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Verkehr

Harter Schlag für östlichen Landkreis

Im Interview spricht Tanja Schweiger über die negativen Auswirkungen der Absage an die Ostumfahrung nach Neutraubling.
Von Michael Jaumann

Landrätin Tanja Schweiger Archivfoto: Tino Lex
Landrätin Tanja Schweiger Archivfoto: Tino Lex

Regensburg.Was für eine Rolle spielt bei der geplanten Ostumfahrung Niedertraubling der Stich nach Neutraubling?

Die Trassenführung wurde so gewählt, dass der Verkehr, der aus dem Süden über die B 15 alt kommt, über eine neue Zufahrt zur Staatsstraße 2111 in Niedertraubling führt und von dort in einem Viertelkreis bis zur Kreuzung Realschule/McDonald’s geführt wird. Da von den auf dieser Straße prognostizierten rund 16 000 Autos etwa 8800 direkt nach Neutraubling möchten, war von Anfang an geplant, diese direkt über einen Stich nach Neutraubling zu führen. Insgesamt nutzen den Stich laut Verkehrsgutachten rund 12 000 Autos. Für die dann noch 4000 Autos, die an der Kreuzung Realschule Obertraubling /McDonald’s ankommen, ist eine Kreuzung ohne Brücke oder Unterführung ausreichend. Die restlichen gut 3000 Fahrzeuge, die über den Stich kommen und nicht direkt nach Neutraubling wollen, nutzen die Südumgehung, um die östlichen Bereiche von Neutraubling oder auch Barbing zu erreichen.

Lockt der Stich mehr Verkehr auf die Neutraublinger Umgehung?

Aktuell ist die Südumgehung bereits mit 1600 Fahrzeugen als Durchgangsverkehr belastet. Die von der Stadt Neutraubling vorgebrachte nachvollziehbare Befürchtung, Umleitungsverkehre auf die Neutraublinger Südumgehung zu lenken, wurde in mehreren Gutachten untersucht, fand aber keine Bestätigung. Es wurde immer wieder deutlich, dass die aktuelle Situation beim Knoten an der Realschule/McDonald’s deutlich entlastet wird und die Fahrzeuge mit dem Ziel Neutraubling komfortabler, weil direkt, Neutraubling erreichen können. Klar war von Anfang an, dass sie nur mit dem Stich funktioniert. Der Kreistag hat diese Planung 2012 in öffentlicher Sitzung gutgeheißen.

Was bedeutet die einstimmige Ablehnung im Stadtrat?

Das ist ein harter Schlag für die Verkehrsentwicklung im östlichen Landkreis. Der Beschluss des Stadtrats stoppt vorerst die Planungen für die Ostumfahrung Niedertraubling. Schade, dass der wirtschafts- und einwohnerstarke Standort Neutraubling – mit den meisten Arbeitsplätzen im Landkreis, den zweitmeisten Einwohnern und den größten Einkaufsmöglichkeiten – nach dem jetzigen Stand weiterhin aus dem Süden eine nicht angemessene Erreichbarkeit behält. (jn)

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