MyMz
Anzeige

Wahl

Kufner will Bürgermeister werden

Einstimmig wählten die Mitglieder der Regenstaufer Ortsgruppe Bündnis 90/Die Grünen Erich Kufner zu ihrem Kandidaten.
Von Sieglinde Geipel

von links Maria Scharfenberg, Bgm. Kandidat Erich Kufner, Sprecher OV Bündnis 90/Die Grünen Heike Gramann u. Wolfgang Pausch Foto: Sieglinde Geipel
von links Maria Scharfenberg, Bgm. Kandidat Erich Kufner, Sprecher OV Bündnis 90/Die Grünen Heike Gramann u. Wolfgang Pausch Foto: Sieglinde Geipel

Regenstauf.Die Ortsgruppe Regenstauf von Bündnis 90/Die Grünen setzt auf Erich Kufner als Bürgermeisterkandidat. Einstimmig wählten ihn die neun anwesenden Mitglieder. Die stellvertretende Landrätin Maria Scharfenberg, die die Aufstellungsversammlung leitete, lobte die Ortsgruppe als eine der größten im Landkreis Regensburg.

Erich Kufner stellte sich den Mitgliedern und Besuchern vor. Der 1954 auf einem kleinen Bauernhof im Bayerischen Wald geborene Kufner war in den Jahren 1985 bis 2014 für die forstliche Beratung im Gemeindegebiet Regenstauf zuständig und hat in dieser Zeit den Gemeindewald betreut. Während dieser Zeit habe er sich nicht parteipolitisch engagiert, sein Rat in Waldfragen sollte nicht als politisch motiviert angesehen werden. Im kommenden Jahr werde er jedoch aus dem Berufsleben ausscheiden und habe dann Zeit für das Bürgermeisteramt.

Als zukünftiger Bürgermeister der Marktgemeinde Regenstauf hat er sich verschiedene Ziele gesetzt. Zuerst nennt er lokale Probleme, die die Bürger belasteten. So möchte er den Lärm an der A93 stark vermindern, indem er sich für eine Geschwindigkeitsbeschränkung und für Lärmschutz einsetzt. Ebenso will er die Bürgerinitiative Eitlbrunn/Buchenlohe unterstützen.

Günstigere Kinderbetreuung

Ein weiteres Anliegen ist, Neuansiedlungen von personalintensiven Betrieben mit weniger Landverbrauch und Schwerlastverkehr zu bevorzugen. Auch möchte er die Notwendigkeit des Hochwasserdamms im Steinbachtal überprüfen. Die jetzt vorliegende Planung sei nicht nachvollziehbar. Ebenso bereiten ihm die hohen Nitratwerte im Leitungswasser Probleme. Hier wolle man die Landwirte animieren, auf Bio umzustellen.

Werdegang

  • Start:

    Seine berufliche Laufbahn begann er mit einem Studium der Mathematik und Informatik an der TUM in München, das er aber abbrach. Stattdessen wanderte er nach Südafrika aus.

  • Privat:

    Dort blieb er bis 1977 und kehrte mit seiner ersten Ehefrau, einer Südafrikanerin, nach Deutschland zurück. Heute lebt er mit seiner zweiten Ehefrau, einer Südkoreanerin, und seinen fünf Kindern in Eitlbrunn.

Für Familien sei es wichtig, dass die Kinderbetreuungsgebühren gesenkt werden, sie gehören zu den höchsten im Landkreis. Ebenso müsse die Kinderbetreuung weiter ausgebaut werden. Zum Thema Flüchtlinge in Regenstauf bemerkte er, dass er bisher keine negativen Kontakte gehabt habe. Er wolle auf die Menschen zugehen, sie kennenlernen und ihre Integration unterstützen. Ganz wichtig sei es, im Markt Regenstauf auf eine solide Finanzierung zu achten und die Einnahmen der Gemeinde zu steigern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist für Kufner das Thema Energie. Hier sollten gemeindeeigene Gebäude für Solarenergiegewinnung genutzt werden. Bauvorhaben der Gemeinde sollten in Holzbauweise und mit Biomasseheizung ausgeführt werden, mit Anschlussmöglichkeit für umliegende Gebäude. Auch private Initiativen zur Nutzung regenerativer Energien und nachhaltigem Bauen wolle er unterstützen. In diesem Zusammenhang könne er sich eine Zusammenarbeit mit dem Verein Bürgerenergie Region Regensburg (BERR) bis hin zur eventuellen Gründung einer eigenen Energiegenossenschaft vorstellen.

Mehr Fahrrad und Artenschutz

Regenstauf müsse fahrradfreundlicher werden und mehr sichere Abstellanlagen für die Fahrradfahrer errichten. Ebenso solle die Anbindung der Ortsteile an Regenstauf verbessert werden. Dies könne zum Beispiel durch ein Rufbussystem geschehen. Zudem will sich Kufner für den Artenschutz einsetzen. Hier denkt er an gemeindeeigene Flächen, die ein Vorbild sein sollten. Regenstauf mit dem Schlossberg, dem Geisberg oder auch den Regenauen könne einen Biotopverbund aus Grenzertragsflächen schaffen. Wichtig sei auch die Umstellung in Kantinen, vor allem in Schulen und Kindergärten, auf Bio-Lebensmittel und regionale Produkte.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht