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Pfarrei

Kirche ist ab März geschlossen

Das Kirchendach von St. Rupert in Brennberg muss erneuert werden. Die Maßnahme dauert voraussichtlich bis Weihnachten.
Von Resi Beiderbeck

Xaver Hirschberger kennt die Schäden am Dachstuhl der Kirche genau. Er ist froh, dass die Kirchenrenovierung im März beginnt.  Foto: Beiderbeck
Xaver Hirschberger kennt die Schäden am Dachstuhl der Kirche genau. Er ist froh, dass die Kirchenrenovierung im März beginnt. Foto: Beiderbeck

Brennberg.Xaver Hirschberger ist froh, dass es nun endlich losgeht mit den Renovierungsarbeiten am Dachstuhl der Pfarrkirche St. Rupert. 25 Jahre lang kümmerte er sich als Kirchenpfleger um unzählige Aufgaben der Kirchenstiftung, unter anderem auch um den Zustand der Kirche. Die Jahreszahl „1852“ steht an einem der Balken im Dachstuhl, der Anfang der 80er Jahre eine neue Lattung und neue Dachziegel bekommen hatte. Allerdings waren die Latten, die man verwendete, zu schwach. Sie haben dem Gewicht nicht standgehalten und schon von außen ist deutlich sichtbar, wo sie überall durchhängen. Im Bereich des Presbyteriums wurde schon vor über zehn Jahren eine Notsicherung der Dachkonstruktion vorgenommen. Vor drei Jahren mussten weitere 1500 Euro in eine Notsicherung an anderer Stelle investiert werden. Experten verwenden bedrohliche Begriffe wie „Kernfäule“ und „Schädlingsbefall“. Dass etliche der Balken morsch sind, ist schon mit bloßem Auge zu erkennen.

Verfaulte Balken

Was genau zu tun ist, hat Architekt Bernhard Schambeck herausgefunden, der die Brennberger Kirche hervorragend kennt und schon den Sakristeiumbau und die Turmrenovierung begleitete. Das Ingenieurbüro für Statik und Baukonstruktion Drexler und Baumruck hat parallel dazu notwendige Untersuchungen durchgeführt. Ein Holzgutachten wurde angefertigt. Die direkt mit dem Mauerwerk verbundenen Balken sind jedenfalls verfault und müssen erneuert werden. Ein schwieriges Unterfangen, denn dazu muss teilweise das Gesims abgetragen werden. Außerdem hängt an den Balken unten die Decke des Kirchenschiffs dran. Auch eine der wichtigsten Holzsäulen des Dachstuhls ist aufgrund von eingedrungenem Regen porös geworden. Der Holzwurm wohnt nicht nur im Dachstuhl. Auch die Altäre sind wurmstichig, wie das Holzgutachten zeigt. Deswegen wird es notwendig sein, die Kirche im Zuge der Renovierungsmaßnahme zu begasen, um das Ungeziefer loszuwerden. Grundsätzlich könnte „St. Rupert“ auch eine Innenrenovierung vertragen, wissen die Kirchenverwaltungsmitglieder. Ob das Geld dafür noch reicht, ist derzeit offen. Die Situation ist aber nicht aussichtslos, denn die Kirchenstiftung hat der Gemeinde Brennberg das Kindergarten- und Pfarrheimgebäude samt Umgriff zum Preis von 810000 Euro verkauft und so das Eigenkapital vervielfacht.

750000 Euro werden investiert

Deshalb ist die Kirchendacherneuerung relativ bequem zu bewältigen, zumal die Diözese 50 Prozent Zuschuss gewährt. „Im März beginnt die Baumaßnahme und wenn alles läuft wie geplant, wollen wir an Weihnachten fertig sein“, sagt Hirschbergers Nachfolger, der amtierende Kirchenpfleger Reinhold Eder. Insgesamt werden rund 750000 Euro investiert. Sämtliche Arbeiten wurden an hiesige Firmen wie Zimmerei Schweiger, Jäger-Bau und Maler Kiesl vergeben. Gebaut wird in enger Abstimmung mit dem Baureferat des Ordinariats und Diözesaningenieur Frank Seeger.

Die Gottesdienste

  • Information:

    Warum dauern die Baumaßnahmen mehrere Monate? Diese Frage soll bei einer Info-Veranstaltung beantwortet werden, die entweder direkt in der Kirche oder im Pfarrsaal stattfinden soll.

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