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Stiftung

Kneitinger engagiert sich sozial

Regensburger Werkstätten packen seit Mai die Sixpacks mit „Kneitinger Edelpils“. Sie hat sich als starker Partner bewährt.

An der Packstation für die Sixpacks herrscht akribische Ordnung: Kneitinger-Geschäftsführer Martin Sperger (stehend 3.v.r.) besuchte den Kooperationspartner Lebenshilfe in den Werkstätten in Obertraubling.  Foto: Hans-Christian Wagner
An der Packstation für die Sixpacks herrscht akribische Ordnung: Kneitinger-Geschäftsführer Martin Sperger (stehend 3.v.r.) besuchte den Kooperationspartner Lebenshilfe in den Werkstätten in Obertraubling. Foto: Hans-Christian Wagner

Obertraubling.„Das Etikett und der Code für die Kasse müssen sichtbar sein“. Erwin Gayk, Mitarbeiter der Regensburger Werkstätten, lässt keinen Zweifel offen, dass hier Präzisionsarbeit geleistet wird. Bei der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. werden seit Mai 2019 die Sixpacks mit 0,33-Liter-Flaschen Kneitinger Edelpils von Hand gepackt. Jetzt besuchte Martin Sperger, Geschäftsführer der Tradtionsbrauerei, die Werkstätten in Obertraubling.

„Die größte Spende für uns ist die Arbeit“, erklärt Johann Halbritter, Geschäftsführer der Regensburger Werkstätten – eine gemeinnützige GmbH –, die an vier Standorten in Lappersdorf, Gebelkofen und Obertraubling mit insgesamt 602 betreuten Mitarbeitern Aufträge renommierter Unternehmen aus der Region übernimmt.

„Arbeit macht stark für ein selbstbestimmtes Leben“, betont Ursula Geier, Vorsitzende der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., die Begeisterung mit der die Beschäftigten jeden Tag „ihren Job machen“. Der technische Leiter der Regensburger Werkstätten, Andreas Kaufmann, und Abteilungsleiter Christof Harzenetter führen durch den Betrieb und verraten: „Das Team war schon ganz aufgeregt, weil Besuch von der Brauerei und der Presse kommt.“

An personelle Grenzen gestoßen

Kneitinger-Geschäftsführer Martin Sperger musste im Frühjahr diesen Jahres eine Entscheidung treffen: „Wir sind ein Saisonbetrieb mit zwei Spitzen – im Sommer und in der Weihnachtszeit.“ Bislang hatten die Auszubildenden der Brauerei in der Kreuzgasse die Sixpacks gepackt, heraus aus den 20-er-Kisten, sechs Stück in eine Kartonverpackung und dann vier von diesen Sixpacks in eine sogenannte 24-er-Pinolen-Kiste. „Hier sind wir an personelle Grenzen gestoßen.

Zusammenarbeit

  • Werkstätten:

    An vier Standorten in Lappersdorf, Gebelkofen und Obertraubling mit insgesamt 602 betreuten Mitarbeitern werden Aufträge renommierter Unternehmen erledigt.

Eine Vergabe nach außen war unumgänglich“, so Sperger weiter. Über das Arbeitsamt und andere Jobvermittler hielt er Ausschau nach einer Umsetzung. „Maschinell hätte es sich nicht rentiert“, erklärt der Geschäftsführer, zudem wäre in der Kreuzgasse kein Platz gewesen, ganz zu schweigen von einer möglichen Lärmbelastung der Anwohner. Hier kam der Kollege „Glück“ zuhilfe: Aus der persönlichen Bekanntschaft zwischen Stiftungsrat Dr. Rudolf Dobmeier und Christian Reinwald, Zweigstellenleiter der Regensburger Werkstätten in Lappersdorf, entstand der Lösungsansatz. Seit Mai wurden zwischenzeitlich 12 000 Sixpacks in Obertraubling gepackt, 72 000 Flaschen oder 240 Hektoliter.

Große Lob für die Lebenshilfe

„Die Lebenshilfe hat sich als starker und zuverlässiger Partner bewährt“, unterstreicht Martin Sperger seine Zufriedenheit, „die Arbeit wird zeitgerecht und zuverlässig von Menschenhand erfüllt.“ Unter dem besonderen Gesichtspunkt, dass sich die Hans- und Sophie-Kneitinger-Stimmung der Unterstützung sozialer Einrichtungen und Projekte verschrieben hat, „wurde der Auftrag an einen Partner vergeben, der eine wichtige gesellschaftliche und integrative Aufgabe erbringt.“

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