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Krönung auf der Seebühne

Beim Kulturfest hatten die Besucher die Qual der Wahl. Zahlreiche Bands und Gruppen begeisterten die Zuschauer mit einem eindrucksvollen Programm.
Von Philipp Seitz, MZ

  • Ungewohntes Terrain für das Orchester der Städtischen Sing- und Musikschule. Foto: Seitz
  • Feuerwerk am See Foto: Seitz
  • Akrobatik der Saturnalia Foto: Seitz
  • „Cool Gardens“ rockte. Foto: Seitz
  • „Michelangelo“ begeisterten ihre Zuhörer. Foto: Seitz
  • Die Sirenen sangen sich in die Herzen. Foto: Seitz

Neutraubling. Schon von weitem konnte man am Sonntagnachmittag rund um den Neutraublinger See Musik hören. Zahlreiche Bands und Gruppen beteiligten sich mit einem vielfältigen Programm am Neutraublinger Kulturfest. Im evangelischen Kirchgarten lautete das Motto „Rock in Church“ und lockte überwiegend jugendliche Zuhörer an. Begeistert und ausgelassen klatschte das Publikum im Takt mit und spornte die Big Band des Gymnasiums, „Polar Bird“ und „Cool Gardens“ zu Höchstleistungen an. „Wir haben uns erst Ende letzten Jahres gegründet und hatten nun hier beim Kulturfest unseren zweiten größeren Auftritt“, berichtete Marius Gardeia von der Band „Polar Bird“.

Die junge Gruppe aus Regensburg, deren Mitglieder zwischen 16 und 18 Jahren alt sind, schaffte es sofort, die Anwesenden für sich zu gewinnen: „Es war super, wir hatten ein richtig gutes Publikum. Es ist sofort aufgetaut und dabei gewesen!“, lobte Gardeia. Auch die Zuhörer zeigten sich vom abwechslungsreichen musikalischen Programm angetan: „Die Stimmung ist sehr gut und von der Musik bin ich bisher sehr begeistert“, sprach Niklas Ullrich den Gruppen ein großes Kompliment aus.

Bei den vielen Darbietungen, die gleichzeitig stattfanden, fiel die Qual der Wahl oft schwer: Großes Interesse weckte unter anderem der Auftritt der Neutraublinger Faschingszunft Saturnalia. Die Prinzengarde stellte beim „Heimspiel“ ihre akrobatische Körperbeherrschung unter Beweis und brachte die Zuschauer mit ihrer perfekt einstudierten Choreografie zum Staunen. „Ich muss den Organisatoren des Kulturfestes ein großes Kompliment machen“, unterstrich Saturnalia-Präsident Karl Brückl im Gespräch mit der MZ. „Es ist ein Fest von Bürgern für Bürger und ich genieße die Vielfalt an Angeboten“, berichtete Brückl, dessen drei Tanzgruppen beim Kulturfest mit viel Applaus bedacht wurden.

Präsentiert wurde das alte Motto, im Hintergrund laufen allerdings bereits schon die Vorbereitungen für die kommende Session: „Der neue Teil ist schon fertig, die Prinzenpaare stehen und auch die neuen Showkostüme sind schon da“, erklärte Brückl. Und das Thema? Das ließ sich der Saturnalia-Präsident trotz der Versuche des MZ-Reporters nicht entlocken. „Es wird ein internationales Motto“, verriet Brückl.

Belcanto strich auch Brötchen

Während die Saturnalia alle Aufmerksamkeit auf sich zog, wurden am Stand des Neutraublinger Chors Belcanto kulinarische Köstlichkeiten zubereitet. „Alle vom Chor helfen heute tatkräftig mit“, erzählten die Damen, während sie fleißig Brötchen zubereiteten. Ihren Auftritt hatten sie schon am Nachmittag absolviert: „Es war ein sehr gutes Publikum, wir waren sehr zufrieden“, lobten sie.

Musikliebhaber kamen auch bei den weiteren Auftritten auf der neuen Neutraublinger Seebühne voll auf ihre Kosten: Vocalis, Michelangelo und Die Sirenen zeigten einen vielfältigen und beeindruckenden Ausschnitt aus ihrem breitgefächerten Repertoire – und lockten zahlreiche Zuhörer an. Mit der Resonanz, auf die das Kulturfest stieß, war Neutraublings Bürgermeister Heinz Kiechle sehr zufrieden: „Wir hatten noch nie so viele Besucher aus Neutraubling und dem gesamten Umfeld. Am Nachmittag war fast kein Durchkommen mehr“, erzählte er. Einigen Vereinen seien deshalb auch die Getränke und das Essen ausgegangen, berichtete Kiechle.

Gäste lobten das Flair

Besonders freute sich Kiechle über das herrliche Wetter, denn bei großen Festen in Neutraubling ist eigentlich traditionell der Regen Stammgast: „Wir haben noch nie so viel Glück mit dem Wetter gehabt“, strahlte der Bürgermeister. Begeistert berichtete Kiechle auch von den vielen Begegnungen beim Kulturfest – sogar seine Russischkenntnisse musste das Stadtoberhaupt unter Beweis stellen. Auch Köferings Bürgermeister Klaus Schönborn lobte das Kulturfest: „Mir gefällt es sehr gut. Es ist ein vielfältiges kulturelles Programm geboten.“

Mit dem Auftritt des Orchesters der städtischen Sing- und Musikschule und des Kammermusikkreises wartete das Kulturfest nochmals mit einem Höhepunkt auf. Die beleuchtete Seebühne strahlte ein besonderes Flair aus und die eindrucksvollen Melodien rundeten den gelungenen Tag ab. Mit einem großen und spektakulären Feuerwerk wurde anschließend der Schlusspunkt gesetzt.

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