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Soziales

Hohe Auszeichnung für Lebensretter

Regierungspräsident Bartelt würdigte das Eingreifen der „stillen Helden“. Vier Geehrte kommen aus dem Landkreis Schwandorf.
Von Monika Weigert

Die Lebensretter Paul Weiß und Jutta Gruber aus Steinberg am See sowie Andreas Löhnert und Sandra Löhnert (v.li.) aus Rieden erhielten eine Anerkennungsurkunde für Rettungstaten und die Patrona Bavariae, die ihnen Glück bringen soll.  Foto: Monika Weigert
Die Lebensretter Paul Weiß und Jutta Gruber aus Steinberg am See sowie Andreas Löhnert und Sandra Löhnert (v.li.) aus Rieden erhielten eine Anerkennungsurkunde für Rettungstaten und die Patrona Bavariae, die ihnen Glück bringen soll. Foto: Monika Weigert

Regensburg.Insgesamt 18 Oberpfälzer, die zur Stelle waren, als Menschen in Gefahr waren, wurden von Regierungspräsident Axel Bartelt ausgezeichnet. Der jüngste Lebensretter war damals gerade erst elf Jahre alt. Darüber hinaus wurden drei Pflegemedaillen von Bartelt überreicht. Die Ehrung fand im Spiegelsaal der Regierung in Regensburg statt. . Unter den zahlreichen Gästen waren auch 15 Bürgermeister, die das couragierte Eingreifen ihrer Mitbürger öffentlich anerkannten. „Sie haben nicht weggeschaut, sie haben gehandelt“, lobte Bartelt die Lebensretter.

Erste Hilfe

Die Lebensretter vom Steinberger See

Eine Frau blutete stark. Ein Mann schrie um Hilfe, weil er selbst nicht helfen konnte. Die Retter machten dann alles richtig.

Dabei fühlten sich auch die vier Lebensretter aus dem Landkreis Schwandorf und zwei aus dem Vilstal angesprochen. Jutta Gruber und Paul Weiß Jutta Gruber und Paul Weiß aus Steinberg am See nahmen je eine öffentliche Anerkennungsurkunde entgegen. Sie kamen am 18. August 2019 in Oder einer älteren Dame zu Hilfe, die gestürzt war und stark blutete. Durch die gemeinsame Hilfe von Jutta Gruber und Paul Weiß konnte die Blutung nach mehreren Versuchen unter Kontrolle gebracht werden. „Ihrem schnellen und beherzten Eingreifen ist es zu verdanken, dass die Frau nicht verblutet ist“, lobte Regierungspräsident Bartelt. Die Seniorin kam extra zur Ehrung, um ihren Rettern ihre Anerkennung zu zeigen.

Verunglückten Autofahrer gerettet

Ebenfalls mit öffentlichen Anerkennungsurkunden ausgezeichnet wurden Andreas Daumer aus Nabburg, Nicole Ried aus Pfreimd und Winfried Schupp aus Bad Urach (verhindert). Sie hatten im Mai 2019 in Nabburg einen verunglückten Autofahrer gerettet. Der Mann war wegen eines akuten medizinischen Vorfalls mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen, fuhr über eine Wiese und stürzte in die Naab, wo das Auto etwa 50 Meter flussabwärts trieb. Nicole Ried und Winfried Schupp, die den Unfall beobachtet hatten, gelang es, das Auto zu sichern, so dass es nicht weiter abtrieb. Andreas Daumer sicherte den Wagen zusätzlich mit einem Schlauchboot. Nach einiger Zeit und mehreren Versuchen gelang es mit vereinten Kräften, den Verunglückten aus seinem Wagen zu befreien.

Sandra und Andreas Löhnert aus Rieden waren zufällig vor Ort, als sich am 24. Mai 2019 auf der Staatsstraße 2165 in Höhe der Auffahrt zur A 6 bei Theuern ein tragischer Verkehrsunfall ereignete. Das Ehepaar half dem lebensbedrohlich verletzten Rollerfahrer sofort, obwohl diesem ein Unterschenkel abgetrennt wurde und „der Anblick sicherlich etliches an Überwindung gekostet hat“. Die Beiden haben das stark blutende Bein mit einem Gürtel abgebunden. Dadurch verhinderten sie, dass der Mann noch am Unfallort verstarb. Zwei Wochen später starb der Rollerfahrer allerdings im Krankenhaus.

Schlafende Person aus verqualmter Wohnung geholt

Roxana Creanga aus Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg erhielt eine Belobigungsurkunde samt der Christopherus-Medaille für ihre Lebensrettung. Roxana Creanga hatte im März 2018 eine schlafende 63-Jährige aus deren verqualmter Wohnung gerettet. Auch sie selbst erlitt bei der Rettungsaktion eine Rauchgasvergiftung.

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