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Holzheim bekommt ein Kinderhaus

Die Gemeinde plant eine Betreuungseinrichtung bei der Kirche. Auch der Glasfaserausbau wird vorangetrieben.
Von Andrea Leopold

So wird das neue Kinderhaus neben der Kirche aussehen.  Foto: Architekturbüro
So wird das neue Kinderhaus neben der Kirche aussehen. Foto: Architekturbüro Foto: Architekturbüro

Holzheim am Forst.Gut besucht war die Bürgerversammlung in Holzheim am Forst. Bürgermeister Andreas Beer stellte in einer umfangreichen und bebilderten Powerpoint-Präsentation die Maßnahmen des vergangenen Jahres dar. Auch auf die Pläne für 2020 ging er ein. Die Gemeinde stehe stabil da mit einem Verwaltungshaushalt von 1,72 Millionen und einem Vermögenshaushalt von 1,68 Millionen Euro, sagte er.

Die größten Ausgabepositionen waren der Grunderwerb mit 344 000 Euro, der Ausbau des schnellen Internets mit 213 000 Euro und die Sanierung des Anton-Feuerer-Platzes mit 250 000 Euro. Die Einnahmen: Aus den Rücklagen wurden 675 700 Euro entnommen. Die Zuwendungen zum DSL-Ausbau und zur Sanierung des „Anton-Feuerer-Platz“ summierten sich auf je 170 000 Euro.

Die Ausgaben des Verwaltungshaushalts: Größte Posten waren die Abwasserbeseitigung mit 393 300 Euro, die Kreisumlage mit 331 000 Euro und die Kinderbetreuung mit 170 000 Euro. Einnahmen des Verwaltungshaushaltes waren der stabile Posten der Einkommensteuer mit 608 300 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 388 400 Euro und die staatliche Zuweisung zur Kinderbetreuung mit 87 000 Euro. Der tatsächliche Geldbestand beträgt laut Bürgermeister Beer rund 885 000 Euro.

Laster donnern in Grünfläche

Die Einwohner- und Schülerzahlen sind in den letzten Jahren konstant geblieben. Sterbefälle und Geburten waren nur geringen Schwankungen unterworfen. Bürgermeister Beer gab einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen wie den unterhaltsamen Dorfabend und die Nistkastenaktion mit den OGV-Kindern. Auch über weniger Angenehmes wie die Beschädigung der Straßen und Grünflächen durch Zulieferer und Baufirmen im neuen Baugebiet informierte er. Diese seien „mit Lastwagen in die Grünflächen hineingedonnert“.

Kosten von 1,58 Millionen Euro

  • Förderung:

    Das größte Vorhaben im neuen Jahr ist der Neubau eines Kinderhauses. Man plant eine dreigruppige Einrichtung. 1,58 Millionen Euro wird der Bau kosten. Die Gemeinde rechnet mit einer Förderung von 1,21 Millionen Euro.

  • Kanal:

    Rudi Schmidmeister fragte, ob die Kanalsanierungen abgeschlossen seien. Beer erklärte, im Frühjahr werde noch geteert.

Auch die Beteiligung am Widerstand gegen die neue Stromtrasse war ein Thema. Beer informierte mit einer Karte, wo unter Umständen die Stromtrasse auch Holzheim treffen könne.

Die Gemeinde hat eine Grabstelle übernommen und dort 32 Plätze für Urnen geschaffen, die günstig von den Hinterbliebenen gekauft werden können. Kanalsanierung und -spülungen waren weitere Maßnahmen im Gemeindegebiet, ebenso Gehweg- und Straßensanierungen. Eine gelungene Maßnahme sei die Neugestaltung des Anton-Feuerer-Platzes geworden, so Beer. Mit einer 51-prozentigen Förderung konnte man den Platz neben der Kirche verschönern. Auch der Spielplatz wurde ausgewertet. Die Kirwa-Gruppe hat die Kapelle vorbildlich saniert.

Anmeldung ab sofort

Statistik war ebenfalls ein Thema: So gab es in der Hauptstraße eine Geschwindigkeitsmessung mit Auswertung, die Beer den Bewohnern zeigte.

Stefan Contardo wollte wissen, ab wann man seine Kinder im neuen Kinderhaus anmelden könne. Beer sagte: „Man kann jederzeit seinen Bedarf anmelden!“ Zuerst kämen natürlich die Kinder ohne einen Platz an die Reihe, danach die Geschwister. Franz Kammerl bemerkte nach Begutachtung der Pläne: „Warum hat man das Pultdach nicht in die andere Richtung gedreht? Dann hätte man Photovoltaik installieren können.“

Beer sagte, es komme eine Luftwasser-Wärmepumpe auf das Dach. Eine weitere Maßnahme sei die Aufstellung von Mobilfunkmasten. Beer stellte anschließend die Standorte des Glasfaserausbaus im Gemeindegebiet vor. Bei der Fragerunde wollte Josef Meier wissen, wann der Radweg nach Kallmünz komme. Beer kündigte an, 2020 gehe es los.

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