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Bilanz

KAB Zeitlarn kämpft für die Umwelt

Die Arbeitnehmer-Bewegung schrieb an den Bundesminister
Von Ralf Strasser

Angeliefertes Plastik wird in Wackersdorf recycelt  Foto: Gebhard
Angeliefertes Plastik wird in Wackersdorf recycelt Foto: Gebhard

Zeitlarn.Plastikmüll: Es gibt zuviel davon, die Deponien sind voll. Doch was geschieht damit? „Über eine Million Tonnen Plastik werden pro Jahr ins Ausland exportiert“, informierte der Ortsvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Zeitlarn, Reinhold Gebhard, in der Jahresversammlung. „Was da am anderen Ende der Welt im Meer schwimmt oder illegal verbrannt wird, kommt auch aus unseren Landen.“ Der KAB, insbesondere der Zeitlarner Ortsverein, forderte den Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, schriftlich auf, ein Exportverbot zu erlassen. „Das Ministerium hat auf unsere Forderung geantwortet“, erklärte Gebhard. Man setze sich dort intensiv mit der Thematik auseinander, verweist jedoch auf die Ungefährlichkeit des Abfalls, der lediglich zu Recyclingzwecken exportiert werde. Exporte dieser Art könnten nicht verboten werden, „das internationale Recht sieht dafür keine Handelsbeschränkungen vor“, zitierte Gebhard aus dem Antwortschreiben, auch gehe es primär um den Rohstoffkreislauf, gerade Entwicklungsländer sind auf Sekundärrohstoffe angewiesen. Aufgrund dieser Tatsache sieht das Ministerium den deutschen Anteil zur Verschmutzung der Meere als extrem gering an. Dennoch sei das Wegwerfen von Abfällen in die Umwelt ein relevantes Problem. Die Position der KAB Zeitlarn, man möge die hier anfallenden Plastikabfälle selber verarbeiten, werde vom Bundesumweltministerium uneingeschränkt geteilt. Wie das gehen kann, erfuhren die Mitglieder bei einem Besuch einer Recyclingfirma in Wackersdorf. Nicht nur das Abfallproblem beschäftigte, auch sonst war man aktiv. Ein Erfolg war der Chansonabend, die Kuchentheke beim Adventsmarkt war beliebt, ebenso die Ausflüge und die Kurse, die der Ortsverein anbietet. Besondere Aufmerksamkeit sollte zudem der „Synoldale Weg“ der katholischen Kirche bekommen, forderte Gebhard. Im Mai steht der Ausflug nach München an, Karten für die Operette „Die Fledermaus“ auf der Luisenburg im August können ab sofort gekauft werden.

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