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Freizeit

Im Pulk durch die erste Kurve

Rasante Zweikämpfe und hohe Sprünge: Die Motocross-Veranstaltung des MSC Pfatter bot Spannung bis ins Ziel.
Von Hans Biederer

Nach der spektakulären Startphase geht es auf die 1400 Meter lange Strecke.  Fotos: Hans Biederer
Nach der spektakulären Startphase geht es auf die 1400 Meter lange Strecke. Fotos: Hans Biederer

PFATTER.Herrliche spätsommerliche Bedingungen zogen Zuschauermassen an die Motocross-Rennstrecke in Schillertswiesen. Zwei Tage lang konnten sie die spannenden Rennen zur Südbayerischen Motocross-Meisterschaft verfolgen, die der MSC Pfatter ausrichtete. „Vom MSC Pfatter starteten insgesamt zwölf Fahrer in verschiedenen Klassen“, berichtete Organisator und Motocross-Abteilungsleiter Simon Inhofer.

Drei Sprungschanzen eingebaut

Bis der erste Start am Samstag erfolgen konnte, waren vier Monate akribischer und zeitaufwendiger Vorbereitung erforderlich. „Neben dem Einholen der erforderlichen Genehmigungen galt es, ein großes Helferteam zu finden. Mein Dank gilt Helmut Weber, auf dessen Feld wir diese Veranstaltung durchführen dürfen“, freute sich Simon Inhofer.

Mit seinem Team gestaltete er eine anspruchsvolle Strecke, die als sogenannter ‚Ackercross‘ bezeichnet wird. Zur Rennstrecke meinte der Organisator: „Ich konnte die Rennstrecke frühzeitig präparieren. Die Strecke ist mit 1400 Meter heuer erstmals um 100 Meter länger als in den Jahren zuvor. Dies haben wir mit größeren Kurvenradien erzielt“, verriet der Motorsportler. Neben einem großen Sprung baute er drei kleine Sprungschanzen in die Strecke ein.

Viel fahrerisches Können zeigten die Motorsportler.
Viel fahrerisches Können zeigten die Motorsportler.

Das Gefährlichste an dieser schnellen Sportart, zugleich aber das Spektakulärste für die Zuschauer, ist die Startphase. „Die Fahrer müssen die Gabel ihrer Maschine vorne nieder spannen, damit eine keilförmige Form erreicht wird und sie beim Beschleunigen nicht aufsteigen“, erklärte Simon Inhofer im Gespräch mit der Mittelbayerischen.

Die Renndauer betrug bei den Erwachsenen 20 Minuten. Sobald der Führende nach dieser Zeit die Ziellinie überquert hatte, waren noch zwei Runden zu durchfahren. Bei den Nachwuchsfahrern betrug die Renndauer acht oder zehn und bei den Damen 15 Minuten.

Am Samstag startete der Schüler Samuel (Samy) Inhofer vom MSC Pfatter. Er belegte den 3. Platz in der Tageswertung in der 85 Kubikzentimeter Klasse. In der leistungsstärksten MX-Klasse belegte Lokalmatador Philipp Müller unter lautem Zuschauerjubel den zweiten Platz. Wertvolle Punkte sammelten der zweitplatzierte Florian Helmbrecht und Moritz Eibl (4. Platz) in de MX 2 Jugendklasse.

Simon Inhofer, der am Samstag in der Klasse „MX 2 Takt Cup“ an den Start ging, war mit seinem sechsten Platz zufrieden. Zwei Plätze vor ihm fuhr Moritz Eibl durchs Ziel. Wegen Verletzungen mussten Max Müller und Kai Aukofer pausieren.

„Neben dem fahrerischen Können benötigen sie unheimlich viel Kondition.“ Josef Buchhauser

Viele Pfatterer Motocross-Fans fanden den Weg nach Schillertswiesen. Josef Buchhauser war einer von ihnen. Er war schon immer fasziniert von diesem Zweiradrennsport und zollte jedem einzelnen Fahrer seinen großen Respekt: „Neben dem fahrerischen Können benötigen sie unheimlich viel Kondition. Denn sie müssen auch nach 20 Minuten Renndauer ihr Motorrad noch konzentriert beherrschen“, erzählte der ehemalige Trial-Fahrer vom MSC Pfatter.

Strecke verlangte alles ab

Auch Peter Mohr, der mehrfache deutsche Trial-Seniorenmeister aus Regenstauf, zeigte sich begeistert von den Rennverläufen. „Ich komme ja ursprünglich vom Motocross-Sport. Mir sind die Rennen aber bereits im Jugendalter schon zu schnell geworden, weshalb ich zum Trial gewechselt bin“, so Mohr. Er stellte fest, dass es bei beiden Sportarten Quereinsteiger gibt. „Fahrer wechseln vom Trial zu Motocross und umgekehrt“, erzählt der Regenstaufer.

Einem sehr starken Fahrerfeld sah sich Lasse Braun gegenüber: „Auf der Strecke sind viele Rillen, die mir alles abverlangen“, meinte der 18-Jährige Konstanzer, der in Österreich lebt und in der Klasse „MX 2 Jugend“ an den Start ging. Einen großen Dank richtete Simon Inhofer an den MSC Pfatter: „Ohne den Rückhalt des Vereins könnte man eine solche Veranstaltung nicht durchführen“, betonte der Organisator. Werner Volz vom MSC Pfatter war überwältigt von der professionellen Ausrichtung der Rennen. Ein großes Lob sprach auch ADAC-Sportkommissar Wolfgang Schmid an die Veranstalter aus. Schmid war für den Ablauf der Rennen und deren Sicherheit verantwortlich.

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Im Fahrerlager war Service gefragt

  • Wartung:

    Vor, während und nach den Rennläufen ging es im Fahrerlager, das etwas abseits der Rennstrecke lag, immer hoch her. Es erinnerte fast an Boxenstopps in der Formel 1. Hier herrschte stets emsiges Treiben. Während sich die Fahrer mental auf ihre Rennen vorbereiteten, warteten ihre Mechaniker deren Zweiräder. Marc Rotemund und Frank Dechet, die für den MSC Berching an den Start gingen, hatten Marcs Bruder Thomas zur Unterstützung dabei. Der Mechaniker war nach jedem Rennen gefragt.

  • Servicearbeiten:

    Selbst Hand anlegen mussten die beiden 18-jährigen Nachwuchsfahrer Lasse Braun und Tim Fischer. Die beiden Bayern leben derzeit in Österreich und sind im Fahrerlager auf sich alleine gestellt. „Für uns ist es trotz der kleineren Servicearbeiten an unseren Maschinen sehr wichtig, dass wir uns etwas erholen und viel trinken.“ Zu ihren Tätigkeiten gehören Kette schmieren, Speichen nachziehen oder auch den Luftfilter kontrollieren – „damit für den nächsten Lauf wieder alles in Ordnung ist“, so Lasse Braun.

Brennberg

Beim Moto-Cross dröhnen die Motoren

Spektakuläre Sprünge, spannende Überholmanöver, dröhnende Motoren, beste Unterhaltung –Das erwartet die Zweirad-Fans am Samstag, 12. Oktober, und am Sonntag, 13. Oktober, nahe Schillertswiesen, Richtung Dangelsdorf, beim Anwesen von „Helle“ Weber beim Moto-Cross-Rennen zur Südbayerischen Meisterschaft.

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