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Jury

Hüpftasia im Belastungstest

Das Hüpfburg-Paradies in Beratzhausen hat seinen Probelauf geschafft. Bis Sonntag sind die Pforten geöffnet.
Heiner Stöcker

  • Von 15. bis 17. Juni öffnet Hüpftasia Beratzhausen seine Pforten. Fotos: Stöcker
  • Bär Bruno begrüßt die Kinder. Foto: Stöcker

Beratzhausen.Die Gebläse brummen, die LKW-Planen füllen sich mit Luft und Norbert Kurzmeier ist gelassen. In wenigen Minuten kommen die ersten 180 Test-Kunden. Und die sind kritisch. Sie verzeihen keine Fehler. Es sind Kinder – also Hüpfburg-Profis.

Kurzmeier ist Inhaber der Kuno GmbH und betreibt mit seiner Firma Bayern Hüpfburg einen großen Verleih aufblasbarer Spielgeräte. An diesem Morgen überwacht er die letzten Handgriffe auf dem Volksfestplatz Beratzhausen, während um ihn herum Piratenschiff, Hindernisparcours und Rutsche in den Himmel wachsen.

Mit seinem Partner, Sebastian Dick, der in Nittenau die Firma Hüpfburg-Paradies Oberpfalz betreibt, organisiert er „Hüpftasia Beratzhausen“.

„Bei uns kann jeder hüpfen“

Ab heute bis Sonntag können sich Kinder und Erwachsene dort nach Herzenslust zwischen 10 und 19 Uhr austoben. „Bei uns kann jeder hüpfen, der mag“, sagt Kurzmeier. Da aber der Fokus auf den Kindern liegt, zahlen die 8 Euro Eintritt und die Erwachsenen 4 Euro.

Bruno bei der Arbeit

„Die Eltern werden ja in der Regel mitgeschleift“, sagt Matthias Beer und lacht. Der Marktrat hatte vor einem Jahr die Idee und brachte Firmen und Gemeinde zusammen.

Dann kommen sie: Die Gemeinde hat die Kindergartenkinder am Donnerstagvormittag zu einem Hüpftasia-Probelauf auf das rund 10 000 Quadratmeter große Areal eingeladen. Und die nutzten das voll aus.

Die Erzieherinnen und die rund 30 Helfer-Eltern haben alle Hände voll zu tun, ihre kleinen Gruppen beisammen zu halten. Denn kaum ist eine Attraktion erkundet, lockt schon die nächste Hüpfburg.

„Obwohl: Klassische Hüpfburgen haben wir fast nicht“, sagt Kurzmeier. „Und selbst die haben alle etwas Besonderes. Da darf auch mal was schwieriges dabei sein. Das sind heute eher Action-Module, in denen sich die Kinder austoben.“ Den Verleih macht Kurzmeier, weil er ihm Spaß macht. „Eigentlich bin ich bei einem Autohaus und mache das alles hier nebenbei.“ Sein Ziel für die Kinder: „Die sollen am Abend müde sein – ohne Handy.“ Und das schaffen er und sein Partner Sebastian Dick.

„Wir lassen die Module selber produzieren. Die kommen aus China. Früher gab es große Hersteller in Spanien oder England – aber die sind in zwischen alle Pleite. Das ist ein Preis, den man bei uns nicht zahlen kann.“ Wie viel eine seiner Attraktionen im Einkauf genau kostet, verrät Kurzmeier nicht. „Für einen Normalsterblichen ist das fast nicht bezahlbar. Im gut fünfstelligen Bereich.“ Aber die Spielgeräte hätte sein Unternehmen ohnehin nur drei Jahre im Betrieb. „Und dann verkaufen wir sie. Was wir aufbauen, ist so immer neu. Und so schaut das immer schön sauber aus.“

Matthias Beer hat mit seiner Drohne ein paar Schnappschüsse von Hüpftasia Beratzhausen aus der Luft gemacht. Foto: Beer
Matthias Beer hat mit seiner Drohne ein paar Schnappschüsse von Hüpftasia Beratzhausen aus der Luft gemacht. Foto: Beer

Die 180 Kinder haben in dem mobilen Freizeitpark ihre Gaudi. Rennen, hüpfen, schubsen, fallen, lachen. Als dann der Beratzhausener Volksfestbär Bruno auftaucht, sind sie nicht zu halten. Und Matthias Beer, der in dem Kostüm steckt, hat jede Menge Hände abzuklatschen, verteilt Umarmungen und winkt im Dauerbetrieb. Das ist der Job: Auf Brunos Brust steht „I mog Di“ gestickt. „Das ist so toll und so schön, zu sehen, dass das funktioniert und vor allem, dass die Kinder Spaß haben“, sagt Beer in einer Pause, als er hinter einer Hüpfburg versteckt mal kurz den Bruno-Kopf abnimmt. „Der Testlauf ist gelungen.“

„Eine absolute Bereicherung“

„Das wird eine absolute Bereicherung für Beratzhausen“, sagt Bürgermeister Konrad Meier. „Als ich das erste mal Bilder gesehen habe, habe ich zu Christian Koller und Matthias Beer gesagt, ‚blockt den Platz, wenn er frei ist. Das müssen wir nach Beratzhausen bringen.‘“ Und Bauhofleiter Christian Koller freut sich auch. „Das wird ein tolles Event. Wir sind gespannt, wie viele Besucher kommen.“ Von Seiten der Gemeinde kann’s losgehen: Ein Hydrant liefert das Wasser für die nassen Attraktionen und die Stromleitung schafft 100 Ampere. „Die ganzen Gebläse saugen ganz schön Saft.“

Hüpftasia Beratzhausen eröffnet

Kurz nach 11 Uhr ziehen die Mitarbeiter den Stecker. Die Kinder sind weg. Das Brummen der Gebläse verstummt. In Zeitlupe sinken Schnappi das Krokodil und die Riesenrutsche in sich zusammen. Hüpftasia Beratzhausen ist bereit für die Gäste, die ab heute auf den Volksfestplatz kommen.

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