadt erhält immer wieder Spenden von Firmen und Einrichtungen, die keine konkrete Bestimmung haben, aber für einen sozialen Zweck bestimmt sind.

  • Empfänger:

    Heuer spendierte die Stadt zusätzlich zu dem alljährlichen Kaffee 200 Euro aus dem „Sozialen Topf“ für die Tafel. Ebenso wurden die Kleiderstube und Eltern-Kind-Gruppen jeweils mit derselben Summe bedacht.

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