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Empfang

Kirche in Kareth bleibt geschlossen

Im September hatte es in dem Gotteshaus gebrannt. Die Klärung mit der Versicherung zog sich hin. Nun soll renoviert werden.
Von Josef Dummer

In der Pfarrkirche St. Elisabeth Kareth können voraussichtlich erst wieder ab Ostern Gottesdienste stattfinden.  Foto: Josef Dummer
In der Pfarrkirche St. Elisabeth Kareth können voraussichtlich erst wieder ab Ostern Gottesdienste stattfinden. Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.Die Gläubigen in Kareth müssen in naher Zukunft weiter auf ihre Pfarrkirche verzichten. Nach der Verrußung des gesamten Gotteshauses durch den Brand eines Kerzenopferständers im September vergangenen Jahres konnten erst jetzt die Regularien mit der Versicherung geklärt werden, berichtete Dekan Alexander Huber beim Neujahrsempfang der Pfarrei Kareth im Pfarrsaal, musikalisch umrahmt von den Karether Bläsern.

Voraussichtlich in dieser Woche kann jetzt aber mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden, so dass Dekan Huber hofft, „mit viel Glück an Ostern wieder Gottesdienst in der Pfarrkirche Kareth feiern zu können“. Erst dann kann auch die neue Orgel eingebaut werden, die von der Verrußung verschont geblieben ist, weil deren Einbau „Gott sei Dank erst eine Woche nach dem Unglück geplant war“, sagte Dekan Huber, der ebenso auf ein „Jahr mit vielen Veränderungen“ zurückblickte.

Einsatz

Flammen in einer Lappersdorfer Kirche

Eine Ölkerze verursachte einen Brand in der Karether Kirche St. Elisabeth. Das Gotteshaus war komplett verraucht.

Nach dem Weggang von Pfarrer Ronald Liesaus war die Pfarrstelle in Kareth vakant. Deshalb kam es zur Installierung einer Pfarreiengemeinschaft Lappersdorf/Kareth durch das Ordinariat, der als Pfarradministrator Dekan Huber seit 1. September vergangenen Jahres vorsteht.

Huber als Dekan wiedergewählt

Ihm zur Seite stehen Pfarrvikar Dr. John Oguche, Priester zur Mithilfe Ivan Rako sowie Pastoralreferent Peter Stubenvoll. Huber gab bekannt, dass die Besetzung der Pfarreiengemeinschaft auch die nächsten fünf Jahre weiter so bestehen bleiben werde, nachdem er kürzlich als Dekan für das Dekanat Regenstauf, zu dem auch Lappersdorf gehört, wiedergewählt wurde und dies die Voraussetzung für eine Pfarrvikar-Stelle sei.

Huber hofft nun, dass die Pfarreiengemeinschaft Lappersdorf/Kareth weiter zusammenwachse, so wie dies schon im Jugendbereich vorbildlich praktiziert werde, wie dem Bericht von Pastoralreferent Stubenvoll zu entnehmen war. Einen ausgeglichenen Haushalt mit rund 88000 Euro bei den Einnahmen und Ausgaben stellte Kirchenpfleger Wolfgang Günther den rund 60 Besuchern im Pfarrsaal vor. Die veranschlagten Kosten für die Innenrenovierung der Pfarrkirche von rund 861000 Euro (ohne Orgel, die weitere 400000 Euro ausmacht) konnten um 118000 Euro auf rund 743000 Euro reduziert werden.

Die Pfarrei Kareth

  • Katholikenzahl:

    Die Pfarrei Kareth zählt derzeit 1674 Katholiken. Es gab 2019 sechs Taufen, 20 Beerdigungen, 18 Erstkommunionkinder, aber auch 24 Austritte.

  • Gottesdienstbesucher

    Wegen der Verlegung der Gottesdienste in den Pfarrsaal ist die Zahl der Besucher von 221 im Frühjahr auf 167 im Herbst zurückgegangen.

  • Spenden

    Die Sternsingeraktion brachte 2810 Euro.

Der Kirchenpfleger bedankte sich bei den Zuschussgebern, dem Ordinariat (407000 Euro) und dem Markt Lappersdorf (150000 Euro), so dass von der Kirchenstiftung St. Elisabeth Kareth und durch zahlreiche Spenden noch 186000 Euro zu begleichen waren. Der Schaden durch den Brand in der Kirche wird sich auf rund 100000 Euro belaufen, die von der Versicherung beglichen werden. Auch der Haushalt des Kinder- und Familienhauses Kareth mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro konnte durch die Unterstützung des Marktes Lappersdorf bewältigt werden, bedankte sich Günther.

Pfarrfest war Höhepunkt

Die Pfarrgemeinderatssprecherin Brigitte Fischer blickte auf viele spannende Ereignisse im letzten Jahr zurück, darunter als Höhepunkt das Pfarrfest. „Wer hätte gedacht, dass dies unser letztes Pfarrfest auf dem Riegerhof gewesen ist?“, bedauerte Fischer, nachdem der Riegerstadl nun nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Nach ihrem ausführlichen Bericht war sich die Sprecherin trotz aller Bedenken im Vorfeld sicher, „dass wir mit der neuen Pfarreiengemeinschaft auf einem guten Weg sind“. Weitere Berichte folgten zur Pfarrbücherei, zum Kinder- und Familienhaus Kareth und zur Kooperation mit dem Pflegeheim Kursana. Bürgermeister Christian Hauner lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

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