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Lappersdorf

Kirchliche Kindergärten bereiten Sorgen

In der jüngsten Marktratssitzung befasste sich das Gremium mit einer Anfrage der SPD-Fraktion.
Josef Dummer

Reduziert die Kirche die Gruppen, etwa hier beim Integrationskindergarten Lappersdorf? Foto: Josef Dummer
Reduziert die Kirche die Gruppen, etwa hier beim Integrationskindergarten Lappersdorf? Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.In einem Schreiben an Bürgermeister Christian Hauner wollte SPD-Sprecherin Barbara Rappl Auskunft über die „allgemein bekannte Tatsache, dass sich die Kirche aus der Trägerschaft von Kindergärten und Kinderhäusern immer mehr zurückziehen will“. Schon im Jahr 2014 ist der Markt laut Rappl vom Kreisjugendamt darauf hingewiesen worden, dass das Bischöfliche Ordinariat zukünftig in jeder Pfarrei nur noch einen Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft betreiben will. Auch die Anzahl der Gruppen pro Einrichtung werde wohl auf vier reduziert, wusste Rappl noch aus der damaligen Aussage des Kreisjugendamts. Nachdem zum 1. September dieses Jahres die Pfarreien Lappersdorf und Kareth zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengelegt wurden, stelle sich auch für Lappersdorf jetzt die Frage, wie viele Gruppen künftig in den kirchlichen Kindergärten von Kareth und Lappersdorf untergebracht werden könnten.

Rappl richtete deshalb drei Fragen an die Verwaltung, die nun von Bürgermeister Hauner in der Marktratssitzung beantwortet werden sollten. Zum einen, ob es richtig sei, dass das Bischöfliche Ordinariat die Anzahl der Kindergartengruppen in den zwei Kindergärten der Pfarreiengemeinschaft Lappersdorf/Kareth von 14 auf sechs reduzieren will, zum anderen, ob von den Plänen des Ordinariats auch der Kindergarten in Hainsacker betroffen sei und welches Zeitfenster das Ordinariat vorgebe?

Hauner bestätigte, dass das Ordinariat beschlossen habe, nach größeren Umstrukturierungen oder Umbauten jeder Kirchengemeinde fortan maximal vier Kinderbetreuungsgruppen zu genehmigen. Folglich müsste der Markt die dann wegfallenden Gruppen kompensieren. Dazu gab der Bürgermeister den aktuellen Stand in den kirchlichen Kinderbetreuungseinrichtungen bekannt, wie dem Integrationskindergarten in Lappersdorf mit sieben Gruppen, davon zwei integrierte Gruppen mit je 15 Kindern, und dem Kinder- und Familienhaus Kareth mit sechs Gruppen, davon eine Gemischtaltrigen-Gruppe ab zwei Jahre und eine Hortgruppe. Zu dieser mit Sicherheit auf den Markt zukommenden Problematik laufen laut Hauner Gespräche mit Dekan Alexander Huber. Der Kindergarten in Hainsacker sei nicht betroffen. Laut Hauner gibt es auch keine konkrete zeitliche Vorgabe des Ordinariats. Der Veränderungsprozess sei von den Kirchen mit den Kommunen gemeinsam zu planen, um keine Versorgungsengpässe zu erleiden. Außerdem wies Hauner darauf hin, dass bereits im Juli die Fraktionssprecher im Marktrat informiert wurden. Gemeinsam mit der Pfarrei würden dazu konstruktive Lösungsmöglichkeiten angedacht, so Hauner. (ldk)

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