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Bau

Kirchlicher Segen fürs neue Rathaus

Pfatters Verwaltung ist nobel und modern. Bürgermeister Koch assistierte als Ministrant.
Peter Luft

Pfarrer Mbumba und Bürgermeister Jürgen Koch (hinten) segneten das Rathaus. Foto: Peter Luft
Pfarrer Mbumba und Bürgermeister Jürgen Koch (hinten) segneten das Rathaus. Foto: Peter Luft

Pfatter.Omnibushaltestelle vor der Haustür, helle Innenräume auf LED-Basis, Personenaufzug bis zum Dachgeschoss, elektrische Türöffner, Photovoltaikanlage an der Südseite, bargeldloses Bezahlen mit der EC-Karte am Schalter. Nur das Hausnummernschild „Haidauer Straße 40“ fehlt noch, eine E-Ladesäule wird in Kürze vor der Haustür noch eingerichtet.

Nobel zeigt sich jetzt das Verwaltungsgebäude mit seinen siebzig Fenstern und Walbendach der Rübengemeinde Pfatter im Hauptort im Schatten der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Nach gut zwei jähriger Bauzeit erhielt das barrierefreie Rathaus der Einheitsgemeinde Pfatter, das aber schon seit einem viertel Jahr bezogen ist, nun durch Pfarrer Dr. Jean-Rene Maringa Mbumba mit zahlreichen Gemeindeoberhäuptern aus dem südlichen Regierungsbezirk und Ehrengästen den kirchlichen Segen.

„Ich bin froh, das Projekt mit Erfolg abschließen zu können“, sagte Bürgermeister Jürgen Koch bei der festlichen Veranstaltung. „Mit dem Haus wird die Dorfmitte am Leben erhalten“, gratulierte Landrätin Tanja Schweiger herzlich mit orangen Gerbera Blumen.

Mit bunten Blüten an allen Gängen und Zimmern hat der Frühling seinen Einzug im Rathaus gehalten. Bürgermeister Jürgen Koch erläuterte für die Gäste den Werdegang aus der Chronik des geschichtsträchtigen Hauses sowie den Fortgang der Sanierungsarbeiten.

So wurde das Gebäude vor 175 Jahren neu erbaut, nachdem es 1844 einem Brand zum Opfer fiel. 1860 wurde das Rathaus nach einem Umbau mit Mesnerhaus erstmals als Schulhaus erwähnt. Zwei Schulsäle gab es im ersten Stock. Lehrerdienstwohnung, Rinderstall, Schweinestall und Scheune waren im Erdgeschoss untergebracht. Die hiesige Volksschule hatte bis 1978 hier ihren Standort. „So mancher wird sich heute noch an seine Schulzeit im Rathaus erinnern“, sagte Koch.

Ebenfalls war das Rathaus für die Feuerwehr bis 2004 eine Herberge. Dann wurden die Verwaltungsräume saniert. „Im Dezember 2015 war auf dem Dachboden mehr Schnee gelegen als auf dem Hausdach. Der Gemeinderat machte sich bei einem Ortstermin ein Bild des katastrophalen Zustands des Dachstuhles. Für eine dringende Sanierung mussten wir handeln. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Sanierung“, sagte Koch. Es sei keine einfache Baustelle gewesen. „Das Haus hatte auch seine Schwächen“, räumte Andreas Schleich vom Straubinger Architektenbüro Querluft ein. „An Räumlichkeiten im Dachboden können noch Wünsche für die Gemeinde erfüllt werden“, sagte der Ingenieur und schenkte drei Bilder der Bauphase.

Die Kosten bezifferte Bürgermeister Jürgen Koch auf 2,2 Millionen Euro. Ein paar Schlussrechnungen stehen noch aus. Mit der Generalsanierung wurden auch noch Räumlichkeiten im Dachbodenbereich als Reserve geschaffen. Im Eingangsbereich des Rathauses befindet sich die Marmortafel als Erinnerung an Franz Lermer.

„Mögen hier würdige Dienste Gottes verrichtet werden“, segnete Pfarrer Dr. Jean-Rene Maringa Mbumba das Haus und die Räumlichkeiten mit Weihwasser. Koch spielte den Ministranten und reichte den Weihwasserkessel. (llu)

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