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Hemaus Freie Wähler mit grünem Profil

Auf Vorwürfe der Untätigkeit reagieren die regionalen FW-Politiker mit einer gewaltigen Auflistung grüner Themen.
Von Bernhard Seiberl

Langanhaltende Diskussionen prägten den Stammtisch der FW (v.l.) mit: Kreisvorsitzender Kelheim Christian Nerb, Ortsvorsitzender Anton Eibl, 2. Bürgermeister Christian Hanika Bad Abbach, Landrätin Tanja Schweiger, Kreisvorsitzender Regensburg Land, Harald Stadler, und MdL Kerstin Radler.  Foto: Bernhard Seiberl
Langanhaltende Diskussionen prägten den Stammtisch der FW (v.l.) mit: Kreisvorsitzender Kelheim Christian Nerb, Ortsvorsitzender Anton Eibl, 2. Bürgermeister Christian Hanika Bad Abbach, Landrätin Tanja Schweiger, Kreisvorsitzender Regensburg Land, Harald Stadler, und MdL Kerstin Radler. Foto: Bernhard Seiberl

Hemau.Allerhand lokale Politikprominenz der Freien Wähler (FW) versammelte sich im Gasthof Ferstl-Bruckmeier zum überregionalen Stammtisch. Auf Einladung der FW Hemau trafen sich die Mitglieder der FW des Landkreises Regensburg und Kelheim zu einem Vortragsabend.

Landtagsabgeordnete Kerstin Radler legte Wert darauf, dass sie keinen „Stadtdünkel“ habe und sehr wohl wisse, was im Landkreis los ist. Die Rechtswissenschaftlerin sprach die Koalitionsarbeit an. Als Koalitionspartner habe man die Möglichkeiten mitzugestalten, auch wenn es oft nur über Kompromisse gehe. Die FW könnten ihr Profil so besser zeigen, auch wenn der Koalitionspartner so manchen Erfolg dann für sich mit beanspruche, so die Abgeordnete.

Naturschutz auf dem Programm

Landrätin Tanja Schweiger ging fast ausschließlich auf Naturschutzprogramme und Maßnahmen zum Umweltschutz ein. „Juradistel“ sei mittlerweile ein Markenname. Vier Landkreise und zwei kreisfreie Städte im Oberpfälzer Jura machten es sich zur Aufgabe, die Kulturlandschaft zu erhalten. Die Anstrengungen gingen weit über die bekannten Qualitätsprodukte wie Juradistellamm oder -rind hinaus. Mit Streuobstwiesen und Verwertung derer Früchte stünden auch künftig Kartoffel- und Getreideprodukte auf der Agenda. Zum kürzlichen Jubiläum in Schönhofen kam Umweltminister Thorsten Glauber und sagte für die kommenden zehn Jahre Unterstützung zu. In der Landschaftspflege komme den Obst- und Gartenbauvereinen eine besondere Bedeutung zu, wenn die ökologischen Bewertungen in den Gärten mit eingebracht würden.

Landrätin verärgert über Kommunikation

In der anschließenden langen Diskussion hakten viele Mitglieder nicht nur bei grünen Themen nach. Mobilität, sozialer Wohnungsbau, die Verkehrsanbindung nach Regensburg mit den notwendigen, aber ausbleibenden „Brückenschlägen“, beschäftigten die Bürger. Die Landrätin stellte klar, auf Wunsch des Landkreises werde man keine Brücke im Regensburger Westen bekommen, es müsse von der Stadt Regensburg gewollt sein. Das sei jedoch bis auf ein paar Ausnahmen bei den Stadträten nicht der Fall.

Gegen die Untätigkeitsvorwürfe in Umweltangelegenheiten von den Betreibern der Facebook Seite „Fridays for Future“ wehrte sich Schweiger vehement. Sie kritisierte deren Weg, mit einem offenen Brief auf der Facebook Seite an die Medien zu gehen, jedoch nicht an die Betroffenen.

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