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Unterhaltung

„Heiße Nummer“ feierte Premiere

Die Regenstaufer waren vom Bühnenstück des OVIGO-Theaters restlos begeistert. Requisiten und Kostüme regten die Fantasie an.
Von Petra Schmid

Die nötige Ausstattung, um für das Liebesgeflüster in Stimmung zu kommen, haben sich „Lady Sarah“ und „Maja“ schon besorgt.  Foto: Petra Schmid
Die nötige Ausstattung, um für das Liebesgeflüster in Stimmung zu kommen, haben sich „Lady Sarah“ und „Maja“ schon besorgt. Foto: Petra Schmid

Regenstauf.Wer den Kinofilm „Eine ganz heiße Nummer“ kennt, hat eine Vorstellung, was ihn bei einem gleichnamigen Bühnenstück erwartet. Die Regenstaufer hatten am Samstagabend Gelegenheit, die wohl nicht ganz jugendfreie Komödie in der Jahnhalle zu sehen. Das OVIGO-Theater spielt das Stück von Autorin Andrea Sixt. Diese schrieb die Geschichte im Jahr 2011 für das Kino. Der mittlerweile sehr bekannte Film (unter anderem mit Gisela Schneeberger und Monika Gruber) wurde deutschlandweit ein Erfolg. Kürzlich kam der zweite Teil in die Kinos.

Wer die Theateraufführung in Regenstauf besuchte, wurde mitgenommen auf einen Ausflug, der im wahren Leben spielen könnte. Die drei Frauen, in unterschiedlichen Oberpfälzer Dialekten, lassen das Publikum Einblick in ihre Welt gewinnen – einem kleinen Geschäft, dass eigentlich keinen Umsatz mehr macht. Waltraud, Maria und Lena stecken deshalb in tiefen finanziellen Schwierigkeiten.

Pfiffiges Bühnenbild

Das Ensemble hat sich für das Bühnenbild eine pfiffige Idee einfallen lassen: Mit Drehelementen verwandelt sich innerhalb kurzer Zeit der Lebensmittelladen in die Kirche, den Pfarrsaal und das Wirtshaus. Sogar in einen Sexshop können die Zuschauer quasi mitkommen. Die jeweilige Ausstattung, ob nun Lebensmittel, Kreuz oder Sexspielzeug, wird mittels Magneten in Windeseile ausgetauscht.

Die Darsteller waren nicht nur auf der Bühne zu sehen, sondern traten teilweise aus den Reihen der Zuschauer auf und sogar ein Hund spielt eine kleine Nebenrolle. Lumpi, so heißt er, gehört dem Herrn Pfarrer und während seines „Spaziergangs“ sorgten die Dialoge für Heiterkeit.

Ein Stück für Kinder

  • Termin:

    Am 4. April spielt das OVIGO-Theater in Regenstauf in der Jahnhalle das Stück „Emil und die Detektive“. Das Familienstück ist zwei Mal zu sehen, um 13.30 und um 17 Uhr.

  • Musik:

    Das musikalische Stück für Klein und Groß wird von einer Live-Band begleitet.

  • Karten:

    Unter ovigo-theater.de oder unter okticket.de

Freilich ist der Vierbeiner nicht echt, sondern aus Holz und auf kleinen Rollen unterwegs. Die Lacher für seine Auftritte waren jedenfalls garantiert. Mit dem Echo, das die drei Frauen für ihr „Liebesgeflüster aus der Heimat“ ernteten, konnte Lumpi freilich nicht mithalten. Ganz besonders gut kam die Szene an, als sie sich als Bildungsfahrt für ihre künftige Sex-Hotline in einem Regensburger Sexshop umschauen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten floriert die lustvolle Hotline und unzählige Männer im Dorf werden glücklich.

Die Komödie beschäftigt sich nicht nur mit Tabuthemen und Illusionen darüber, wie es in bayerischen Schlafzimmern so zugeht oder besser nicht zugeht. Das Stück behandelt auch die Hoffnung und den Mut, etwas Neues auszuprobieren, das im scheinbar prüden Umfeld zunächst auf viel Gegenwehr stößt.

Live-Musik zwischen den Szenen

Das Ensemble des OVIGO-Theaters kommt aus der ganzen Oberpfalz und etliche der Darsteller verleugnen auch ihren Dialekt nicht. Mit einer weiteren Besonderheit konnte die Aufführung in Regenstauf in der Jahnhalle aufwarten, es gab nämlich sogar Live-Musik. Zwischen den Szenen sorgten unter anderem Bernhard Zellner (Geige, Regensburg) und Andreas Schopper (Ukulele, Oberviechtach) für Musik und weitere Darsteller für Gesang.

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