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Politik

Jugend hat gewählt

In Zeitlarn durfte der Nachwuchs bereits an die Urnen.
Von Martina Neu

Christopher Schmid, Marco Ehrenreich und Tim Roth bei der Abgabe ihrer Stimmzettel in Zeitlarn.  Foto: Martina Neu
Christopher Schmid, Marco Ehrenreich und Tim Roth bei der Abgabe ihrer Stimmzettel in Zeitlarn. Foto: Martina Neu

ZEITLARN.Bevor am Sonntag die Erwachsenen ihre Kreuzchen bei der Kommunalwahl abgeben dürfen, haben die Zeitlarner Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 17 Jahren dies bereits bei der U18-Wahl gemacht. Die U18-Kommunalwahlen funktionieren fast wie die regulären Wahlen, natürlich in Wahllokalen mit echten Stimmzetteln, Wahlkabinen und Wahlurnen. Allerdings finden sie einige Tage vor der regulären Wahl statt.

Im Jugendtreff „Area 51“ war unter den Jugendlichen im Vorfeld viel über die Wahl und die Kandidaten diskutiert worden, erzählt Jugendpfleger Florian Hirschauer. Da kam die Idee auf, bei den bayernweiten U18-Wahlen mitzumachen. Damit sich die jungen Wähler auch ein Bild von den Kandidaten bzw. den örtlichen Parteien machen konnten, wurden im Vorfeld Interviews mit den Kandidaten geführt und alles in Videos festgehalten.

Am Wahltag selbst kamen 113 Kinder und Jugendliche im Jugendtreff vorbei, um ihre Kreuzchen zu machen. Gewählt werden konnten der Bürgermeister und der Gemeinderat. Für Florian Hirschauer ist es besonders wichtig, auch Jüngere an demokratische Werte heranzuführen. „Man soll nicht nur schimpfen, sondern sich selbst Gedanken machen und sich auch selbst beteiligen“, sagt er. Aber auch die Politiker sollten sich mit den Jugendlichen auseinandersetzen, denn sie seien die künftigen Wähler. Hirschauer erzählt von den 16-Jährigen im Jugendtreff, die sich genau mit dem Wahlprogramm auseinandergesetzt hatten.

Der 14-jährige Marco Ehrenreich hat vor drei Jahren angefangen, sich für das politische Leben zu interessieren und findet, dass die Jugendlichen auch mitbestimmen sollten. Ob er sich allerdings später selbst einmal politisch engagieren möchte, weiß er jetzt noch nicht. Auch Tim Roth (14 Jahre) wäre dafür, dass Jugendliche bereits ab 16 Jahren wählen dürfen. Er fand die Diskussionen, die im Jugendtreff geführt wurden, sehr interessant. Andrea Rosenberg, Mutter der zehnjährigen Enya stellte fest, dass sich die Kinder bei den Diskussionen selbst mit einbringen und auch gezielt Fragen stellen, die dann zu Hause diskutiert werden. Auf das Ergebnis der U18-Wahl muss allerdings noch gewartet werden, denn die Wahlurne wird erst am Wahlsonntag geöffnet.

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