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Bildung

Hier wird seit 60 Jahren geschmökert

Die Bücherei in Mariä Himmelfahrt in Wiesent feierte ihr Jubiläum. Es gab es viele lobende Worte – und Spenden.
Von Leon Weiss

Das Jubiläum der Bücherei Wiesent wurde gebührend gefeiert.  Foto: Leon Weiß
Das Jubiläum der Bücherei Wiesent wurde gebührend gefeiert. Foto: Leon Weiß

Wiesent.Am vergangenen Sonntag hat das Büchereiteam rund um Gerlinde Striegl zum „Tag der offenen Tür“ in die Wiesenter Gemeindebücherei eingeladen. Von 10.15 Uhr bis 17 Uhr wurde ein facettenreiches Programm angeboten, das viele Wiesenter durch ihren Besuch in der Bibliothek wahrnahmen und zu schätzen wussten.

Morgens startete das Büchereifrühshoppen, dem jeweils um 11 Uhr und um 15:30 Uhr eine Lesestunde durch den Büchereifuchs Felix für die anwesenden Kinder folgte. Um 14 Uhr nachmittags war die offizielle Eröffnung terminiert. „Bevor wir beginnen, möchte ich mich schon mal sehr bei meinem Bib-Team bedanken, ich könnte mir kein besseres vorstellen“, sagte Gerlinde Striegl, die die Bücherei seit ein paar Jahren leitet.

Als 1959 die Gemeindebibliothek, zusammen mit dem damaligen Pfarrer Franz Hartl gegründet wurde, war die Medienanzahl so gering, dass diese in einen Raum untergebracht werden konnten. 1977 entschied man sich schließlich dazu, die Bücherei um ein Stockwerk nach unten zu verlagern, da die Medienanzahl mittlerweile eine beträchtliche Anzahl umfasste, ehe man 1998 wieder in den heutigen Stock zurück zog.

Die Bibliothek beherbergt 5000 verschiedene Medien auf 75 Quadratmetern. Diese werden von 15 Mitarbeitern betreut. Sie ist mit ihrem Bestehen seit 60 Jahren eine der ältesten Bibliotheken im Landkreis Regensburg.

Schwerpunkt Kinderbücher

Der Schwerpunkt von Literatur und Medien liegt auf Kinderbüchern. „Wir freuen uns, dass wir sehr viele Projekte mit Kindern veranstalten können. Beispielsweise besuchen uns Kindergärten und die Grundschule, um den Kindern das Lesen näherzubringen und sie zu bilden“, betont die Büchereichefin.

Auch der Wiesenter Pfarrer Franz Matok betonte, wie wichtig Büchereien für die Gesellschaft nach wie vor sind. „Bibliotheken sind aus der Geschichte nicht wegzudenken und sie trugen einen großen Beitrag zur Entstehung der Universitäten bei“, erzählte der Pfarrer. Des weiteren freue man sich sehr über die seit 1998 bestehende ´Symbiose zwischen Gemeinde und Pfarrei, die unter Altbürgermeister Hans Rösch entstanden sei, welche eine Kostenteilung zwischen den beiden Parteien zur Erhaltung der Bibliothek bedeute. „Die Gemeindebücherei erfüllt nicht nur pastorale Aufgaben, sondern dient allen Bevölkerungsschichten dazu, sich mit Unterhaltungs- und Wissensliteratur einzudecken“, so der Wiesenter Pfarrer, „und um dies weiterhin zu gewährleisten, möchte ich der Bibliothek eine Spende für neue Medien übergeben“.

Die Geehrten

  • 5 Jahre:

    So lange sind Sebastian Beer, Quirin Seilbeck und Heidi Hoffmann für die Bücherei tätig.

  • 10 Jahre:

    Helga Floor, Helga Gallasch, Claudia Herscher und Gerlinde Striegl

  • 25 Jahre:

    Christian Kaiser, Waltraut Martens, Andrea Scheck und Hubert Scheck, der zuvor 19 Jahre lang Büchereileiter war.

Ebenfalls eine Spende erhielt die Bücherei von der Wiesenter Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher, die die Bücherei als ein „Herzstück der Gemeinde“ bezeichnete, das einen unschätzbaren Wert für die Bildung und Erziehung beitrage. Die Bürgermeisterin bedankte sich beim Bibliotheksteam, ohne welches eine Erhaltung der Gemeindebücherei nicht vorstellbar wäre, da diese Arbeit „unbezahlbar“ sei.

Beitrag zum Umweltschutz

Elisabeth Kerscher betonte auch, dass die Bibliothek einen Beitrag zum Umweltschutz leiste. „Büchereien beinhalten eine hohe Nachhaltigkeit, da hier Bücher von mehreren Nutzern benützt werden können und so viel Papier gespart wir.“

Christina Schnöd, stellvertretend für den St. Michaelsbund, übernahm die Aufgabe zur Ehrung der langjährigen Bibliotheksmitarbeiter. Der Nachmittag wurde mit einer Comedy des Schauspielehepaars Anita und Sepp Raab beschlossen, ehe Zeit für Unterhaltungen und dem Schmökern in der Bibliothek war.

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