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Wirtschaft

Kaum Besucher bei Standbetreibern

Anbieter waren von Markt in Laaber enttäuscht: „Keine Leute“, klagten Händler.
Von Peter Pavlas

Josef Altendorfer hätte sich über mehr Besucher gefreut. Foto: Pavlas
Josef Altendorfer hätte sich über mehr Besucher gefreut. Foto: Pavlas

LAABER.Reisende „Marktschreier“ hatte das Werbedreieck LDB am Samstag eingeladen. Dazu fand eine Gewerbeschau örtlicher Unternehmen statt, und am Sonntag eine politische Diskussion. Das Interesse an den Angeboten war sehr unterschiedlich.

Über Staubsauger, Küchengeräte, diverse Düfte, Haarkünstler, Schreiner, Garagentore, Autos und vieles mehr konnte man sich rund um die Schulgebäude informieren. Verlassen lagen am Samstag die Stände mit Nagelscheren, Billig-BHs, Handtaschen und Kleidung. Viele Standlbetreiber klagten über schlechten Besuch. „Zufrieden mit dem Besuch“ zeigte sich dennoch Tobias Robold aus Münchsried, der Haus- und Dachtechnik anbot. „Viel zu wenig Leute“, befand Josef Altendorfer, der Elektrotechnik offerierte. Ihm gehe es nicht primär um Verkauf, sondern um Kontakte. Hinter Mengen von unverkaufter Wurst und Käse standen italienische Händler. „Keine Leute“, radebrechte Massimo, stellvertretend für viele Kollegen. Wurst-Achim wetterte von seinem Truck herab: „Die Besucherzahl ist ein Witz!“ Dass die Leute am ersten schönen Tag vielleicht anderes vorhaben könnten, ließ er als Erklärung nicht gelten. Manfred Kraus von der BRK-Bereitschaft Nittendorf-Deuerling vermutete potentielle Besucher in deren Gärten.

Bürger aus dem Markt bezeichneten es als Missverhältnis, dass sich die Einkaufsmöglichkeiten auch durch den Wegfall des Wochenmarktes nicht gerade verbesserten, und dass andererseits zwei Tage im Jahr auswärtige „Marktschreier“ aufträten.

Ingrid aus Bad Abbach fuhr dennoch glücklich heim. An einem Stand aus ihrem Heimatort Kitzingen hatte sie nämlich Gewürze gefunden.

Auf großes Interesse stieß eine Podiumsdiskussion am Sonntagmorgen. Zur Frühschoppenzeit ging es in der nicht unbedingt paritätisch plakatierten Mehrzweckhalle um die Europawahl. Entscheidungen aus Brüssel beträfen schließlich jeden, auch wenn Kommunalpolitiker dies nicht immer wahrhaben wollten, hieß es. (las)

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