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Politik

Internet: Zeitlarn ist gut versorgt

Die Gemeinde will die letzten weißen Flecken beim Breitbandausbau beseitigen. Notfalls würde die Kommune selbst bauen.
Von Ralf Strasser

99 Prozent der Haushalte in der Gemeinde Zeitlarn verfügen bereits über schnelle Internetverbindungen Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
99 Prozent der Haushalte in der Gemeinde Zeitlarn verfügen bereits über schnelle Internetverbindungen Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Zeitlarn.Gute Nachrichten für die Gemeinde: 99 Prozent der Haushalte sind mit schnellen Internet versorgt. Das bestätigte der Experte für Telekommunikations- und Netzwerktechnik, Josef Ledermann, in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Das mag nicht jeder so empfinden, denn die aktuelle Richtlinie der EU liegt lediglich bei 30 Mbit/s“, erklärte Ledermann, das langfristige Ziel liege im Glasfaserbereich mit weitaus höheren Geschwindigkeiten.

Im Gemeindegebiet gibt es nur noch wenige „weiße Flecken“ auf der Internetkarte. Es handelt sich dabei um den Holunderweg mit 23 Gebäuden, Mühlhof (9) und sieben Einzelanwesen. Die Investitionskosten liegen in Höhe von 477 414 Euro für Glasfaser bis zur Grundstücksgrenze, alternativ 535914 Euro inklusive Hausanschluss. Leider, so Ledermann, sei damit zu rechnen, dass von den Betreibern aus wirtschaftlichen Gründen kein Angebot abgegeben wird, im Fall der Gemeinde Zeitlarn wäre wohl nur der Holunderweg für die Betreiber interessant. Der Gemeinderat einigte sich aber dennoch, das Gesamtpaket mit einem Glasfaseranschluss bis in Haus auszuschreiben. Möglich wäre auch das sogenannte Bereitstellungsmodell. In Kooperation mit einem lokalen Anbieter würde die Kommune selbst bauen. Der Förderantrag wird auch für diese Alternative erstellt, so der Beschluss des Gemeinderats.

Busline 142 wird attraktiver

Gute Nachrichten auch für Regendorf, Laub und Zeitlarn: Die PWG-Fraktion stellte zum wiederholten Male den Antrag, das Busangebot auf der Linie 142 zu verbessern. „Die Anbindung von Regendorf durch diese Linie erfolgt wenig bis gar nicht“, betonte Thomas Klein. Man müsse endlich die Ringschlusslösung erreichen, um Regendorf oder Laub besser an Lappersdorf und Regenstauf anzubinden. Auch Stephan Stang (CSU) hatte sich wiederholt für einen Citybus nach Regenstaufer Vorbild ausgesprochen. „Wir haben dazu bereits Gespräche geführt“, erklärte Bürgermeister Franz Kröninger. Der Forderungen nach einer ÖPNV-Optimierung würde man nachkommen, lasse der RVV ausrichten. Geplant sei eine Verbindung dreimal am Tag. Genaue Zeiten lägen noch nicht vor. „Das wäre ein guter Anfang“, sagte Thomas Klein, man warte auf die Ausgestaltung.

Weitere Themen

  • Regen:

    Die PWG-Fraktion machte auf die Verlandung des Regens aufmerksam. Das habe keinen Einfluss auf den Wasserdurchfluss und keine negativen Auswirkungen im Hochwasserfall, erklärte das Wasserwirtschaftsamt. Ein Ausbaggern sei nicht erforderlich.

  • Sitzungsprotokolle:

    Auf Antrag der CSU werden künftig die Niederschriften für ein Jahr auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht.

Ein gutes Zeugnis stellte der Verein Phönix, der sich für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen einsetzt, der Gemeinde aus. Bei einer Ortsbegehung zur „barrierefreien Gemeinde“ erwies sich, dass Zeitlarn bereits sehr gut aufgestellt ist. Untersucht wurden Rathaus, Pfarrheim, Schule und Mehrzweckhalle. „Es wurden nur noch kleinere Verbesserungsvorschläge gemacht, die wir auch umsetzen“, sagte Bürgermeister Kröninger.

Altes Rathaus wird vermietet

Nicht in der Untersuchung war das alte Rathaus. Das steht mittlerweile leer und warten auf seine weitere Bestimmung. In der Zwischenzeit könne man das Gebäude vermieten, so Bürgermeister Kröninger. Er informierte über die Anfrage eines Interessenten, der das alte Rathaus vorübergehend als Firmengebäude nutzen möchte. Der Gemeinderat stimmte der Zwischennutzung bis maximal Ende 2020 zu.

Noch ein „Rathausthema“ beschäftigte den Gemeinderat. „Es ist ein Gebäude, das schwer als Rathaus zu erkennen ist“, beschreibt die CSU in ihrem Antrag, das Rathaus sei mit einem großen Schriftzug und dem Gemeindewappen als solches zu kennzeichnen. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Schretzenmayr einigte man sich auf einen Fassadenschriftzug in 30 Zentimeter feiner Schrifthöhe, umgesetzt mit Acrylbuchstaben Das Gemeindewappen wird nicht angebracht.

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