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Natur

Haidpark: Zweiter Abschnitt ist fertig

Mit dem Park wurde im Herzen Neutraublings eine grüne Oase geschaffen. Der zweite Bauabschnitt wird am Sonntag eingeweiht.
Von Petra Schmid

Am Haidpark wird noch eifrig gearbeitet – die neuen Wege erhalten den letzten Schliff. Foto: Theresia Luft
Am Haidpark wird noch eifrig gearbeitet – die neuen Wege erhalten den letzten Schliff. Foto: Theresia Luft

Neutraubling.Die Stadt Neutraubling schafft mit dem Haidpark an der Haidauer Straße eine grüne Oase in der Mitte der Stadt. „Ein weiteres großes Stück Lebensqualität ist für den Menschen und Lebensraum für die Natur entstanden“, freuen sich die Stadtverantwortlichen. Am Sonntag, 15. September, 14 Uhr, findet inmitten des Haidparks die offizielle Eröffnungsfeier statt. Bürgermeister Heinz Kiechle lädt mit dem Stadtrat zur Einweihung des Haidparks im Rahmen einer kleinen Feier mit Segnung durch evangelische Pfarrerin Ingrid Koschnitzke und ihren katholischen Amtskollegen Pfarrvikar Pascal Olivier Angue ein.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgen die Moosgrab’ntaler Musikanten. Falls die Besucher bei ihrem Spaziergang durch den Park Hunger bekommen, können sie sich mit Bratwurst- und Käsesemmeln stärken, die von der Fußballabteilung des TSV angeboten werden. Zudem sorgen die Fußballer auch für Getränke, kündigt Kiechle an.

Einheimische Gehölze auf 6,2 Hektar

In der Mitte des Parks gibt es für Veranstaltungen eine kleine Küche mit Kühlschrank. Vereine oder Organisationen können hier Getränke oder einen Imbiss zubereiten. Die Küche ist nur zu Veranstaltungen geöffnet und kann beispielsweise auch von Schulklassen genutzt werden. Foto: Theresia Luft
In der Mitte des Parks gibt es für Veranstaltungen eine kleine Küche mit Kühlschrank. Vereine oder Organisationen können hier Getränke oder einen Imbiss zubereiten. Die Küche ist nur zu Veranstaltungen geöffnet und kann beispielsweise auch von Schulklassen genutzt werden. Foto: Theresia Luft

Zu sehen gibt es allerhand, denn beide Abschnitte des Haidparks umfassen schließlich eine Fläche von rund 6,2 Hektar. Seit der Eröffnung des ersten Bauabschnitts der Parklandschaft im Mai vergangenen Jahres konnte inzwischen auch der zweite Bauabschnitt fertiggestellt werden. Zu finden sind in der „grünen Lunge“ Waldgehölze. Wert wurde vor allem auf einheimische Gehölze gelegt: Waldkiefern, Solitär Laubbäume, Stauden und auch jahreszeitlich bedingte Blühpflanzen.

Natur

Hitze setzt Haidpark in Neutraubling zu

Die anhaltenden hohen Temperaturen machen den Pflanzen zu schaffen. Die Pracht des neu angelegten Stadtparks ist in Gefahr.

Während die Besucher in dem einen Teil der Parklandschaft schon flanieren und spazieren, wird im neuen Abschnitt noch fleißig gewerkelt. Die Landschaftsgärtner legen letzte Hand an, um das Naturparadies inmitten der Wirtschaftsstadt zu schaffen. Auch schweres Gerät ist noch im Einsatz, um beispielsweise die Spazierwege „just in time“ zu erstellen. Der eine oder andere Parkbesucher bleibt stehen, um ein wenig bei den Arbeiten zuzusehen.

Im Haidpark ist ein Wegweiserschild auf die Partnerstädte Geretsried, Traunreut und Waldkraiburg. Dies sind neben Neutraubling die Vertriebenenstädte Bayerns, die nach Kriegsende 1945 gegründet wurden. Auf dem Wegweiser stehen Entfernung und Koordinaten. Foto: Theresia Luft
Im Haidpark ist ein Wegweiserschild auf die Partnerstädte Geretsried, Traunreut und Waldkraiburg. Dies sind neben Neutraubling die Vertriebenenstädte Bayerns, die nach Kriegsende 1945 gegründet wurden. Auf dem Wegweiser stehen Entfernung und Koordinaten. Foto: Theresia Luft

Mit einer Kuriosität macht der Neutraubinger Park auf sich aufmerksam: Der erste und zweite Teil des Parks stoßen nicht direkt aneinander, sondern werden von einem Maisfeld getrennt. Der Weg führt um die landwirtschaftliche Fläche, die sich nicht im Besitz der Stadt befindet, herum und mündet im zweiten Teil des Parks.

Beim Rundgang, den Rathauschef Kiechle vorab ermöglichte, geriet er förmlich ins Schwärmen. Schön langsam werde der Park schon. Man müsse bei so einem Projekt natürlich Geduld haben, denn so richtiger Wald mit großen Bäumen, sei freilich erst in Jahrzehnten zu sehen, erklärte er. Eine Besucherin des Parks, sprach ihn lobend an und meinte: „Es ist ein schöner Park geworden und ich bewundere die Pflanzen.“ Er habe darauf entgegnet, es gehe ihm auch so, man gehe hinein und sei zwar mitten in der Stadt, aber trotzdem in einer anderen Welt, abgeschieden von der Außenwelt, fasste Kiechle zusammen.

Sicherheitsdienst dreht nachts seine Runden

Auch auf Rückzugsmöglichkeiten für Tiere wurde geachtet. Im Park sind Vogelhäuschen und Ansitze für Raubvögel zu finden. Bastler sollen ihre Häuser nicht selbst aufhängen, sondern nach Rücksprache bei der Stadt abgeben, dann werden sie aufgestellt. Foto: Theresia Luft
Auch auf Rückzugsmöglichkeiten für Tiere wurde geachtet. Im Park sind Vogelhäuschen und Ansitze für Raubvögel zu finden. Bastler sollen ihre Häuser nicht selbst aufhängen, sondern nach Rücksprache bei der Stadt abgeben, dann werden sie aufgestellt. Foto: Theresia Luft

Dass auch alles möglichst lange so bleibt, liegt der Stadt am Herzen, weshalb auch nachts ein Sicherheitsdienst dort seine Runden dreht. Der Rathauschef selbst hat den Park in seine Laufstrecke integriert und ist hier mit offenen Augen unterwegs. Mutwillig verursachte Schäden habe er noch nie festgestellt. Auch merke man, dass die öffentliche Toilette benutzt und in akzeptablem Zustand wieder verlasse werde. Daran merke man, dass die Neutraublinger ihren Haidpark zu schätzen wissen.

Erholung

Neutraubling stürmt den Park

Bereits zur Eröffnung des Geländes standen die Bürger dicht an dicht. Der zweite Bauabschnitt wird bald ausgeschrieben.

Nicht nur aus den angrenzenden nahen Wohngebieten kämen die Liebhaber des Parks, sondern in Gesprächen mit Neutraublinger Unternehmen habe er erfahren, dass der eine oder andere Mitarbeiter hier gerne seine Mittagspause verbringe und ein wenig relaxen würde.

Es sei bereits bei der Planung ein Anliegen gewesen, dass sich in der Parklandschaft nicht nur alle Generationen wohlfühlen würden, sondern auch nach Möglichkeit alle Besucher zu ihrem Recht kommen. Die Wege seien so ausgerichtet worden, dass sowohl Familien mit Kinderwagen, als auch jemand, der auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, hier die Natur genießen kann. Für die Läufer gibt es spezielle Wegführungen, die mit Hackschnitzel ausgestattet sind und für ein angenehmes Laufgefühl sorgen. Zu Eröffnung am Sonntagnachmittag könne sich jeder ein persönliches Bild davon machen, lädt Bürgermeister Kiechle ein.

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