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KALLMÜNZ

Josef Geigenfeind feiert seinen 75.

Das Kallmünzer Urgestein arbeitet derzeit als passionierter Naturfilmer an seinem nächsten Film „Kallmünz heute“.

Josef Geigenfeind feiert seinen 75. Geburtstag. Foto: Stephan Neu
Josef Geigenfeind feiert seinen 75. Geburtstag. Foto: Stephan Neu

KALLMÜNZ.Am Donnerstag ist ein großer Tag für Josef Geigenfeind, der seinen 75. Geburtstag feiert. Geboren wurde Geigenfeind in Kallmünz, wo er auch die Schule besuchte und in der elterlichen Landwirtschaft mitarbeitete. Anschließend machte er eine Ausbildung zum Elektriker, um dann acht Jahre zur Bundeswehr zur Luftwaffe zu gehen, wo er weitere Gesellenbriefe machte. Wieder zurück in Kallmünz wechselte das Kallmünzer Urgestein zur Universität in Regenburg, wo er bis zur Rente arbeitete.

Vielen Kallmünzern hat Geigenfeind immer wieder geholfen, wenn das eine oder andere Elektrogerät oder der Fernseher kaputt waren. Seine große Leidenschaft war und ist bis heute das Filmemachen. Hier hat er sich mit Filmen, wie „Kallmünz, früher und heute“, oder der Film über die Vils „Von der Quelle bis zur Mündung in die Naab“ einen Namen gemacht. Diese Filme zeigte er immer wieder öffentlich bei Vereinen, ohne Eintritt zu verlangen. Er bat jedoch um eine kleine Spende in seine kleine Filmbox. Das Geld übergab er regelmäßig an Kindergärten in Kallmünz oder Duggendorf.

Geigenfeind lacht heute noch, wenn er sich an die Vorführungen in den voll besetzten Sälen zurückerinnert. Viele Kallmünzer waren von den Filmaufnahmen beeindruckt; denn so mancher Einheimischer wusste nicht, wo die Vils überhaupt entspringt. Ein großer Erfolg war sein Film „Ein Sommer am Dachsbau“. Hier beobachtete Geigenfeind über 21 Jahre hinweg einen Dachsbau zwischen Holzheim und Burglengenfeld. Geigenfeind lacht: „Ja drei- bis viermal pro Woche bin ich abends zum Dachsbau gefahren, aber immer mit dem Einverständnis meiner Frau“.

Dafür baute er sich eigens einen Hochstand, wo er etliche Nächte verbrachte, denn der Dachs ist ein Nachttier. Hier war viel Geduld gefordert. Mit seinem teils selbst gebauten Equipment filmte er bis ins Wohnzimmer des Dachses hinein und erlebte verschiedenste Familienverhältnisse. Oft kam es vor, dass er stundenlang vergebens vor dem Dachsbau saß, weil die Dachsfamilie verreist war. Die netten Tiere seien aber immer wieder gekommen. Der Film wurde regelmäßig überarbeitet und immer wieder im Kindergarten oder an verschiedenen Schulen von ihm gezeigt. Hier war sein eigens bei einem Tierpräparator gekaufter Originaldachs die besondere Attraktion. Die Kinder haben sich am Ende des Filmvortrages immer wieder angestellt, um den Dachs zu streicheln.

Inzwischen verbringt Geigenfeind seinen Lebensabend überwiegend in Wolfsegg. Wenn es seine Zeit erlaubt, ist Geigenfeind mit dem Rad unterwegs. Aktuell plant er einen neuen Film, „Kallmünz heute“. Seit eineinhalb Jahren filmt Geigenfeind rund um Kallmünz. Leider ist er etwas eingeschränkt, da er drei Mal pro Woche zur Dialyse fahren muss. Die Schneidearbeiten sind sehr aufwendig, ein Jahr braucht er noch, dann möchte er den Film dem Publikum zeigen. (lsn)

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