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Kampfkandidatur um SPD-Vorsitz

Ein weiterer Kandidat hat sich für die Spitze der Landkreis-SPD beworben. Er kritisiert den Umgang mit Joachim Wolbergs.
Von Christian Eckl

Ein leeres Rednerpult bei der SPD: Eine zeitlang sah es danach aus, dass die SPD keinen Nachfolger für Rainer Hummel findet. Jetzt gibt es sogar eine Kampfkandidatur. Foto: Peter Endig/dpa
Ein leeres Rednerpult bei der SPD: Eine zeitlang sah es danach aus, dass die SPD keinen Nachfolger für Rainer Hummel findet. Jetzt gibt es sogar eine Kampfkandidatur. Foto: Peter Endig/dpa

Landkreis.Weiterer Paukenschlag um die in Personalnot geratene SPD im Landkreis Regensburg: Nach der Ankündigung von Katja Stegbauer und Matthias Jobst, als Nachfolger des zurückgetretenen Rainer Hummel anzutreten, hat mit Martin Auer aus Schierling ein weiterer Politiker seine Kandidatur ins Spiel gebracht. Auer hat sich am Wochenende in einem Brief an die Spitze der SPD im Landkreis und im Unterbezirk gewandt und seine Kandidatur verkündet. Dabei übte er Kritik am Umgang der SPD in Stadt und Landkreis mit dem suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Auer schrieb an die SPD-Kollegen, er wolle durch seine Kandidatur verhindern, dass ein Gegner Wolbergs die Spitze der Landkreis-SPD übernehme.

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Weiterer Rücktritt in der Landkreis-SPD

Nach dem Rücktritt von Kreischef Rainer Hummel kam es am Montagabend zum Showdown. Die stellvertretende Vorsitzende warf hin.

Zudem wurde bekannt, dass die angepeilte Doppelspitze derzeit nicht satzungskonform ist. Der interimsweise amtierende Chef der Landkreis-SPD, der Wenzenbacher Bürgermeister Sebastian Koch, bestätigte das auf Anfrage der Mittelbayerischen. „Es trifft zu, dass derzeit eine Doppelspitze nicht möglich ist“, sagte Koch.

Martin Auer aus Schierling will für die Spitze des SPD-Kreisverbandes antreten.
Martin Auer aus Schierling will für die Spitze des SPD-Kreisverbandes antreten.

Dass auf Bundesebene derzeit eine Doppelspitze für die Sozialdemokraten angepeilt wird, gehe aber auch mit einer Satzungsänderung im Dezember einher. „Wir haben verschiedene Szenarien durchgespielt“, so Koch. So könnte einer der beiden Doppelspitzen-Kandidaten Jobst und Stegbauer zum Vorsitzenden gewählt werden, der andere zum Stellvertreter. „Wir prüfen gerade, ob es möglich wäre, einen Vorgriff-Beschluss zu fassen, damit nach geänderten Statuten die Doppelspitze automatisch installiert werden würde“, sagte Koch.

Gleichzeitig begrüßte Koch allerdings die Kandidatur von Auer. „Das ist gut in einer Demokratie, wenn man die Auswahl zwischen verschiedenen Kandidaten hat.“ Auers Kandidatur ist auch eine Folge der personellen Erschütterungen innerhalb der SPD in den letzten Wochen und Monaten. Auer schreibt nun an die Kollegen der Kreisvorstandschaft kritisch: „Wir tun alles, damit der ohnehin schon kleine Hinterhof der Sieben-Prozent-Partei noch kleiner wird.“

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SPD ohne Landrats-Kandidaten

Die SPD im Landkreis Regensburg ist in schwieriger Lage. Der Kreisvorsitzende hat hingeworfen, der Partei geht die Luft aus.

Die beiden bislang bekannten Kandidaten Katja Stegbauer und Matthias Jobst lehnt der Schierlinger ab. Am 18. September trifft sich die Kreisvorstandschaft der SPD erneut in Mariaort und wird neuerlich über die Neuausrichtung der SPD diskutieren. Anschließend wolle man die Mitglieder informieren.

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