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Holzheim bekommt ein eigenes Kinderhaus

Auf diese Absichtserklärung, die bereits mit Planungen und Grundeigentum hinterlegt ist, einigte sich der Gemeinderat.
Von Ralf Strasser

Bürgermeister Andreas Beer auf dem Bauplatz. Im Anschluss an das Friedhofareal wird das Kinderhaus für Holzheim am Forst realisiert.
Bürgermeister Andreas Beer auf dem Bauplatz. Im Anschluss an das Friedhofareal wird das Kinderhaus für Holzheim am Forst realisiert. Foto: Ralf Strasser

Holzheim am Forst.Die Sach- und Rechtsaufsicht des Landratsamtes hatte schon im Vorfeld die Zustimmung signalisiert. Doch die Zeit drängt. „Wir müssen schauen, dass wir zu einer Entscheidung kommen, egal ob mit Kallmünz oder alleine“, sagte Bürgermeister Andreas Beer.

Das Zeitfenster ist in der Tat knapp. Ende August läuft das Förderprogramm aus, das für strukturschwache Gemeinden wie Holzheim bis zu 88 Prozent Fördergelder in Aussicht stellt. Die förderfähigen Kosten betragen entsprechend des Flächen- und Raumkonzepts etwa eine Million Euro. „Dafür müssen wir aber jetzt starten und Gas geben“, forderte Beer. Bis zur Realisierung muss die Gemeinde allerdings in Kallmünz mit einer Containerlösung arbeiten. Gespräche über eine gemeinsame Lösung haben mit dem Nachbarn Kallmünz stattgefunden, „die letztendlich enttäuschend verliefen“, so Beer. „Es wurde vieles virtuos angedacht, aber es waren keine zielführende Gedanken dabei und auch keine konstruktiven Lösungen.“

Finanziell sei der Standort Holzheim ohnehin attraktiv. Neben der hohen Förderung machen sich bei einer Amortisationszeit von 25 Jahren die Beförderungskosten bemerkbar. Aktuell setzt die Gemeinde Busse für die Kinder ein und zahlt dafür etwa 7 700 Euro pro Jahr. „Da sparen wir uns ca. 200 000 Euro. Zudem bauen wir nicht größer als wir es brauchen, im Gegenteil bleiben wir etwas darunter.“ Holzheim hat einen festgestellten Bedarf von 37 Plätzen, besetzt das neue Kinderheim aber auf Empfehlung der Rechtsaufsicht nur mit 25 Plätzen. Gemeinsames Ausnützen der Plätze in der Verwaltungsgemeinschaft sei die Devise. „Wir nutzen freie Restplätze in Kallmünz gemeinsam, Defizite werden so vermieden.“ Für das Kinderhaus hat die Gemeinde ein 6900 Quadratmeter großes Grundstück rechts neben dem Friedhofes im Anschluss an den neuen Anton-Feuerer-Platz erworben. Eine Bauvoranfrage wurde beim Landratsamt bereits gestellt, „hier haben wir die Genehmigung erhalten, dass wir ohne große Planungsänderung bauen können.“

Beer bezeichnet den Standort als ideal. „Wir können die Parkplätze des Platzes nutzen, Gehwege und Zufahrtsstraßen sind vorhanden, wir sind zentral im Ort.“ Auch eine erste Planung liegt vor, die das Architekturbüro Kartini aus Regenstauf dem Gemeinderat vorstellte. Praktisch aufgeteilt, mit großzügigen Gartenbereich, Pultdach, auf Sonnenschutz wird geachtet. Details werden mit dem Betreiber besprochen. Wer das sein wird, muss sich noch zeigen. Wichtig war der Beschluss, dass wir es in Holzheim realisieren.“ Eine Erweiterungsmöglichkeit für eine zusätzliche Kindergartengruppe ist angedacht. Auch dafür habe man förderfähige Zusagen erhalten. Die Fertigstellung ist für Anfang 2021 geplant.

Neues Baugebiet vor Umsetzung

Das Baugebiet „Am Kirchfeld“ steht kurz vor seinem Start. Als letzte Station wurden marginale Anpassungen, etwa bei der Grenzbebauung, vorgenommen. Ansonsten hält man an den bisherigen Planungen fest. Mit diesen Änderungen geht die Verwaltung in eine letzte Auslegung von nur zwei Wochen, bevor in die Umsetzung mit einem Erschließungsvertrag gegangen wird. Auch beim Baugebiet Grubstraße gab es zwei Änderungen. Bei der Tennet- Stromtrasse hat sich die Gemeinde gegen die Alternativtrasse ausgesprochen, die Holzheim in der nördlichen Flanke stark tangieren würde. (msr)

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