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Wirtschaft

Kaufleute appellieren an Bürger

Beim Neujahrsempfang des Werbedreiecks in Laaber gibt es klare Worte: Wer Spenden haben will, sollte auch vor Ort einkaufen.
Von Ingrid Kroboth

Landrätin Tanja Schweiger (links) mit der Doppelspitze das Werbedreiecks, Julia Tiefenbach-Kuhn und Robert Mehlin Foto: Matthias Böhm
Landrätin Tanja Schweiger (links) mit der Doppelspitze das Werbedreiecks, Julia Tiefenbach-Kuhn und Robert Mehlin Foto: Matthias Böhm

Laaber.Es war bereits der fünfte Neujahrsempfang, zu dem das Werbedreieck Laaber-Deuerling-Brunn eingeladen hatte. Und an die 160 Gäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Vereinsleben waren in die festlich dekorierte Mehrzweckhalle der Mittelschule Laaber gekommen. Begrüßt wurden sie von Julia Tiefenbach-Kuhn und Robert Mehlin, den beiden Vorsitzenden des aktuell 60-köpfigen Netzwerks örtlicher Unternehmer. Die Labertaler Musikanten unter der Leitung von Hermann Wein stimmten auf den Festabend ein, der heuer unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ stand.

Nicht als Veranstalter des Neujahrsempfangs, wie in andern Gemeinden so üblich, sondern als Gastredner lobte Bürgermeister und VG-Vorsitzender Hans Schmid das Engagement des Werbedreiecks. Dem schloss sich Landrätin Tanja Schweiger mit ihrer Anerkennung der guten Zusammenarbeit an. Zur Neujahrsrede trat Julia Tiefenbach-Kuhn ans Mikrofon und erinnerte zunächst an die zahlreichen Aktionen und finanziellen Unterstützungen gemeinnütziger Einrichtungen in den drei Gemeinden im Werbedreieck. Die Kaufleute im Verein seien auf die Unterstützung der Bürger angewiesen, redete die Vorsitzende den Festgästen ins Gewissen. Viele Vereine kämen übers Jahr zu den Unternehmern mit der Bitte um Spenden, Annoncen für Festschriften oder sonstige Unterstützung.

Geld fließt an Internet-Firmen

Das Werbedreieck und seine Mitglieder seien „immer gerne bereit“, etwas zu geben. Im Gegenzug aber werde die heimische Wirtschaft oft vergessen, von vielen werde zu „ominösen Preisen“ im Internet bestellt. Aber „die Firma mit dem großen A und sechs Buchstaben“ zahle keine Steuer an die Gemeinde und komme auch als Spender nicht in Frage, „weil die verantwortlichen Stellen „überhaupt nicht wissen, wo Laaber, Deuerling und Brunn geografisch liegen“, untermauerte Tiefenbach-Kuhn ihren Denkanstoß.

Druckfrisch konnte sie das neue Branchen-Verzeichnis „Schaufenster“ verteilen, das im Februar mit dem Mitteilungsblatt in alle Haushalte kommen soll. Die Rednerin wies auf das nach elf Jahren „facegeliftete“ Werbedreieck-Logo hin und rief den Gästen zu: „Gehen sie zur Wahl, denn noch haben wir die Wahl.“

Geschenke

  • Neuwahlen:

    Weil beim Werbedreieck am 5. März Neuwahlen anstehen, dankten die Vorsitzenden den Delegierten mit kleinen Präsenten: Daniela Hofmeister, Matthias Böhm, Martin Ruß, Martin Kürzinger, René Achhammer und Marcus Praller wurden so geehrt.

  • Ehrung:

    Seit Januar 2017 führen Julia Tiefenbach-Kuhn und Robert Mehlin als Doppelspitze das Werbedreieck Laaber-Deuerling-Brunn. Dafür bekamen sie von Landrätin Tanja Schweiger kleine Überraschungen.

Der Verein arbeite ständig daran, sein Netzwerk zu vergrößern und somit auch junge Selbstständige und Existenzgründer in der Region zu unterstützen. Ein Blick über den Tellerrand zeige, dass die Zeiten nicht mehr so rosig seien. Weniger Gehalt bedeute zwangsläufig auch weniger Aufträge für das Handwerk.

Es fehlen die Fachkräfte

Dazu komme der Fachkräftemangel. „Hier muss ein Umdenken stattfinden“, warnte die Vorsitzende vor der Massenhysterie vieler Grundschul-Eltern, die meinten, ihr Kind müsse es aufs Gymnasium schaffen. Vielmehr müssten Real- und Mittelschulen gestärkt werden, „damit auch langfristig unser Schulstandort in Laaber bestehen bleibt“.

Nach den Ehrungen der Vorstandschaft spendete Pfarrer Richard Bayer den Gästen des Neujahrsempfangs den kirchlichen Segen. Und die „Stiagn-hausratschn“ sorgte bis in die Morgenstunden für aufgelockerte Unterhaltung.

Feierstunde

Gewerbepark ist Erfolgsgeschichte

Am 14. Januar 2010 wurde der Vertrag zwischen Wörth und Wiesent unterzeichnet. Seit zehn Jahren läuft es wie am Schnürchen.

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