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Wettbewerb

Kinder lernen Liebe zur Natur

Beim Streuobstblütenfest der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis bewiesen die jungen Gartler viel Gefühl für die Umwelt.
Von Theresia Luft

Beim Spiel ohne Grenzen gehörte das Schubkarrenrennen zu den Highlights.  FotoS: Theresia Luft
Beim Spiel ohne Grenzen gehörte das Schubkarrenrennen zu den Highlights. FotoS: Theresia Luft

Auburg.Beim ersten Streuobstblütenfest der Obst- und Gartenbauvereine (OGV) in Auburg wurden die Teilnehmer des landesweiten Wettbewerbs „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ geehrt. Auburg war der ideale Platz für das Streuobstblütenfest. Der Anger und die Streuobstwiese sind mitten im Dorf und bilden somit den Dreh- und Angelpunkt des Dorflebens. Dieses Mal war der OGV Illkofen-Eltheim Gastgeber für die Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis.

Anja Simmel, Vorsitzende des OGV Illkofen-Eltheim begrüßte die Vertreter des OGV-Kreisverbandes und zahlreiche Gäste. „In Auburg verbindet der Anger noch die Generationen, ist ein wichtiger Bestandteil des Ortes und findet auch bei der Jugend seine Beachtung“, sagte Simmel. Sie brachte es mit „Is de Freid an da Natur a mol g’saat, geht’s imma wieda auf“ auf den Punkt.

Kinder standen im Mittelpunkt

Es ging beim Streuobstwiesenfest vorrangig um die Kindergruppen. Die Sieger des landesweiten Wettbewerbs „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“, der erstmals ausgetragen wurde, bekamen ihre Auszeichnungen überreicht. OGV-Kreisgeschäftsführerin Stephanie Fleiner fand, dass alle Arbeiten von Kreativität und Vielfalt geprägt waren. Die verschiedensten Aspekte einer Streuobstwiese wurden dargestellt. Vom Insektenhotel bis zur Igelburg, Hochbeete die angelegt wurden oder Obst, das weiter verarbeitet wurde, waren Leitthemen. „Es wurde eine gigantische Kreativität gezeigt“, so Fleiner.

Sie dankte den ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Einsatz dies gar nicht möglich wäre. Fleiner führte mit dem stellvertenden OGV-Kreisvorsitzenden Josef Heuschneider und Bürgermeister Johann Thiel die Siegerehrung durch. Sieger wurden „die Gartendetektive“ des OGV Illkofen-Eltheim, die eine große Saftpresse erhielten. Über 14 Jahre hinweg betrieb die Gruppe beständig Umwelterziehung und Nachhaltigkeit. Sie haben es geschafft das sich die Jugendlichen über die Jahre hinweg mit dem Thema Streuobstwiese in den unterschiedlichsten Varianten auseinander setzten.

Sonderpreise

  • Sieger:

    Die beiden Sonderpreise des Kreisverbandes gingen an zwei relativ junge Kindergruppen: Die Steinsberger „Freche Froschhaxn Bande“ und die „Wiesenwichtl“ des OGV Brunn/Frauenberg.

  • Aktionen:

    Die Kinder aus Steinsberg stellten ihre Aktionen in einem illustrierten Tagebuch dar. Jedes Kind aus Brunn kümmert sich um seinen Baum auf einer selbst angepflanzten Streuobstwiese. (llt)

Es wurden Obstbäume gepflanzt, sie machten einen Schnittkurs für Jugendliche, veredelten Bäume, Pflegemaßnahmen wurden durchgeführt und aus einem alten Baumstumpf entstand ein Insektenhotel, um nur einige Aktionen, die alle akribisch dokumentiert wurden, zu nennen.

Den zweiten Platz belegten die „Grünlinge“ vom OGV Duggendorf, die das Wettbewerbsthema in ihre Gruppenstunden mit einbezogen. Dieses zog sich wie ein roter Faden durch die Treffen.

Diese beiden Gruppen bekamen die Sonderpreise des OGV-Kreisverbands.
Diese beiden Gruppen bekamen die Sonderpreise des OGV-Kreisverbands.

Die „Zeitlarner Marienkäfer“ folgten auf Platz drei. Sie legten in ihrer Streuobstwiese ein Erdbeerfeld an und machten leckere Marmelade aus den Früchten. Teilgenommen haben noch die Jugendgruppen des OGV Gebelkofen, die jungen Gartendetektive des OGV Illkofen-Eltheim, des OGV Lorenzen, des OGV Neutraubling, des OGV Schwarzenthonhausen-Hardt und des OGV Viehausen. Für den OGV Illkofen-Eltheim gab es noch einen neuen Apfelbaum, einen Winterrambur, der auf der Streuobstwiese gepflanzt wurde. Der alte Baum, der nur noch einen austreibenden Ast hat, bleibt als Insektenhotel stehen, sagte Anja Simmel.

Jede Gruppe hätte Preis verdient

Stellvertretender OGV-Kreisvorsitzender Josef Heuschneider, der in der Bewertungsjury mit dabei war, sagte, dass jede eingereichte Arbeit einen Preis verdient hätte. Er gratulierte den Siegern zu ihren gelungenen Konzepten, mit denen sie die Kinder in den Jugendgruppen an die Natur heranführen.

Bürgermeister Hans Thiel war stolz, dass das Fest in Auburg ausgerichtet wurde und die Jugendgruppe des OGV Illkofen-Eltheim „die Gartendetektive“ die Gewinner des Wettbewerbs sind. „Es ist wichtig, den Kindern ein Gefühl für die Natur weiterzugeben, dass Äpfel auf Bäumen wachsen und wie gut eine sonnengereifte Frucht frisch vom Baum schmeckt“, sagte Thiel. Daneben hatte der OGV Illkofen-Eltheim-Friesheim für die Kinder ein buntes Rahmenprogramm, Mitmachaktionen und ein Spiel ohne Grenzen vorbereitet sowie die Bewirtung übernommen. Zum Spiel ohne Grenzen hatten sich 16 Teams à vier Kinder angemeldet. An den Stationen galt es möglichst viele Punkte zu sammeln. Die Kinder bewiesen ihr Geschick im Hindernis-Parcour, beim Grasskifahren, Schubkarren-Rennen, Apfel-Zielwurf oder beim KG-Rohr-Spiel. Sieger wurden die Zeitlarner Marienkäfer.

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