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Tradition

Jung und Alt feiern ihr Hemau

Zünftige Märsche am Tangrintelnachmittag und Party pur an den Abenden. Das Hemauer Volksfest hatte für jeden was zu bieten.
Von David Santl

Der Trachtenverein Hemau hatte einen erstaunlich niedrigen Altersdurchschnitt. Foto: David Santl
Der Trachtenverein Hemau hatte einen erstaunlich niedrigen Altersdurchschnitt. Foto: David Santl

Hemau.Samstagnachmittag auf dem Volksfest in Hemau: Das Bierzelt ist gut gefüllt. Überall duftet es nach Bratwürstl und Hendl. Auf der Bühne spielt zünftige Blasmusik – präsentiert von den „Tanngrindler Musikanten“. Es ist wieder Tangrintelnachmittag. Aber nicht nur die älteren Hemauer gehen gerne zu der Brauchtumsveranstaltung. Auch viele Familien mit Kindern verfolgten die gelungene Mischung aus G’stanzl, Blasmusik und Volkstänzen.

„Willkommen in der größten Sauna links und rechts der Donau“, begrüßte Moderator Dr. Frieder Roßkopf die Gäste am Anfang. „De 3 Andern“ aus Burglengenfeld sorgten bei ihrer Premiere auf dem Tangrintelnachmittag ebenfalls mit Liedern und Geschichten für Lacher. Vor ihrem Auftritt hatten sie mit dem scheidenden Volksfestreferenten Franz Hofmeister eine Wette abgeschlossen: Wenn sie es schaffen, dass ein paar Leute auf der Bierbank tanzen, bekommen sie eine Freimaß. Und siehe da: Sie gewannen. Es sind eben nicht nur die jüngeren Semester, die richtig Ahnung vom Feiern haben.

Jürgen Kirner schaute vorbei

Natürlich fehlte auch der Hemauer Trachtenverein mit seinen Tänzen nicht, bei dem erfreulich viel Nachwuchs dabei war. Danach kamen die „Hamberger Buam“ auf die Bühne, die Anekdoten aus dem Hemauer Stadtleben dabeihatten. So wussten sie, dass SPD-Bürgermeisterkandidatin Petra Lutz die Nacht vor dem Tangrintelnachmittag stehend im Bett verbrachte, um ihre Frisur nicht zu ruinieren und dass bei ihrem CSU-Konkurrenten Herbert Tischhöfer „der Wahlkampf boomt, wenn er mit seinem Dreiradl kummt“. Richtig zünftig wurde es auch bei den Tänzen der Volkstanzgruppe Jachenhausen und den Alphornbläsern, die mit ihren riesigen Instrumenten für Gänsehaut sorgten. Und sogar ein Überraschungsgast schaute vorbei: Der bekannte Hemauer Kabarettist Jürgen Kirner. Und er plauderte gleich über sein neues Theaterstück und seine Reihe „Brettl-Spitzen“, die Anfang 2021 in Hemau gastieren werden.

Hemau feiert Volksfest

Mittlerweile ist es Abend geworden auf der Festwiese. Während die Senioren beeindruckt von diesem Nachmittag nach Hause schlendern, füllt sich das Bierzelt mit Jugendlichen und Junggebliebenen. Sie alle wollen nur eins: Mit der Hemauer Stimmungsband „Donnaweda“ einen unvergesslichen Partyabend erleben. Und dieser Wunsch ging in Erfüllung. Es gab kaum einen Zeitpunkt, zu dem nicht mindestens das halbe Zelt auf den Bierbänken tanzte. „Das ist für uns der geilste Auftritt im Jahr. Wir als echte Hemauer Band vor einem echten Hemauer Publikum“, rief Frontmann Tobias Sturm in die Masse und erntete ohrenbetäubenden Jubel. Hemau ist eben die Party-Metropole Nummer Eins auf dem Tangrintel – das hat der Samstagabend eindrucksvoll bewiesen.

Szenenwechsel: Gut elf Stunden später steht der Zeltgottesdienst an – Kontrastprogramm zum Abend. Und trotzdem ist er unverzichtbar. Nicht nur die Partybands fesseln ihr Publikum, das schaffen auch Stadtpfarrer Berno Läßer und der evangelische Pfarrer Max Lehnert mit einer Predigt, die die Menschen bewegte und teilweise auch zum Schmunzeln brachte.

Der Sternmarsch kam gut an

Mittlerweile duftet es verlockend nach dem Ochs am Spieß, den es zum Mittagessen gibt. Natürlich hatte er wieder einen Namen: Jonathan XVII – wie der designierte Volksfestreferent Jonathan Gabler.

Nach dem Essen folgte ein echter Höhepunkt. 14 Uhr auf dem Stadtplatz: Bei strahlendem Sonnenschein ist die Innenstadt dicht bevölkert. Plötzlich erklingt Blasmusik. Es war Sternmarsch – zum ersten Mal seit Jahren. Vier Kapellen aus Breitenbrunn, Riedenburg, dem Laabertal und Hemau kamen aus verschiedenen Richtungen, um abwechselnd die schönsten Märsche zu spielen. Bevor sie zum Festplatz zogen, präsentierten sie gemeinsam drei Stücke - und sorgten für Gänsehaut pur bei den Zuhörern.

Das war das Volksfest-Wochenende

  • Party:

    Am Samstagabend heizte Donnaweda auf dem Volksfest kräftig ein. Kein Wunder: Als Hemauer haben sie Heimspiel.
    Stadtpfarrer Berno Läßer sorgte mit einer Predigt aus dem Leben für Lacher. Dabei ging es auch um Schwiegermütter.
    Nach vielen Jahren gab es wieder einen Sternmarsch zum Stadtplatz. Die vielen Zuschauer waren begeistert. (lds)

Ein anderer Schauplatz war das Volksfestderby des TV Hemau. Mit erfreulichem Ausgang. 5:2 hieß es am Ende gegen den TV Parsberg. Das feierten die Fußballer natürlich ausgiebig. Und wo wäre ein besserer Ort, als auf der „Hemauer Wiesn?“

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Für Groß und Klein hat das Hemauer Volksfest etwas zu bieten. Video: MZ

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