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Theater

Kolpingbühne spielt „D’Emma is kemma“

Das Stück handelt von Familie Lachinger, deren ungeliebte Tante Emma ihren Besuch ankündigt. Dem Wörther Publikum gefiel‘s.
Von Theresia Luft

  • Die Familie erwartet Tante Emma. Begeistert ist sie von ihrem Besuch allerdings nicht. Foto: Theresia Luft
  • Auch schwere Koffer zu schleppen gehört zu den Mühen, die Tante Emma der Familie aufbürdet. Foto: Theresia Luft

Wörth a.d. Donau.Die Kolpingbühne Wörth startet fulminant in die Herbst-Theater-Saison. Die Premiere des Lustspiels „D’Emma is kemma“ war ein voller Erfolg. Der Funke sprang über, das Publikum lachte ab der ersten Szene und der Applaus zeigte, wie gut es gefiel. Von Anfang an erwartete die Gäste ein kurzweiliger, unterhaltsamer und lustiger Abend. Für manchen gab es auch sicherlich Anregungen, die unliebsame Verwandtschaft schnell wieder loszuwerden.

Das Lustspiel in drei Akten von Fred Bosch wurde von den Schauspielern unter Regie von Georg Walsberger inszeniert. Viele kennen es aus dem persönlichen Umfeld, wenn die liebe Verwandtschaft sich zum Besuch ansagt. Genau dieses Thema rückt das Stück in den Mittelpunkt. Lustige Szenen mit einer idealen Besetzung, Wortwitz sowie Gestik und Mimik sorgten für jede Menge Lacher beim Publikum.

Resolute Tante stört Familienfrieden

Auf dem Bauernhof und der Pension der Familie Lachinger sagt sich einmal im Jahr Tante Emma zum Besuch an. Das sorgt für keine gute Stimmung in der Familie. Die Tante ist resolut und bringt den Familienfrieden durcheinander. In einem sind sich aber alle einig – so kann es mit der Tante Emma nicht weiter gehen. Die Rechthaberei, die Besserwisserei und ihre ungestüme Art gehen der Familie und dem Bürgermeister gewaltig auf die Nerven.

Mit einem Verwirrspiel versuchen sie, die Tante zur Abreise zu bewegen. Dabei schlüpft die Familie kurzerhand in die Rolle der Sommergäste. Spannend, witzig und unterhaltsam bleibt es bis zum Schluss. Aber ob die Tante wirklich abreist, das wird nicht verraten. Nur so viel: „Lieber Gott, verschone uns von Tanten und ähnlichen Verwandten.“ Dann schloss sich der Vorhang. Bei den kommenden Vorstellungen haben alle die Gelegenheit, selbst herauszufinden, ob der Plan klappte. Für alle Vorstellungen gibt es noch Karten. Walsberger und sein Team freuten sich über das Lob der Zuschauer und fanden: Das Premierenpublikum war einfach super.

Stammgäste sitzen immer am selben Tisch

Viele sind treue Stammgäste bei der Kolpingbühne in Wörth. Manche möchten immer am gleichen Tisch sitzen – an Tisch vier. Egal ob bei der Premiere oder bei einer normalen Vorstellung: „Hauptsache, es ist Tisch vier“, sagt Eva Häusler, die mit Sohn und den Enkelkindern Marie und André gekommen war. „Wir kommen gerne zum Kolpingtheater nach Wörth und sind immer wieder von der schauspielerischen Leistung begeistert. Die Kolpingbühne Wörth hat ein breites Repertoire, vom klassischen Bauerntheater bis hin zu modernen Stücken oder Klassikern wie dem Brandner Kasper. Das gefällt uns, unser Tisch vier ist unser Stammplatz geworden“, sagt Häusler, die mit ihrer Familie aus der Nähe von Kirchroth kam.

Der fünfjährige André erinnert sich noch an das letzte Stück, als die Polizisten auf der Nebenbühne standen. „Der Tisch vier hat vier Plätze, wir sind zu viert und sobald wir eine E-Mail bekommen, dass der Kartenvorverkauf fürs neue Stück startet, werden sofort Karten für Tisch vier reserviert“, berichtet Sohn Alexander Häusler, der seiner Mutter die Theaterkarten als kleines Dankeschön für das Aufpassen auf die Kinder schenkt. „Seit mindestens zehn Jahren ist das unser Stammplatz“, bestätigen die Vier. Sie finden „D’Emma is kemma“ einmalig.

Auf und hinter der Bühne

  • Regie:

    Georg Walsberger ist seit 2003 als Schauspieler beim Kolpingtheater. Er hat mittlerweile bei drei Stücken Regie geführt. Dieses Mal führte er Regie und Stand darüber hinaus als Sohn mit auf der Bühne. Walsberger schrieb auch schon für die Wörther Prunksitzung Büttenreden.

  • Schauspieler:

    Weiterhin spielen Bepp Eidenschink, Julia Fuchs, Liesl Schneider, Monika Rothermund, Fanny Raith und Reinhard Hammerschmid in dem Stück. Um Bühnenbau und Technik kümmert sich Alois Gmeinwieser, Elisabeth Schneider, Andrea Audinger und Claudia Pangerl um Maske und Frisuren.

Auch Gisela Schönhofer fand das Stück lustig. Sie lobte die Kolpingbühne, die sich immer wieder etwas Tolles einfallen lasse, und war gespannt, wie sie nun Tante Emma vertreiben wollen. Herbert und Uli Schlecht von der Frauenzeller Theatergruppe fanden das Stück urig.

Drei weitere Vorstellungen geplant

Die Wörther und Frauenzeller Theatergruppen besuchen gegenseitig ihre Vorstellungen und pflegen dadurch eine Freundschaft. Ekkehard Hollschwandner, Schauspieler und Regisseur bei der Kolpingbühne, saß dieses Mal im Publikum. „Es gab viel zu lachen, auf der Bühne stand Jung bis Alt, eine gute Mischung. Es war für jeden was dabei“, fasste Hollschwandner zusammen. Er findet es gut, dass das Kolpingtheater über genügend Schauspieler verfüge und nicht im Frühjahr und im Herbst immer die Gleichen auf der Bühne stehen. Weitere Vorstellungen finden am Samstag, 9. November, um 19.30 Uhr, Sonntag, 10. November, um 18 Uhr und Samstag, 16. November, um 19.30 Uhr statt. Reservierungen von 10 bis 12 und 17 bis 20 Uhr unter Tel. (0 94 82) 15 22. Gespielt wird im Schifferlsaal in Wörth, Eingang Schlossstraße. Karten kosten 8 Euro, Kinder zahlen nur 6 Euro.

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