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Auszeichnung

Kallmünzer ATSV ernennt Ehrenmitglieder

Laudatoren würdigten die Verdienste von Egon Ott, Karl Hummel, Michael Zenger, Max Gerber und Michael Baumer.
Von Josef Eder

Vorsitzender Karim Schneider (links) und Bürgermeister Ulrich Brey (2. v. rechts) vergaben silberne Ehrennadeln. Foto: Josef Eder
Vorsitzender Karim Schneider (links) und Bürgermeister Ulrich Brey (2. v. rechts) vergaben silberne Ehrennadeln. Foto: Josef Eder

Kallmünz.Bei einem Ehrenabend im Bürgersaal des Rathauses zeichnete der ATSV Kallmünz 19 langjährige Mitglieder für besondere Verdienste aus und ernannte fünf zu Ehrenmitgliedern. Erster Vorsitzender Karim Schneider betonte, dass der Abend ein Dankeschön für alle Geehrten ist, aber auch für alle, die beim 100-jährigen Gründungsfest vor und hinter den Kulissen tatkräftig für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatten. Egon Ott ist einer der letzten Wiedergründungsmitglieder des ATSV und 73 Jahre im Vereinsregister eingeschrieben. Am Dreikönigstag 1946 wurde er als Nummer Acht ins Vereinsbuch eingetragen. Diese Nummer wurde ihm zugeteilt, weil er als Achter das Wirtshaus Wittmann, den heutigen Habla betreten hat. Schneider berichtete, dass Ott ihm zahlreiche Anekdoten erzählt hat, die eigentlich nicht in Vergessenheit geraten sollten. Besonders erstaunlich fand Schneider diese Anekdote: Er sagte, dass sein Vater und einige andere Fußballbegeisterte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht lassen konnten, am Kallmünzer „Schmidwöhr“ Fußball zu spielen. 14 Tage Haft hatten sie daraufhin im Straubinger Gefängnis zu verbüßen. Zur damaligen Zeit war es verboten zu kicken und der Schmidwöhr war eine Weidefläche. Ott war 1946 bis 1956 aktiv und der jüngste Spieler. Die damaligen Anreisen zu Auswärtsspielen sind heute undenkbar: elf Spieler in einem US-Jeep, den der damalige Vorsitzende besorgt hatte. Die Spieler saßen nicht nur im Fahrzeug, sondern auf den breiten Schutzblechen.

Seit 1977 „Mister Volleyball“

Michael Zenger trat 1973 bei. Sein Beitritt war ein Meilenstein für die Geschichte des ATSV. Kaum ein anderes Mitglied hat den Verein derartig geprägt. Von 1973 bis 1995 war er als Fußballer aktiv und Torwart in der Bezirksliga – damals die erfolgreichste ATSV Zeit. Aber den Namen verbindet man in erster Linie mit der Volleyballabteilung. Deren Gründungsversammlung hatte er verpasst. Dennoch war er seit 1977 „Mister Volleyball“ und von 1986 bis 2004 aktiv. Zudem war er vier Jahre lang Abteilungsleiter und zwei Jahrzehnte lang Trainer, 25 Jahre Fahnenjunker, jahrelang zweiter Vorsitzender und kommissarisch erster.

Karl Hummel hatte 1962 begonnen, in der D-Jugend zu spielen. Dann entdeckte er den Wintersport.

Gäste

  • BLSV:

    Hermann Müller, Vorsitzender des Bayerischen Landes-Sportverbandes überbrachte die Ehrenurkunde und einen 200-Euro-Scheck. „Der Verein hat den Übergang ins nächste Jahrhundert mit einer jungen Vorstandschaft vollzogen“, verdeutlichte er.

  • BFV:

    Thomas Graml , Bezirksvorsitzender des Bayerischer Fußball-Verbandes, war mit Regensburgs Kreisvorsitzenden Rupert Karl gekommen. Er übergab 500 Euro und einen Spielball. (lje)

1977 wurde die Skiabteilung wiedergegründet. 1987 bis 1997 war er deren Leiter und bis 2016 Skilehrer. Aus einer Laune heraus rief er mit weiteren Enthusiasten den Kallmünzer Triathlon ins Leben. Anfangs gab es nur zwanzig Starter.

Max Gerber hatte im Vorbereitungsgespräch mit seiner Laudatorin Franziska Bayerl gesagt: „Ich weiß nicht mehr, was ich so alles getan habe.“ Ab dem zehnten Lebensjahr bis in die AH spielte er Fußball. 20 Jahre war er in der Vorstandschaft tätig.

Michael Baumer, bekennender Fan von Borussia Dortmund, trat 1967 bei. Er war Schüler- und C-Klassenmeister, Aufsteiger in die A-Klasse und AH- Kreisligameister. Später trainierte er die Jugend- und Mädchenmannschaft. Acht Jahre lang war er stellvertretender Vorsitzender, neun Jahre Kassenrevisor. Beim Sportplatzbau war er als Elektrikfachmann dabei. Er wurde Ehrenspielführer auf Lebenszeit.

Schneider und Brey zeichnen aus

Bürgermeister Ulrich Brey zollte den Mitgliedern Respekt für ihre erbrachten Leistungen. Für ihn war es aufregender Tag mit Veranstaltungen, bei denen viele Ehrenamtliche zusammen kamen. Lobend erwähnte er, dass die Kicker des ATSV mit 29 Punkten Herbstmeister wurden. Mit dem Vorsitzenden ehrte er die Mitglieder.

Für besondere Verdienste wurden geehrt: Robert Seebauer, Barbara Söllner, Johann Würdinger, Maria Zenger, Stefanie Weiß, Anna Würdinger, Erich Schafberger, Diola Hammer, Josef Hammer, Hannelore Hengl, Xaver Hengl, Susanne Hummel, Matthias Neuhierl, Robert Fischer, Herbert Eichenseer, Jürgen Burkhardt, Martin Braun, Georg Bayerl, Martin Meier, Robert Frankl, Maria-Cornelia Raab, Bruno Gallhuber, Eveline Nießl, Josef Nießl, Jürgen Schmalzbauer und Regina Pößl.

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