MyMz
Anzeige

Jugend

Kallmünz: Feuerwehrfest zum Ferienende

Das Feuerwehrkinderfest trotzte dem Wetter. Viele Helfer waren beim Fest mit dabei, Jugendfeuerwehren präsentierten sich.
Von Stephan Neu

Viele Besucher wollten mit der Drehleiter der Burglengenfelder Wehr eine Fahrt in luftige Höhen machen. Foto: Stephan Neu
Viele Besucher wollten mit der Drehleiter der Burglengenfelder Wehr eine Fahrt in luftige Höhen machen. Foto: Stephan Neu

Duggendorf.Traditionell findet am letzten Sonntag der großen Ferien ein Kinderfest der Feuerwehren in der Verwaltungsgemeinschaft Kallmünz statt. Den Kindern soll mit diesem unterhaltsamen und informativen Nachmittag das Ferienende versüßt werden. Gleichzeitig möchten die Feuerwehren auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufmerksam machen und auch neue Mitglieder, vor allem im Jugendbereich, gewinnen.

„Seit vier Wochen laufen die Vorbereitungen für dieses große Event. Die Gerätschaften wurden untereinander verliehen bzw. besorgt, Einsatzpläne aufgestellt und, und, und “, erzählte Richard Brettner, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Feuerwehrwesens der VG Kallmünz, bei dem alle Fäden zusammenliefen. Rund 50 Helfer der zwölf Feuerwehren aus der Verwaltungsgemeinschaft haben zusammen geholfen, Essen zubereitet und verteilt oder die verschiedensten Stationen betreut. Dass sich die Mühen gelohnt haben, zeigten unzählige Kinder, Eltern, Omas und Opas, die dem schlechten Wetter trotzten und vorbeischauten.

Jubiläumsfest steht an

Schaumkuss-Wurfmaschine: Die Kinder mussten zum Einen genau zielen, damit der Tennisball den Mechanismus auslöst und der Schaumkuss in die Luft geschleudert wird. Natürlich wurde dieser mit Schwung hochgeschleudert und man musste ihn auffangen, um ihn zu verspeisen. Foto: Stephan Neu
Schaumkuss-Wurfmaschine: Die Kinder mussten zum Einen genau zielen, damit der Tennisball den Mechanismus auslöst und der Schaumkuss in die Luft geschleudert wird. Natürlich wurde dieser mit Schwung hochgeschleudert und man musste ihn auffangen, um ihn zu verspeisen. Foto: Stephan Neu

Duggendorfs stellvertretender Bürgermeister Siegfried Wullinger freute sich, alle Feuerwehren der drei Mitgliedsgemeinden beim Festplatz am Gemeindezentrum begrüßen zu können. Gerade im Hinblick auf das 150-Jahre-Gründungsfest der Duggendorfer Wehr, das 2021 ansteht, ist Wullinger nicht bange, dass sich hier die Leute dann auch mit dem gleichen Engagement beteiligen und es wieder eine so große Resonanz an gleicher Wirkungsstätte gibt. Man sehe, mit welcher Begeisterung und Euphorie die Kinder und Jugendlichen an den einzelnen Stationen mit dabei sind. Manch ein Elternteil wollte es bei dem ein oder anderen Spiel, wie etwa dem Heißen Draht, dann selbst versuchen und war glücklich, es ebenso geschafft zu haben.

Richard Brettner war begeistert, dass trotz des schlechten Wetters so viele Besucher nach Duggendorf kamen. Für ihn war besonders wichtig, dass sich die einzelnen Feuerwehren untereinander absprachen und gut zusammenhielten. Hier merkte man, wie jeder für jeden da war, wenn Hilfe benötigt wurde. Pfarrer Andreas Giehrl findet die Feuerwehr an sich schon toll, da sich hier Ehrenamtliche in ihrer Freizeit um das Allgemeinwohl kümmern. Wenn dann aber noch junge Leute durch solche Veranstaltungen andere Jugendliche für die Feuerwehr begeistern und sich einsetzen, ist das mehr als anerkennenswert, so der Pfarrer.

Beim Zielspritzen war Teamwork gefragt. Ein Teilnehmer musste die Kübelspritze bedienen und für Wassernachschub sorgen, während der Partner ein gutes Auge brauchte und mit dem Wasserstrahl, der manchmal fest und manchmal leicht aus dem Schlauch kam, das Ziel treffen. Foto: Stephan Neu
Beim Zielspritzen war Teamwork gefragt. Ein Teilnehmer musste die Kübelspritze bedienen und für Wassernachschub sorgen, während der Partner ein gutes Auge brauchte und mit dem Wasserstrahl, der manchmal fest und manchmal leicht aus dem Schlauch kam, das Ziel treffen. Foto: Stephan Neu

Kreisbrandmeister Josef Pretzl lobte die Vielfalt der einzelnen Stationen. Es ist schließlich nicht so einfach, jedes Jahr eine gewisse Abwechslung in die Stationen zu bekommen. Beeindruckend ist für ihn, wie hier alle Feuerwehren zusammenhalten und an einem Strang ziehen. Gerade mit solchen Veranstaltungen werden Jugendliche für den Feuerwehrdienst motiviert und akquiriert. Aktuell sind die Feuerwehren in der VG mit ihren Jugendlichen noch gut aufgestellt, trotzdem hofft Pretzl, dass in den nächsten Wochen wieder neue Kinder und Jugendliche dazu kommen.

Kinder können Jugendfeuerwehr mit 12 Jahren beitreten

Brenzlig wurde es beim Lauf mit dem Schubkarren und einem gefüllten Wasserbecher im Hindernisparcours. Denn dieser sollte nach der Bewältigung des Parcours noch genauso voll sein. Da mussten sich die Kids schon konzentrieren, um die wertvolle Ladung ins Ziel zu bringen. Foto: Stephan Neu
Brenzlig wurde es beim Lauf mit dem Schubkarren und einem gefüllten Wasserbecher im Hindernisparcours. Denn dieser sollte nach der Bewältigung des Parcours noch genauso voll sein. Da mussten sich die Kids schon konzentrieren, um die wertvolle Ladung ins Ziel zu bringen. Foto: Stephan Neu

Ab zwölf Jahren können die Kinder der Jugendfeuerwehr beitreten. Pretzl lobte im Besonderen Richard Brettner, der den Vorsitz beim Verein zur Förderung des Feuerwehrwesens der VG Kallmünz e.V. im Jahr 2011 von Ulrich Brey übernommen habe. Früher habe Brettner mit der ganzen Familie gleich drei Stände betreut. Seit er den Vorsitz innehat, habe er es geschafft, dass sich alle Feuerwehren mit vielen Helfern an dem Jugendfeuerwehrtag beteiligen und habe alle unter einen Hut gebracht. Pretzl ist sich sicher, ohne einen Brettner im Förderverein würde es diese Veranstaltung nicht mehr geben.

Enkelin will Opa als Kommandant nachfolgen

Laut Nachfragen bei den Besuchern des Kinderfeuerwehrfestes waren alle rundherum zufrieden. Der achtjährige Johannes Krause aus Hochdorf möchte unbedingt mal zur Hochdorfer Wehr gehen. Ihn interessierten besonders die verschiedenen Feuerwehrautos und die Maschinen, die die Feuerwehr immer im Einsatz hat. Sophia Meiner, acht Jahre alt aus Kallmünz, möchte wie der langjährige Kommandant und Opa Alois Zankl auch einmal Chef der Kallmünzer Feuerwehr werden. Sie muss bei jedem Feuerwehrfest mit dabei sein, merkte die Mama an.

Der Feuerwehrschlauch ist normalerweise beim Löschen im Einsatz. Beim Kinderfest wurden mit ihm mit viel Schwung Holzkegel umgeworfen. Das sah einfach aus, es gestaltete sich jedoch schwierig, denn oftmals wollte der Schlauch nicht so wie sein Werfer. Foto: Stephan Neu
Der Feuerwehrschlauch ist normalerweise beim Löschen im Einsatz. Beim Kinderfest wurden mit ihm mit viel Schwung Holzkegel umgeworfen. Das sah einfach aus, es gestaltete sich jedoch schwierig, denn oftmals wollte der Schlauch nicht so wie sein Werfer. Foto: Stephan Neu

Die 85-jährige Sophie Forster aus Duggendorf war mit ihren Enkeln und Urenkeln gekommen. Beim Hüpfburgspringen zögerte sie noch, schaute aber bei jeder Station mit vorbei und begutachtete die Enkel, wie diese ihre Aufgaben bewältigten. Nach so vielen positiven Eindrücken freuen sich alle schon wieder auf das Feuerwehr-Kinderfest im kommenden Jahr.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht