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Kommentar

Keine Privatsache

Ein Kommentar von Thomas Kreissl, MZ

Maria Scharfenberg hat einen Fehler gemacht. Einen Fehler, der in ihrem Garten in Laaber zum qualvollen Tod einer Katze in einer Falle geführt hat, und der sie ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik brachte. Und das zurecht: Denn als stellvertretende Landrätin, als Kreisrätin und als Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen steht Maria Scharfenberg im Licht der Öffentlichkeit – zumal dann, wenn sie ins Visier von Ermittlungen der Staatsanwalt gerät. Ihr Fehler ist eben keine Privatsache.

Deshalb war es richtig, dass die Gruppe um Florian Eckert die Katzenaffäre in der Kreisversammlung der Grünen zum Thema gemacht hat. Denn es kann nicht sein, dass eine Partei, die sich gerade auch den Tierschutz groß auf ihre Fahnen geschrieben hat, dann keine Meinung mehr dazu hat, wenn es die Kreisvorsitzende damit nicht so genau genommen hat. Das darf nicht nur einer politischen Nachwuchsorganisation überlassen bleiben, da muss sich auch der Kreisverband selbst stellen und positionieren.

Das haben die Grünen – wenn auch vielleicht nicht ganz freiwillig – nun doch noch in ihrer Kreisversammlung getan. Und sie haben dort ihrer Vorsitzenden mit überwältigender Mehrheit den Rücken gestärkt. Im Gegensatz zu den drei Kritikern aus Donaustauf waren die meisten Mitglieder nicht der Meinung, dass Maria Scharfenberg die Glaubwürdigkeit und das Ansehen der Partei beschädigt hat.

Ob sie damit richtig liegen, werden die Wähler entscheiden.

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