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Kallmünz

Kallmünz feiert die Ankunft der Ziegen

Die Ziegen sind seit ein paar Tagen auf dem Burgberg bzw. dem Wall in Kallmünz.

Die Ziegen sind wieder auf dem Berg. Foto: Vielwerth Schore
Die Ziegen sind wieder auf dem Berg. Foto: Vielwerth Schore

Kallmünz.Der Bergverein möchte dies zum Anlass für eine kleine Feier nehmen und lädt alle Mitglieder und Interessierten für Sonntag, 23. Juni, um 14 Uhr zur „offiziellen Begrüßung der Ziegen“ am Innern Wall ein.

Der Wall war seit den 1980er Jahren zunehmend verbuscht und nicht mehr sichtbar. Der Bergverein hat dafür gesorgt, dass er entbuscht wurde. Die Ziegen sorgen jetzt dafür, dass der Wall von Bewuchs frei bleibt.

Der innere Wall ist etwa 225 Meter lang und bis zu zwölf Meter hoch und umschließt ein knapp drei Hektar großes Areal nördlich der Burgruine. Er wurde vermutlich in der Urnenfelderzeit (1200 bis 800 v. Chr.) erbaut und in der Frühlatènezeit (500 bis 250 v. Chr.) mit einem Flechtwerk zwischen Eichenpfosten bekrönt. Die Felshänge wurden schon früher mit Ziegen und Schafen beweidet. Dadurch konnte sich eine Vegetation mit einer einmaligen Flora und Fauna entwickeln. Fehlende Beweidung nach dem Krieg veränderte den Anblick des Burgbergs.

Auf Initiative des Bergvereins konnten Beate und Hans Graml für die Beweidung des Walls mit Thüringer Waldziegen gewonnen werden. Diese Rasse ist schon seit den 1930er Jahren vom Aussterben bedroht. Die Ziegen werden hauptsächlich zur Landschaftspflege eingesetzt. Die Eignung hierfür leitet sich aus dem besonderen Fressverhalten der Ziegen ab. Die Ziegen fressen gerne Gehölze – dies verhindert die Verbuschung des einzigartigen Kulturdenkmals.

Wer gemeinsam zum Burgberg wandern möchte: Treffpunkt um 13.30 Uhr am Parkplatz Eicher Straße.

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