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Pentling

Junge Italiener fit in technischer Hilfeleistung

Zum 70-jährigen Jubiläum des katholischen Burschen- und Mädchenvereins Matting waren 20 junge Umbrier aus Pentlings Partnerstadt Corciano angereist.
Josef Eder

Die Jugendlichen aus Corciano kannten aus Italien nur die Berufsfeuerwehr. In Pentling lernten sie bei der Feuerwehr die Rettung eines Verunfallten.  Foto: Berthold Meyerhofer
Die Jugendlichen aus Corciano kannten aus Italien nur die Berufsfeuerwehr. In Pentling lernten sie bei der Feuerwehr die Rettung eines Verunfallten. Foto: Berthold Meyerhofer

Pentling.Bei der Feuerwehr Pentling machten sich die Jugendlichen aus verschiedenen Organisationen wie Rotem Kreuz und Pfadfindern mit der Ausrüstung der Wehr vertraut. In ihrer Heimat gibt es nur Berufsfeuerwehren, und so waren sie sehr erstaunt, dass die Frauen und Männer ehrenamtlich und hochprofessionell in ihrer Freizeit arbeiteten.

Mit dem Rettungssatz befreiten sie eine eingeklemmte Person. Danach schnitten sie mit den schweren Geräten die Dachholme eines zweiten Pkw durch und konnten so dessen Dach abnehmen. Als letztes hatte Kreisbrandmeister Hans Hopfensperger, der von zahlreichen Aktiven unterstützt wurde, eine Überraschung parat. Die italienischen Gäste konnten nach dem Training alles Erlernte bei der Prüfung zur Technischen Hilfeleistung zeigen. Bis auf die Theorie, die mangels Sprachschwierigkeiten hintangestellt wurde, arbeiteten sie sauber und in der vorgebenen Zeit. An der Seite hatten sie immer einen deutschen Partner. Bürgermeister Sebastian Hopfensperger war die gesamte Zeit anwesend. Rathauschefin Barbara Wilhelm kam zur Abzeichenverleihung in Bronze dazu. Steve Auerswald, Jugendwart der Feuerwehr Pentling und Rettungssanitäter, übernahm den rettungsdienstlichen Part. Das war für die italienischen Sanitätsdienstler kein Neuland. Peter Liebl funigierte als Gruppenführer beim THL. Berthold Meyerhofer, Vorsitzender des Freundeskreises Corciano-Civrieux-Pentling, war sehr erfreut, dass die Gäste nicht nur ihren Spaß hatten, sondern ihnen auch die Arbeitsweise der bayerischen Feuerwehr vorgestellt wurde.

Das weitere Programm sah eine Besichtigung der „nördlichsten Stadt Italiens“ vor: Regensburg. Am Samstagabend und am Sonntag waren sie dann im Mattinger Festzelt zu Gast. So etwas hatten die jungen Umbrier im Alter von 14 bis 19 Jahren noch nie gesehen. Sie marschierten natürlich beim Kirchen- und Festzug mit. Nachdem Schüleraustausch mit Corciano waren es diesmal Jugendliche, die nach Pentling kamen. „Wir wollen dieses Projekt fortsetzen“, so Meyerhofer, der den Freundeskreis auf jungen Beinen noch besser aufbauen will.

Beim letzten Besuch in der französischen Partnerstadt Civrieux d´Azergues wurde angeregt, dass junge Feuerwehrmänner aus allen sieben gemeindlichen Wehren nach Frankreich reisen und dort mit ihren französischen Kollegen üben sollten. Das System der Freiwilligen gibt es auch auf der anderen Rheinseite. Zu Beginn der Partnerschaft mit Civrieux übten die Graßlfinger mit ihren Kollegen. Kommandant Jerome Lebfevre und drei weitere Wehrmänner konnten damals als Atemschutzgeräteträger im Brandcontainer die heiße Lage üben. (lje)

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