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Freizeit

Käferfreunde rüsten fürs Event

Die Wörther erwarten wieder hunderte Liebhaber der Traditions-Modelle. Für sie wird ein buntes Programm aufgezogen.
von Walter Schiessl

Das Käferziehen ist eine der Attraktionen beim Wörther Käfertreffen. Foto: Luft
Das Käferziehen ist eine der Attraktionen beim Wörther Käfertreffen. Foto: Luft

Wörth.Die Käferfreunde Bayerwald können seit einigen Wochen über einen Mangel an Arbeit nicht klagen. Denn die 90 Mitglieder sind drauf und dran, das Fest des Jahres bis ins kleinste Detail vorzubereiten. Denn zum Käfertreffen, das vom 21. bis 23. Juni im Gschwelltal steigt, werden wieder über 300 legendäre Fahrzeuge erwartet. Die Halter dieser besonderen Vehikel, die in ganz Europa zu Hause sind, haben sich einem besonderen Hobby, dem Erhalt der ab den 30er Jahren für das Volk gebauten VW-Fahrzeuge, verschrieben. „Dieses Fieber“, so erzählt Peter Fischer, der den Wörther Zusammenschluss seit 2005 führt, „hat alle Altersgruppen und Berufsschichten erfasst“.

Auch die Familie des 53-jährigen, der beim Regensburger Straßenbauamt arbeitet, ist von diesem Bazillus infiziert. „Wir haben drei Käfer in unseren Garagen stehen“, erzählt der Vorsitzende, der zusammen mit dem Wörther Peter Brunner die Käferfreunde 1987 aus der Taufe gehoben hat. Zunächst wurde Brunner zum Vorsitzenden gewählt, 2005 übernahm Peter Fischer das Steuerrad. Im Laufe von 32 Jahren erhöhte sich die Mitgliederzahl des Vereins peu à peu.

Austausch von Adressen

1990 war das erste Mal, dass die Käferfreunde ein Treffen im Gschwelltal organisierten. „Die Teilnahme übertraf alle unsere Erwartungen“, sagt der Vorsitzende noch heute. Die Mund-zu-Mund-Propaganda trug massiv Früchte, Gefährte aus Holland, der Schweiz und sogar aus Frankreich tuckerten durch die Wörther Straßen hin zum Festplatz, wo es ein großes Hallo gab.

„Jeder hatte ein kleines Zelt mitgebracht“, sagt Peter Fischer, abends wurde dann gefachsimpelt, vor allem um die Ausstattung der VW-Käfer ging es bei den Gesprächen. Das hat sich seitdem nicht geändert. Seit 29 Jahren sind am letzten Juni-Wochenende kunterbunte Gefährte, die allesamt vom VW-Werk in Wolfsburg hergestellt wurden, zu sehen. „Da gibt des dann auch höchst interessante Ausstattungen zu bewundern“, erzählt der 64-jährige Hans Seidenmann aus Regenstauf, der seit über zwei Jahrzehnten schon auf einen Käfer als Zweitwagen umgestiegen ist. Stets werden bei den Zusammenkünften auch Adressen ausgetauscht, Zubehörteile gekauft oder bisweilen auch getauscht.

Bereits vor dem Wörther Treffen machten die Wörther bei etlichen Treffen in anderen Städten Reklame für ihr Fest. „Das muss sein“, sagt Peter Fischer, denn so könne man sicherstellen, dass immer wieder neue Gefährte nach Wörth gesteuert würden. Und das sei ja auch das Schöne, dass sich bei jedem Treffen der Bekanntenkreis erweitere. „Zu unseren Mitgliedern gehören Lehrer und Ärzte genauso wie Facharbeiter und sogar Studenten“, sagt der Wörther Vorsitzende. Deshalb kommt es bei den Grillabenden und bei den Festen stets zu guten Gesprächen, es seien auch schon viele Freundschaften über Ländergrenzen hinweg entstanden.

Ein Modell wird aufpoliert

Von Anfang an gab es bei einer Verlosung bei den Käfertreffen immer einen VW-Käfer zu gewinnen. „Das haben wir auch dieses Mal“, sagt Peter Fischer. Das Fahrzeug wird meist billig ersteigert und dann in längerer Heimarbeit wieder auf Vordermann gebracht. Diese Arbeit wird vom harten Kern der Käferfreunde in mühevoller Tätigkeit nach Feierabend bewerkstelligt. „Das stärkt auch unseren Zusammenhalt“, weiß der Vorsitzende. Für die Ersatzteile, die gekauft werden müssen, greift der Verein in die Tasche.

Für das Wörther Treffen hat sich längst eine feste Struktur eingespielt. Denn die Käferbesitzer werden am Freitag, 21. Juni, anreisen und ab 19.30 Uhr von der Band „Mister Six Volt & Friends“ unterhalten, ehe dann tags darauf der Festtag startet, in dessen Mittelpunkt das traditionelle Käferziehen, im Festzelt eine Gaudi mit der Band „Mir san‘s – Die Band“ steht. Am Sonntag heißt es dann nach einem Frühstück die Pokale in Empfang zu nehmen und das Ergebnis der Verlosung abzuwarten.

Klar, dass die Käferfreunde beim 29. Treffen auch schon das Treffen im nächsten Jahr im Auge haben werden. „Freilich soll unser 30. Käfertreffen dann mit zusätzlichen Höhepunkten aufwarten“, sagt Peter Fischer schon mal vorab. „Wir werden auch wieder mit dabei sein“, versprechen Lukas und Timm Killinger schon mal vorab.

Das Käfertreffen

  • Eintreffen:

    Die Käferfreunde halten ihr Treffen vom 21. bis 23. Juni im Gschwelltal. Die Fahrzeuge werden am Freitagnachmittag eintreffen, wo dann am Abend eine Band im Zelt aufspielen wird. An die 300 Gefährte werden erwartet.

  • Prominenz:

    Promis wie der Ralleyweltmeister Walter Röhrl oder die Schlager-Sängerin Nicky waren schon zu Gast. Ob heuer wieder bekannte Prominente auftauchen werden, wusste Peter Fischer noch nicht zu sagen: „Mal abwarten, wer kommt“.

  • Käferliebhaber:

    Fritz Jörgl, der Wörther Heimatpfleger, ist Besitzer eines VW-Käfers aus den 60er Jahren. Der traditionsbewusste Wörther hat auch einige Abzeichen und Modelle gefertigt, die an seiner Stadeltüre an Wörther Treffen erinnern.

  • Freundschaften:

    Bei den Treffen im Gschwelltal werden immer neue Freundschaften geschlossen. „Das ist das Schöne an den Zusammenkünften“, sagen die Teilnehmer immer wieder, denn Käfer-Liebhaber seien in allen Bevölkerungsschichten und fast in ganz Europa zu finden.

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