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Politik

Kreistag: FW gewinnen sechs Sitze

Die Fraktion um Tanja Schweiger hat jetzt 18 Mandate, die CSU gibt zwei Sitze ab, bleibt aber mit 30 Mandaten die stärkste Kraft im neuen Kreistag.
Von Christof Seidl, MZ

Die Freien Wähler sind die großen Gewinner der Kreistagswahl. Sie legen um sechs Sitze zu, während die CSU zwei Mandate verliert. Die SPD muss drei Sitze abgeben. Foto: dpa

Regensburg.Die Freien Wähler sind die großen Gewinner der Kreistagswahl. Sie können ihr Ergebnis um sechs auf jetzt 18 Sitze verbessern. Die Liste um Landratskandidatin Tanja Schweiger erhielt 25,1 Prozent der Stimmen. Gegenüber der Kreistagswahl 2008 (16,3 Prozent) bedeutet dies eine Verbesserung um rund 50 Prozent.

Schweiger bewertet das Ergebnis als „überragend“. Es übertreffe viele Erwartungen. Der Zuwachs an Mandaten sei der Lohn dafür, dass sich die Freien Wähler in den vergangenen sechs Jahren immer klar positioniert und selbst viele Vorschläge in die Kreispolitik eingebracht hätten.

„Ohne uns wird nichts gehen“

Die CSU um Landratskandidat Peter Aumer verliert zwei Mandate und hat nun noch 30 Sitze. Sie kam bei der Wahl auf 42,9 Prozent (2008: 45,3) und bleibt trotz der Abstriche die mit Abstand stärkste Partei im neuen Gremium. Aumer bezeichnet das Ergebnis seiner Liste als zufriedenstellend. Es sei schade, dass die CSU zwei Sitze verloren habe, aber sie bleibe die bestimmende Kraft im Landkreis, die auch künftig für eine verlässliche Politik stehe. Aumer: „Ohne uns wird im Kreistag nichts gehen.“

Die SPD musste nach dem Einbruch bei der Landratswahl auch im Kreistag Verluste hinnehmen. Sie erreichte 14,9 Prozent (2008: 18,0) der Stimmen, verliert drei Sitze und zieht mit zehn Mandaten in den neuen Kreistag ein. Kreisvorsitzender Reiner Hummel bewertet das Ergebnis als Niederlage für die SPD. Er habe wie schon bei der Landratswahl ein besseres Resultat erwartet. „Wir hatten schon gehofft, das Niveau von 2008 einigermaßen halten zu können.“ Immerhin habe die SPD bei mehreren Bürgermeisterwahlen im Landkreis gut abgeschnitten.

Die Grünen legen um einen Sitz zu

Die Grünen konnten ihr Ergebnis verbessern und kamen auf 7,9 Prozent (2008: 6,9). Sie legen um ein Mandat zu und haben künftig fünf Sitze im Kreistag. Kreisvorsitzende Maria Scharfenberg hält dieses „gute Ergebnis“ auch für eine Folge des stärkeren Engagements der Grünen bei den Gemeinderatswahlen.

Die Liste ÖDP/PU verlor mit 5,3 Prozent (2008: 6,3) leicht an Stimmen, erhält aber wie bisher vier Sitze in dem Gremium. Listenführerin Claudia Wiest ist mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“. Es sei angesichts der Tatsache, dass sich der Wahlkampf sehr auf die beiden Spitzenkandidaten konzentriert habe ein gutes Ergebnis. „Da sind wir schon stolz darauf.“

Die FDP erhielt nur mehr 2,4 Prozent der Stimmen (2008: 4,0). Sie verliert dadurch ein Mandat und ist nun mit zwei Sitzen im Kreistag vertreten. Listenführer Stefan Potschaski ist trotzdem zufrieden. Angesichts der schwierigen Lage der FDP in Deutschland und Bayern und seines eigenen schwachen Ergebnisses bei der Landratswahl habe er noch stärkere Verluste befürchtet.

Die Republikaner fielen von 3,0 auf 1,5 Prozent. Auch sie verlieren einen Sitz und stellen im neuen Gremium nur mehr einen Kreisrat.

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