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gesundheit

Kassenverhandlungen gelungene Operation

Die Belegungszahlen für das Wörther Krankenhaus sind erneut gestiegen. Der Ausschuss stimmt Vereinbarung zu.
von walter schiessl, mz

Die Behandlungszahlen schnellten im Wörther Krankenhaus weiter nach oben. Foto: Schießl

wörth. Der Krankenhausausschuss kann aufamten. Denn die Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen konnten für das Kreiskrankenhaus Wörth positiv abgeschlossen werden. „Man kann durchaus von einer gelungenen Operation sprechen“, war man sich einig, nachdem Krankenhausdirektor Heinrich Karl Details aus den Verhandlungen mitgeteilt hatte. Der Ausschuss, der unter Leitung von Landrat Herbert Mirbeth am Mittwoch in Wörth getagt hatte, segnete das Verhandlungsergebnis dann auch einstimmig ab.

Nach dem Krankenhausfinanzierungsreformgesetz ist durch den Gesetzgeber ein neuer „ordnungspolitischer Rahmen“ geschaffen worden, erläuterte Heinrich Karl. Nachdem der Landesbasisfallwert nun in voller Höhe zur Anwendung komme, seien nur noch die Art und Menge der geplanten Leistungen Verhandlungsgegenstand. Zunehmend würden Fragen des Versorgungsauftrages und weitere Bedingungen der Leistungserbringung in den Fokus rücken. Deshalb müsse für Mehrleistungen, die neu vereinbart würden, ein Rabatt in Höhe von 30 Prozent an die Krankenkassen gewährt werden. „Die Verhandlungen mit den Kassen waren hart“, so Karl. Die Kassen hätten sich aber nach längerer Diskussion und mehrmaligen Unterbrechungen deutlich zum Vorteil für das Wörther Haus bewegt.

Für Wörth sei laut Karl erfreulich, dass sich ein deutlicher Belgungsanstieg gegenüber dem Vorjahr abzeichne. Deshalb würden Mehrleistungen gefordert. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass die Endsumme ohne Ausgleich 14 051 000 Euro beträgt“, sagte der Krankenhausdirektor, was eine Steigerung von 209 000 Euro ausmache. An Fällen werden 4717 abgerechnet, was ein Puls von 174 bedeutet. „Der Wermutstropfen ist, dass den Kassen für die vereinbarten Mehrleistungen ein Rabatt von 65 Prozent zu gewähren ist“, ließ Karl weiter wissen, und dadurch müsse ein Erlösausfall von 250 000 Euro kompensiert werden. Für Wörth sei mit dem erzielten Ergebnis aber eine gute wirtschaftliche Basis erzielt worden.

„Das Haus wird weiterhin schwarze Zahlen schreiben“, war sich der Krankenhausdirektor sicher. „Gerade die wirtschaftliche Stabilität ist neben der hohen Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit unser drittes wichtiger Kernziel, um uns im zunehmenden Wettbewerb erfolgreich behaupten zu können“, führte Karl weiter aus.

Karl erläuterte dem Gremium, das sich auch ein Bild von der neu geschaffenen Parkplatzsituation machte, den Stand der Planungen für das Facharztzentrum, das an das Krankenhaus angebaut werden soll.

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