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Buch-Vorstellung

Hemau blickt auf lange Brautradition

Bierkeller, Wirtshäuser und Brauereien auf dem Tangrintel stehen im Mittelpunkt eines neuen Buches. Vorstellung ist am Samstag im Gasthaus Deglbauer“.
Von Dietmar Krenz, MZ

Über Jahrhunderte hinweg war das Bier auf dem Tangrintel nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern auch eine bedeutende Einnahmequelle für Brauer, Wirte und die Stadt Hemau selbst. Foto: Herausgeber/Verlag Th. Feuerer

Hemau.Mit einem zünftigen Wirtshausabend im Gasthaus Deglbauer wird am Samstag der zweite Band der „Regensburger Beiträge zur Heimatforschung“ vorgestellt. Herausgeber des 208 Seiten starken und reich bebilderten Buches mit dem Titel „das man hinfüro guettes Pier genueg habe. Brauereien, Wirtshäuser und Bierkeller in Hemau und Umgebung“ sind Ernst Böhm, Dr. Thomas Feuerer und Dieter Schwaiger. Das Druckwerk ist im Verlag „Th. Feuerer“ erschienen.

Das Buch ist zugleich der erste Band der neuen städtischen Reihe „Schriften zur Geschichte der Stadt Hemau und des Tangrintels“, in der künftig regelmäßig heimatkundliche Abhandlungen erscheinen sollen. Die unter www.heimatforschungregensburg.de kostenlos zugängliche online-Version des Buches wird der Hemauer Bürgermeister Hans Pollinger frei schalten. Für die passende musikalische Umrahmung des zünftigen Abends sorgt die Tanzlmusi der Laabertaler Musikanten.

Hemau kann auf eine lange Brautradition zurückblicken. Seit dem 12. Jahrhundert an der viel befahrenen Handelsstraße von Wien über Regensburg und Nürnberg nach Frankfurt gelegen, war die Tangrintelstadt rasch zu einem regionalen Wirtschafts- und Verwaltungszentrum aufgestiegen.

Um die vielen Gäste aus nah und fern versorgen zu können, entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Gastwirtschaften. Um das Jahr 1860 kamen auf 264 Anwesen mit 1416 Einwohnern immerhin 24 Wirtshäuser. Nachdem die meisten Wirte ihr Bier über Jahrhunderte im städtischen Kommunbrauhaus gebraut hatten, wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts nicht nur eine ganze Reihe von neuen Privatbrauereien errichtet, sondern auch neue Sommerbierkeller. Diese entstanden zumeist in Verbindung mit Biergärten und Kegelbahnen.

„Um 1870 war Hemau eine regelrechte Bierstadt mit sage und schreibe zehn Brauereien“, schreibt Bürgermeister Hans Pollinger im Vorwort. Das neue Buch informiert über die Geschichte des Brauwesens der Stadt und in deren Umland (Hohenschambach, Kollersried und Neukirchen). Darüber hinaus bietet es eine reiche Dokumentation der ehemaligen Hemauer Brauereien, Wirtshäuser und Bierkeller.

Nur beim zünftigen Wirthausabend beim „Deglbauer“ kann das Buch zum Sonderpreis von 25 Euro erworben werden. Danach ist es für 29,80 Euro in der „Buchhandlung im Alten Rathaus“ in Hemau oder beim Verlag in Kollersried erhältlich.

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