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Klares Votum: Altmann macht das Rennen

Die Lappersdorfer CSU hat ihren Bürgermeisterkandidaten gewählt. 74 von 90 Mitgliedern stimmten für Helmut Altmann.
Von Josef Dummer

Helmut Altmann wurde mit großer Mehrheit zum Bürgermeisterkandidaten der CSU gewählt. Foto: Josef Dummer
Helmut Altmann wurde mit großer Mehrheit zum Bürgermeisterkandidaten der CSU gewählt. Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.In einer Nominierungsversammlung ermittelten die vier CSU-Ortsverbände aus Lappersdorf, Kareth, Hainsacker und Lorenzen ihren Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahlen im nächsten Jahr. Von den insgesamt rund 150 CSU-Mitgliedern in Lappersdorf waren 90 dazu ins Gasthaus Prößl nach Hainsacker gekommen.

In seiner Begrüßungsrede bemängelte der gastgebende Ortsvorsitzende von Hainsacker, Herbert Dechant, dass in der ablaufenden Legislaturperiode von der sogenannten Gestaltungsmehrheit „weniger gestaltet, sondern eher nur verwaltet wurde“. Am Ende stehe der Markt Lappersdorf wohl vor einem Schuldenberg von rund zehn Millionen Euro. Deshalb meinte Dechant: „Es wird Zeit, dass wieder ein anderer Geist ins Rathaus einzieht.“

„Es wird Zeit, dass wieder ein anderer Geist ins Rathaus einzieht.“

Herbert Dechant, CSU-Vorsitzender Hainsacker

Vor den Neuwahlen ergriff Joachim Strauß im Namen der CSU-Fraktion im Marktrat sowie aller CSU-Ortsvorsitzenden das Wort und meinte, dass bei der Nominierung des Bürgermeisterkandidaten „alles wie immer“ abgelaufen sei. Eine Findungskommission aus den vier Ortsvorsitzenden habe sich nach Gesprächen mit verschiedenen Kandidaten auf Helmut Altmann geeinigt, der nach Vorstellung bei den Fraktionsmitgliedern einstimmig befürwortet wurde.

CSU will Wechsel im Rathaus

Erst nach Benennung des Wunschkandidaten bei den Ortsvorstandschaften sei bekannt geworden, dass zwei weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen wollten, erklärte Strauß, der sich angesichts der Kommunalwahlen im nächsten Jahr auch kämpferisch zeigte. Nicht Parteizugehörigkeit oder Geschlecht könnten das Auswahlkriterium sein, sondern „Bekanntheit, Fähigkeit und Bürgernähe“, sagte Strauß, der Helmut Altmann all diese Attribute in hohem Maße zuschrieb.

Alt-Bürgermeister Erich Dollinger und die Ehrenbürger Karl Rödl und Otmar Rohrwild zählten die Stimmen aus. Foto: Josef Dummer
Alt-Bürgermeister Erich Dollinger und die Ehrenbürger Karl Rödl und Otmar Rohrwild zählten die Stimmen aus. Foto: Josef Dummer

Zum Wahlleiter wurde Alt-Bürgermeister Hans Todt bestimmt, der zunächst allen drei Kandidaten, Waltraud Mittermaier, Helmut Altmann und Dr. Jörg Uhlig, jeweils rund eine viertel Stunde Gelegenheit gab, sich den CSU-Mitgliedern im Prößlsaal vorzustellen. Nach Beantwortung von zwei Fragen aus der Zuhörerschaft durch die Kandidaten rief Todt zur geheimen Wahl des CSU-Bürgermeisterkandidaten auf. Ergebnis war ein klares Votum für Helmut Altmann mit 74 Stimmen bei 90 Wahlberechtigten. Dr. Jörg Uhlig erhielt acht Stimmen, Waltraud Mittermaier sieben, ein Wähler enthielt sich der Stimme.

Faire Geste: Dr. Jörg Uhlig und Waltraud Mittermaier gratulierten dem Wahlgewinner Helmut Altmann nach Auszählung der Stimmen. Foto: Josef Dummer
Faire Geste: Dr. Jörg Uhlig und Waltraud Mittermaier gratulierten dem Wahlgewinner Helmut Altmann nach Auszählung der Stimmen. Foto: Josef Dummer

Helmut Altmann stellte sich den CSU-Mitgliedern als gebürtiger Lappersdorfer vor, dem es eine Herzensangelegenheit sei, sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Amt des Bürgermeisters bedeute für ihn Verantwortung zu übernehmen und Politik für den Markt Lappersdorf aktiv zu gestalten. „Dabei ist es mir wichtig, stets die Belange der Bürgerinnen und Bürger zum Wohle des Einzelnen und der Allgemeinheit zu berücksichtigen“, sagte Altmann. Es bedeute für ihn aber auch, ein klares Leitbild zu verfolgen, ethische Grundsätze zu beachten und Transparenz und Nachvollziehbarkeit in allem Handeln zu gewähren.

„Um Lappersdorf wieder zu alter Stärke zurückzuführen, bedarf es nun weitreichender Veränderungen.“

Bürgermeisterkandidat Helmut Altmann

Als Grundlage für eine bürgerfreundliche Kommune betrachte er eine funktionierende Verwaltung. Das Rathaus müsse sich als Dienstleister für die Bürgerschaft verstehen und brauche Mitarbeiter, die sich für ihre Aufgabe begeistern. Nicht zuletzt brauche es starke Entscheidungsgremien mit Mandatsträgern, die über Parteischranken hinweg respektvoll miteinander umgehen und ihre Tätigkeit verantwortungsbewusst ausüben. „Dies ist mein Anspruch, und so stelle ich mir die Voraussetzungen vor, um das Amt des Bürgermeisters in unserer Marktgemeinde zu übernehmen“, sagte Altmann. Als langjähriger kaufmännischer Geschäftsführer habe er das Fachwissen, Mitarbeiter und Gremien erfolgreich zu führen und richtige Entscheidungen mit Sachverstand und Weitblick zu treffen. Gleichzeitig fügte er an: „Um Lappersdorf wieder zu alter Stärke zurückzuführen, bedarf es nun weitreichender Veränderungen, denen ich mich im ehrenvollen Amt eines Bürgermeisters im Markt Lappersdorf stellen würde.“

Die Marktratsliste folgt

Die Ortsvorsitzenden Herbert Dechant, Margit Heinz, Joachim Strauß und Manuela Kaulich mit ihrem Wunschkandidaten Foto: Josef Dummer
Die Ortsvorsitzenden Herbert Dechant, Margit Heinz, Joachim Strauß und Manuela Kaulich mit ihrem Wunschkandidaten Foto: Josef Dummer

Mit der in den nächsten Wochen aufzustellenden Marktratsliste könnten alle Kompetenzen gebündelt werden, und dann würde es ganz schwierig sein, „uns als starkes Team zu schlagen“, zeigte sich der Bürgermeisterkandidat überzeugt, der damit auch sehr gute Argumente sieht, um die Wende im Rathaus herbeizuführen.

In seinem Schlusswort gab der Hainsackerer CSU-Vorsitzende Dechant bekannt, dass jetzt in den nächsten Wochen eine Marktratsliste aufgestellt werde. Zusammen mit einem bis dahin erarbeiteten Wahlprogramm werde die Liste der CSU im Oktober öffentlich gemacht.

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